Pippilotta und ihre Abenteuer

Reisezeit: Oktober 2008 - März 2009  |  von S. Keller

Granada

Granada fand ich anfangs zwar zum ankucken sehr, sehr reizvoll, mich haben jedoch die vielen Menschen hier genervt. Mittlerweile hab ich mich dran gewoehnt und fuehle mich richtig wohl, hab auch ein sehr gemuetliches Hostelzimmer fuer mich alleine (Hospidaje Nicarago) fuer 6 Dollar inkl. Kuechenmitbenutzung und freien Kaffee.

Ich glaube mich hat in erster Linie hier der riesige (gefuehlt) Markt total reizueberflutet, zig Ministaendchen, der eine kaum vom anderen zu unterscheiden,wo es aber echt alles gibt, unglaublich viele Menschen, Gerueche, Eindruecke - soviel, dass das normale Auge alles auf einmal gar nicht erfassen kann. Ein grosser Fehler war durch die Fleisch- und Fischabteilung zu laufen, dort liegen bergeweise Fleisch und Fisch, ohne Kuehlung mit vielen Muecken und der Geruch, der Geruch ist sooooooo eklig!!! Dadurch habe ich jetzt etwas Hemmungen Fleisch zu essen, einmal habs ich ausprobiert und heil ueberstanden.

Bisher habe ich mir hier noch nicht soviel angeschaut, war bis jetzt nur mal am See, dort ist es sehr schoen, aber auch sehr, sehr schmutzig, generell kommt mir Granada schmutziger vor als die Orte, in denen ich bisher war.

Granada erhaelt seinen Charme durch die Kolonialbauweise, ist wirklich sehr schoen anzuschauen! Ich liebe die Innengaerten!!!

Ansonsten habe ich hier die letzten Tage meinen Schmuck verkauft und sogar eine richtig teure Kette an eine Frau gebracht.

Ich werde mir auf jeden Fall noch die Laguna Apollo und Masaya anschauen. Morgen fahre ich mit Caesar, einem Artesano nach Managua, um Steine auf dem Merkato Oriental zu kaufen.

Der Kurzausflug nach Managua war sehr interessant und sehr, sehr anstrengend. Allein die Busfahrten hier sind immer schon ein kleines Abenteuer. Diesmal ging es mit einem Minibus (fuer 9 Personen) los, in den dann in Bestzeiten 16 oder mehr Menschen gequetscht sind

Der Merkato Oriental in Managua ist RIESIG, dementsprechend war ich mal wieder total reizueberflutet. Auf dem Markt kann man sich schnell verlaufen. Auffaellig war, dass der Markt viel sauberer als der in Granada war.

Auf der Fahrt, nach Managua, passiert man mehrere Vulkane, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe, der eine bei Masaya dampft noch so richtig, was mich sehr beeindruckt hat.

Ich geniesse auch jeden Tag den Blick auf den Vulkan Mombatcho, der im Hintergrund von Granada trohnt und der Stadt zusaetzlichen Charme verleiht.

Mittlerweile ist auch dass Muellproblem hier behoben. Mir kam zu Ohren, dass die Muellmaenner von der Stadt kein Geld mehr bekamen, dass das deren Geld sonstwohin floss, daher wurde hier nicht mehr sauber gemacht - verstaendlicherweise! Offenbar hatten die Stadtobersten doch ein Fuenkchen Verstand und die Zahlungen wieder aufgenommen

Ich war mittlerweile auch bei der Launa Apollo, dort habe ich einen sehr erholsamen Tag im Monkey Hut verbracht. Der Transfer und der Tageseintritt in den Monkey Hut haben 11 Dollar gemacht. Da ich keine Lust auf oeffentlichen Strand und Transport hatte, war es mir das Geld wert. Monkey Hut ist wirklich ein wunderbarer Ort zum treiben lassen, ein sehr energiegeladener Ort.

Tja und seit ein paar Tagen bin ich mal wieder erkaeltet, so dass ich mich hier erst noch auskuriere, bevor ich weiter nach Leon mache, was bedeutet, dass ich meinen Geburtstag in Granada verbringen werde. Hab schon ganz gute Plaene, wie ich ihn verbringen will

Heute habe ich mir eine Arbeitsauszeit gegoennt, da ich immer noch nicht fit bin. Dafuer hab ich mir eine Mani- und Pedikuere an einem wunderbaren Ort gegoennt, danach noch ein lecker Eis, so laesst sich das Leben aushalten

© S. Keller, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Der Countdown läuft! Vor einem Jahr beschloss ich nicht mehr dauernd nur vom Reisen zu reden, sondern diese auch zu machen. Damit kam ich der Erfüllung meines Lebenstraums ein Stückchen näher. Kaum dass ich den Entschluss fasste, fingen auch schon meine Knie an zu zittern. Diese zittern übrigens immer noch, reisen kann ich mit ihnen aber trotzdem:)
Details:
Aufbruch: 09.10.2008
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 20.03.2009
Reiseziele: Costa Rica
Vereinigte Staaten
Nicaragua
El Salvador
Guatemala
Mexiko
Der Autor
 
S. Keller berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.