Von der Schweinebucht nach Con Dao

Reisezeit: Juni 2009 - April 2010  |  von Trude M. Hippo

Vietnam: Hanoi: Fahrt nach Ninh Binh - Tam Coc

06.11.09 Freitag

Heute morgen um sieben Uhr wollten Marco und Lili mit Kind und Kegel mit dem Taxi zum Busbahnhof. Leider geht die Geschichte anders aus. Denn sie landen nicht im Busbahnhof sondern in der Wallachei. Der Taxifahrer dachte, dass sie mit dem Taxi nach Halong fahren wollten (1 Stunde). Lili und Marco zahlten ihm den dreifachen Satz (einer einfachen Taxifahrt zum Busbahnhof ) und stiegen aus. Zum Glück kam schon bald ein Linienbus vorbei, der dann bei jeder Gieskanne hielt. In Halong angekommen, mussten sie noch 2,5 Stunden warten. Dann begann eine erneut aufregende Minibusfahrt nach Ninh Binh. Der Kamikazefahrer und sein Kumpane kannten keine Erbarmen. Weder eine Pinkelpause noch ein bisschen Platz wollten sie den Mitfahrern gönnen. Es wurden nach und nach immer mehr Passagiere, so dass am Ende Marco sich seinen Sitz mit zwei weiteren Personen teilen musste. Marco hatte das alles schon beinahe geahnt, als er während der Fahrt scherzhaft erwähnte: "Pass auf, da werden bestimmt noch zehn weitere Fahrgäste eingeladen!" (Zu diesem Zeitpunkt war der Bus bereits voll besetzt. Es waren dann aber mindestens noch fünfzehn).Yara, die auf seinem Schoß schlief, machte das aber nicht viel aus. Als sie aufwacht spielte sie entweder mit den Händen, den Mundbinden oder Pullover der Leute.
Lilis Geduld war allerdings am Ende, als der Fahrlotse einen Koffer vor ihrem Sitz neben den Köpfen zweier Leute schmiss. Schließlich wollte sie nicht, dass der Koffer bei der nächsten Bremsung auf Lias bzw. Yaras Kopf knallte. Sie schrie: "Nimm diesen Koffer da weg!!!", während sie auf die Kinder zeigte. Gesagt, getan. Der Koffer wurde nun auf den Sitz hinter ihr gelegt. Manchmal reichen also auch deutsche Worte

Nach fast fünfeinhalbstündiger Fahrt kamen Lili und Marco dann in Ninh Binh an, nachdem sie erst Tanh Binh und dann Nam Binh durchquerten. Eigentlich warteten wir nur noch darauf Klim Bim zu passieren. Die Fahrt war landschaftlich nicht besonders schön. Wir fuhren an vielen grauen und sanierungsbedürftigen Häuser vorbei. Abgaswolken der vorbeifahren Autos und die ganzen Müllverbrennungen vor Ort kamen uns entgegen.
Ninh Binh ist für Marco und Lili endlich wieder eine kleine Oase. Es ist eine Stadt mit 100000 Einwohner. Hier gibt es endlich wieder Internet und auch so außergewöhnliche Sachen, wie Kontaktlinsenlösung. Alles wirkt etwas sauberer und das wichtigste: es gibt auch wieder ein paar Leute im Hotel, die englisch sprechen können.

07.11.09 Samstag
Heute ist Ausruhen in Ninh Binh angesagt. Alle sind etwas am kränkeln. Der Temperaturwechsel von heiß auf kalt und dann wieder warm hat uns zugesetzt. Und auch das fremde Essen ist uns ein wenig auf den Magen geschlagen.
Lili und Marco nutzen die Zeit, um die Internettexte zu vervollständigen und besichtigen im Wechsel die City, in der es eigentlich nichts zu sehen gibt.
Nachmittags mit den Kindern auf dem Rücken zum Bahnhof gelaufen, um Zugtickets nach Saigon (Mui Ne) zu besorgen. Am Ticketschalter sagte man uns, dass es keine gäbe, weil der letzte Sturm (am 02.11.09) die Gleise beschädigt habe. Wir hatten geplant, so schnell und bequem wie möglich den nächsten schönen Sandstrand anzulaufen und sahen uns nun unserer Träume beraubt. Die Vorstellung wieder in einem dieser Kamikazebusse zu sitzen, ließ uns erschauern. Wir sahen uns schon nach Hanoi zurückfahren, um von dort aus mit dem Flieger über Saigon nach Con Dao zu fliegen. Lia und Yara spielten derweil mit der dreijährigen Tochter der Bahnhofsbeamtin. Eine Stunde später war die Zugstrecke dann doch wieder passierbar und somit hatten wir dann doch plötzlich unsere Tickets.

08.11.09 Sonntag

Heute hat Marco sich ein Motorrad gemietet. Er will in Richtung Trockene Halongbucht fahren.

Lili und die Kinder bleiben heute lieber im Hotel. Da sie 1. noch etwas entspannen wollen und 2. Lia ein bisschen am kränkeln ist und sie 3. keine Lust haben auf einem kleinen 2-Mann-Boot zu viert 2 Stunden zu sitzen. Das wäre alles more Stress als Fun. Stattdessen besuchen sie einen kleinen Laden, wo es Kinderspielzeug gibt. Die Besitzerin des Ladens hat auch ein kleines Kind hat und natürlich ganz viel Spielzeug. Lia und Yara sind begeistert und schlafen nach diesem Besuch 2, 5 Stunden non-stopp.

© Trude M. Hippo, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Am 04.06.2009 geit los: Der Flieger ins Kanarenmekka Teneriffa kappt die Taue und legt ab. Gomera ruft uns! Was werden bloß die Kinder dazu sagen. Egal! Denn es kommt noch schlimmer: Sieben Monate in Thailand, Vietnam, Kambodscha und Laos. Trude wird`s schon richten. Wir verlassen uns auf sie.
Details:
Aufbruch: 04.06.2009
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 15.04.2010
Reiseziele: Spanien
Thailand
Vietnam
Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Trude M. Hippo berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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