Pippilotta und ihre Abenteuer

Reisezeit: Oktober 2008 - März 2009  |  von S. Keller

Rio San Juan - Lago de Nicaragua: El Castillo

03.12.08
Ich lebe noch!

14.12.08
El Castillo
Nachdem ich mich in San Carlos auskuriert hatte und mir Tony, ein Amerikaner, Geld geliehen hatte, habe ich mich entschlossen den Rio San Juan bis nach San Juan del Norte hoch zu fahren (etwa 11 h per Boot). Vorher habe ich allerdings in El Castillo Halt gemacht, dort bin ich dann hängen geblieben, da ich mich auf Anhieb wohl fühlte. Ich habe in der Nena Lodge genächtigt, ein sehr süsses familiäres Hostel mit Familienanschluss (ca. 5 Dollar die Nacht). Im Erdgeschoss lebte die Familie mit Grossmama, die morgens das Frühstueck zubereitete, zuckersüss waren die 3 zauberhaften, kleinen Töchter.

El Castillo ist ein kleines Flussdörfchen, mit Stelzenhaussern, erstaunlich vielen Minihotels und Restaurants, die nicht sehr oft viele Gäste sehen, dafür aber erstaunlich gutes Essen haben. Mein Esshighlight in diesem friedlichen, autofreien Ort waren Spaghetti mit Flusschrimps in einer Sahnegemüsesauce im Border-Restaurant fuer etwa 7 Dollar - teuer, aber es lohnt sich!

Ich habe El Castillo als Basis genutzt und ein paar Auflüge gemacht.

Mit Tony und einem älteren Franzosen habe ich eine geführte Kanutour gemacht. Wir haben uns dafür entschieden weil auch Fischen inbegriffen war. Tja, die Tour war nicht besonders spektakulär im Vergleich zu Tortuguero in CR, dafür aber lustig und wir haben viele, viele bunte Vögel gesehen und auch ein paar Lizzards. Gefischt haben wir nicht, weil unser Guid keine Würmer gefunden hat, was mich ziemlich grrrr gemacht hat. Ich musste so lachen als wir gegen die Strömung, ganz nah am Ufer mit dichten Gras, gefahren sind. Zum einen sind dadurch ein paar grosse Spinnen im Boot gelandet, die sich bevorzugt auf meinen Beinen niederliessen, was mir echt zuwider war, jedoch dazu beitrug, dass ich nicht mehr soviel gegen Spinnen habe und zum anderen weil wir alle so k.o. vom Paddeln waren.

Eine andere Tour ging durch das Bartolureservat, der Bericht dazu findet ihr nach diesem Kapitel.

Und zu guter Letzt bin ich dann doch noch zu einer Fischertour gekommen, Natascha und ich sind mit einem Nica auf den Fluss rausgefahren zum fischen. Diesmal hatten wir genügend Würmer, die jedoch stets abgeknabbert wurden und wir bis auf zwei Minifische und einem Baumstamm leider nix gefangen haben. Unser Fischer war der Einzige, der einen grossen Fisch am Haken hatte, den hat er mir dann später geschenkt. Unser Fischer war so süss, er wollte unbedingt, dass wir auch Fischerglück haben, so dass er Krabben fangen wollte, mit denen es sich anscheinend besser fischen laesst. Dazu hat er am Ufer Insektengift ins Wasser geschüttet! Leider waren keine Krabben in der Nähe, oder vlt. auch dem Krabbengott sei dank.
Den Fisch habe ich dann der Hotelomi gegeben, mit der Bitte mir diesen zu kochen, was sie für kleines Geld gemacht hat. Der Fisch war soooooo lecker.

© S. Keller, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Der Countdown läuft! Vor einem Jahr beschloss ich nicht mehr dauernd nur vom Reisen zu reden, sondern diese auch zu machen. Damit kam ich der Erfüllung meines Lebenstraums ein Stückchen näher. Kaum dass ich den Entschluss fasste, fingen auch schon meine Knie an zu zittern. Diese zittern übrigens immer noch, reisen kann ich mit ihnen aber trotzdem:)
Details:
Aufbruch: 09.10.2008
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 20.03.2009
Reiseziele: Costa Rica
Vereinigte Staaten
Nicaragua
El Salvador
Guatemala
Mexiko
Der Autor
 
S. Keller berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.