Einmal über den Tellerrand und zurück

Reisezeit: Januar 2010 - Januar 2011  |  von Verena L.

Indien: Kerala Rundfahrt

Oh la la! Jetzt bin ich schon aus Indien draussen und hab's gerade mal geschafft, euch von den ersten 4 Wochen zu erzaehlen....
Asche auf mein Haupt!
Jetzt heisst's wohl in die Tasten hauen, denn in 24 Std. geht's schon in den Flieger nach Sydney. Aber immerhin hab ich hier mehr als 20cm hinterm Bildschrim Platz, die Tastatur funktionniert und ich kann Bilder hochladen!
Alles Sachen, die ich nicht mehr fuer selbstverstaendlich halte nach 3 Monaten Indien!

Na dann jetzt ganz schnell von Kerala...

Nach einer langen schaukeligen Busfahrt zurueck in die Hitze kamen wir am abend in Kochin an, einer Kuestenstadt in Kerala.
Kerala ist ein ueberwiegend christlicher Staat und angeblich koennen hier mehr als 90% der Leute lesen und schreiben.
Trotzdem sieht's hier aus wie ueberall anders in Suedindien!

In diesem Kapitel geht's also von Munnar nach Vypeen - Kochi - Alleppey - Varkala und Kumili (Perilla Wildlife Sanctuary)

In diesem Kapitel geht's also von Munnar nach Vypeen - Kochi - Alleppey - Varkala und Kumili (Perilla Wildlife Sanctuary)

Mitten auf ner riessen Kreuzung hat uns der Kondukteur "rausgeschmissen" : "here, kochin, fast, fast, out, out!!!"
Ja, danke, dass du uns das genau in DEM Moment sagst, in dem der Bus schon anhaelt um uns raus zu lassen und hinter uns 1000 Leute hupen! Wir sind ja nicht schon seit 10 Stunden unterwegs und ham dich 100x gebeten uns rechtzeitig bescheid geben... naja!

Tom und D muessen von hier aus zum Flughafen weiter und so trinken wir einen letzten gemeinsamen Chai (hab ich davon schon erzaehlt? Schwarztee mit Milch und Gewuerzen und dann pro mini Glas 1 Kilo Zuucker) und schwups sind Juerg und ich alleine in ner Rickscha auf dem Weg zum Hafen.

Da braut sich der erste Vormonsunschauer zusammen...

Da braut sich der erste Vormonsunschauer zusammen...

Wir sind auf dem Weg nach Vypeen Island, wo die beiden Spanierinnen aus Munnar schon sind....

Nach 2 Stunden Oelsardinenfeeling in nem Localbus, einer Rikschafahrt durch die pechschwarze Nacht durch's gefuehlte Nirgendwo und einem Fussmarsch, haben wir tatsaechlich ein Guesthouse (wir sind die einzigen Gaeste, da ueberhaupt keine Saison ist...), Brighton Beachhouse, Cherai Beach, 500rs.
Am Ende treffen wir auch noch die Maedels und es werden Plaene fuer die naechsten 2 Wochen geschmiedet, die wir zusammen verbringen wollen.

Die netten Jungs die auf das Resort aufgepasst haben sind uns nicht mehr von der Seite gewichen! Es ist ja uch so interessant den Touris beim Zigaretten drehen zuzuschaunen und "unauffaellig" in die Kammera zu spickeln, wenn sie ihre Bilder anschauen...

Die netten Jungs die auf das Resort aufgepasst haben sind uns nicht mehr von der Seite gewichen! Es ist ja uch so interessant den Touris beim Zigaretten drehen zuzuschaunen und "unauffaellig" in die Kammera zu spickeln, wenn sie ihre Bilder anschauen...

Endlich angekommen! Cherai Beach ist wirklich zu empfehlen, wenn man nicht in Kochin bleiben will! Es fahren sehr guenstige Faehren da hin, fuer 2 rs und man ist sehr nahe an der Stadt und trotzdem am Strand!

Wir goennen uns also einen Tag Strandurlaub und lernen unsere zwei neuen Begleiterinnen besser kennen. Maki ist Architektin und hat 4 Jahre in der Schweiz gelebt uns Arantxa lebt in Madrid und hat Social Work studiert.

Die beiden fahren vor nach Allepey, waehrend wir uns noch Fort Kochi anschauen. So kommen wir in den Luxus zum ersten Mal kein Guesthouse suchen zu muessen - ganz im Gegenteil, die beiden schicken uns sogar den Fahrer des Guesthouses zur Busstation um uns abzuholen!!!!

Aber vorher wurde sich, wie gesagt noch Fort Kochin angeschaut. Und dafuer gebe ich am besten wieder mal ein Stueck Tagebuch wieder!

Freitag, 30.04.10
Fort Kochin
Wir sind gerade hier angekommen und es ist eine andere Welt! Nicht laut, stinkt nicht und wir sind in einem wunderschoenen Cafe, in dem wir gleich fruehstuecken werden. (Teapot)
Alles hier ist angenehm! Musik, Einrichtung, Temperatur, SAUBER!
Wow! Normalerweise (in Europa) faend ich das auch schoen, aber hier ist es einfach der erste Ort, der echt nur schoen ist

TEA POT

TEA POT

Da ist eine zufrieden!

Da ist eine zufrieden!

Ja und nach einem schoenen Vormittag mit ein bisschen shoppen und bummeln durch die koloniale, tatsaechlich schoene Altstadt fuhren wir am Nachmittag den Maedels hinterher nach Allepey.
Als wir dafuer unsere Rucksaecke im Teapot abholten, kam da gerade ein Maedel raus, dass ich vonOoty wieder erkannte. Wir kamen ins Gespraech und fanden heraus, dass sie und ihr Freund den gleichen Weg wie wir hatten. Also brachen wir zusammen auf und nach 2 1/2 Stunden stehen im Bus war klar, die beiden wueden mit uns kommen!

Altstadt Fort Kochi

Altstadt Fort Kochi

Die Fischhaendler fanden mich super und wollten mir unbedingt ihren Fang zeigen und natuerlich Fotos machen!
Bahhh! Ich steh ja total auf tote Fische!!!
Zum Glueck konnte ich sie davon abbringen mir einen indie Haende druecken zu wollen!

Unser Guesthouse in Allepey war ein sehr schoenes, altes Kolonialhaus, GOWRI 700rs fuer'n 4 er Zimmer.
Nach einigen Ueberlegungen und harten Verhandungen entschieden wir uns zu sechst ein Hausboot zu mieten um die obligatorische Backwaterstour zu machen. Das heisst, man tuckert mit einem Boot durch die Kanaele zu tuckern, die dort durch Mangroven entstanden sind.
Es war ne teure Angelegenheit, 1200rs p.P. aber hat sich definitiv gelohnt!

Ich koennte mich bei solchen Sachen immer totkaufen! Ein Gewuerzstand....Man muss sich immer wieder ins Gedaechtnis rufen, dass es bei uns im Supermarkt ja ALLES gibt!

Ich koennte mich bei solchen Sachen immer totkaufen! Ein Gewuerzstand....Man muss sich immer wieder ins Gedaechtnis rufen, dass es bei uns im Supermarkt ja ALLES gibt!

Wir gingen am Morgen an Bord und hatten einen super relaxten Tag mit Kartenspielen, Musik hoeren und auf's Wasser starren. Zwischendurch wurde uns natuerlich von unserem eigenen Koch Essen zubereitet und Tee...
Die Bilder sagen hier definitiv mehr als mein Geplapper!

So sah auch unser Schiffchen aus...

So sah auch unser Schiffchen aus...

Teatime, 
Arantxa, Juerg Liz und Diarmit aus Irland

Teatime,
Arantxa, Juerg Liz und Diarmit aus Irland

Kueche gesehen auf unserem kleinen Landgang

Kueche gesehen auf unserem kleinen Landgang

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Am naechsten Morgen war dann der Luxus vorbei und wir schnappten uns den naechsten Bus nach Varkala Beach, wo wir noch ein paar letzte Strandtage in Indien verbrachten. Denn als naechstes sollte es an die Ostkuste gehen und da ist es mit schwimmen nihct weit her, wie uns die Leute berichteten die wir trafen.
Zu dreckig und zu viele starrende Inder... ;(

Die folgende Situation ist nur ein Beispiel fuer viele, viele hier. WARTEN! Ein Sehr wichtiger Bestandteil einer Indien Reise! Puenktlich geht eigentlich nie irgendetwas los und man muss mindestens eine halbe Stunde vorher da sein.

Ein Teil der Aussage: "Du kannst Indien nur geniessen, wenn du mit dem Flow gehst" bedeutet definitiv, dass man geduldig sein muss.
Sich aufzuregen weil man warten muss, bringt rein garnichts. Also kann man nur Chai trinken und lesen

Varkala Beach

Varkala Beach

Cricket ist der absolute Lieblingssport der Inder - das hatte ich glaueb ich schon mal erzaehlt... Sie spielen das echt ueberall! Hier zum Bsp. am Strand. Hab das aber auch im Kloster auf 4000 Metern gesehen!!!

Von Varkala nahmen wir unseren ersten Zug in Indien, ab sofort mein lieblings Fortbewegungsmittel hier! Keine Schlagloecher, quietschende Bremsen, tollkuehne Ueberholmanoever und Abgaswolken...Vor sich hintuckern und Fahrwind geniessen....

Hinten links seht ihr das sechste Mitglied unsrer kleinen Europagruppe, Maki

Hinten links seht ihr das sechste Mitglied unsrer kleinen Europagruppe, Maki

Natuerlich sind die Zugstrecken nur begrenzt und so ging's bald wieder in nen Schaukelbus....auf dem Weg in die Berge...

Hier habe ich wiedermal ein kleines Video hochgeladen fuer euch, dass ich an einer der 100 Busstaionen gedreht habe an denen wir angehalten haben. Uebersteht die ersten 20 Sekunden! Da bewegt sich leider noch nichts!

Hier der Link:
http://www.youtube.com/watch?v=D61qeNCpNTc

Eine zweitaegige Stippvisite in einem Nationalpark in dem anscheinend 1000 Elefanten leben und unzaehlige andere wilde Tiere nenne ich besser nur im Vorbeigehen! Sonst steigt mein Blutdruck nur wieder unnoetigerweise an!!!

Falls irgendwer den Blogg liest um seine Indienreise zu planen: NICHT IN DIE PERILLA WILDLIFE SACTUARY GEHEN!!!
Frechheitliche 1500rs p.P. duer ne Dschungelsafari haben wir hingelegt und die einzigen Tiere die wir gesehen haben waren 5 Millionen Blutegel! Nicht mal die Wanderung war's wert!
Das einzige was man den Betreibern zu Gute halten kann ist, dass sie lange Ueberstruempfe zur Verfuegung gestellt haben, damit die Blutegel nicht so leicht an das Bein ran kommen! Und lustig hat's ausgesehen!

© Verena L., 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Studium beenden ok!; Geld verdienen ok!; Zeit nehmen ok!; Neugierde und Reiselust ok! ; Alles ist abgehakt und jetzt kanns losgehen! Nach 2 kürzeren SEA-Trips habe mir diesmal richtig Zeit genommen und vor, für ein Jahr zu reisen: SEA, Indien, Australien und Südamerika stehen auf dem Plan.............
Details:
Aufbruch: 04.01.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 04.01.2011
Reiseziele: Deutschland
Thailand
Laos
Vietnam
Singapur
Malaysia
Indien
Peru
Bolivien
Brasilien
Argentinien
Neuseeland
Australien
Hongkong
Der Autor
 
Verena L. berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.