Unsere letzte Fahrt zum Mittelpunkt der Welt

Reisezeit: Juli - September 2018  |  von Christa & Rainer, die Elche

25.7,Stokkseyri

Mittwoch, 25/7
12 km

~15º, wolkig, windig, später etwas Sonnendurchbruch.

Heute ließen wir es ruhig angehen. Das Wetter hatte sich wieder verschlechtert. Wir hatten gelesen, daß es hier ein Elfenmuseum geben soll. Als wir schon den Eintritt bezahlen wollten, fragten wir nach einem Audioguide, aber die gab es nur auf isländisch und englisch. Auch die Beschriftungen seien wohl alle auf englisch. So verzichteten wir auf den Besuch. Wir schlichen weiter um das Gebäude herum und an die Pier. Hier waren Bilder von Sturmschäden ausgestellt. Beim Blick auf die Rückseite des Gebäudes fiel uns das Schild „Orgel-Schmiede“ auf. Es war die einzige Orgel-Werkstatt Íslands. Der Orgelbauer hatte seinen Beruf in Deutschland gelernt und 8 Jahre dort gelebt. Er sprach perfekt deutsch und zeigte uns die ganze Werkstatt. Das war sehr beeindruckend. Draußen am Hafen gab es einen kleinen Aussichtspunkt mit einer Windrose. Hier fanden wir weißen Íslandmohn, auch einigen gelben und orangenen.
Nicht weit entfernt war eine Fischerhütte aufgebaut zu Ehren von Þuríði Einarsdóttir. 1777 geboren, fuhr sie schon im Alter von 11 Jahren mit ihrem Vater zur See und war mit 17 Jahren schon ein erfahrener Fischer und später Vormann des Fischerbootes von Stokkseyri und Þorlákshöfn.
Dann fuhren wir noch einmal zur alten Meierei. Sie hatte einen Wasserantrieb, was wir bei der Herfahrt noch nicht entdeckt hatten. Zum Leuchtturm von 1938-39 ging ein kurzer Fußweg.
Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer Vogelbeobachtungshütte. Im Vorland tummelten sich die Seeschwalben, die wir eine Weile beobachteten. Weiter draußen schwammen viele Schwäne.
An einem weiteren kleinen Parkplatz fiel uns ein Schild auf. Es wies darauf hin, daß Lava vom größten Ausbruch nach der Eiszeit im Jahr 6700 v.u.Z. vom Hochland bis hierher geflossen und erst hier vom abkühlenden Meer gebremst worden war.
Eigentlich wollten wir noch in ein anderes Gebiet an der Ölfusá fahren. Aber bei dem Wind wollten wir dann lieber Drachen steigen lassen, zumal die große Campingwiese noch frei war. Hier sahen wir auch noch eine Austernfischerfamilie. Als wir noch die Seeschwalben am Campingplats beobachteten, kamen die Pferde an den Zaun und „verlangten“ nach Futter von der anderen Seite. Christa war begeistert.
Am Abend machte sie uns wieder das tolle blaubeermarinierte Lammfleisch, lecker!

am Hafen

am Hafen

von Stokkseyri

von Stokkseyri

ein Kunstwerk

ein Kunstwerk

Eingang zur "Orgelschmiede"

Eingang zur "Orgelschmiede"

einige Bilder von Orgeln, die der Orgelbauer für Ísland gebaut hat

einige Bilder von Orgeln, die der Orgelbauer für Ísland gebaut hat

Ísland-Mohn

Ísland-Mohn

Nachbau der alten Fischerhütte

Nachbau der alten Fischerhütte

Thymian und Labkraut

Thymian und Labkraut

der Leuchtturm Knarrarósviti

der Leuchtturm Knarrarósviti

Informationstafel beschreibt den Lavafluß 6700 v.u.Z. von der Heljargjá am Vatnajökull zum Meer hier bei Stokkseyri

Informationstafel beschreibt den Lavafluß 6700 v.u.Z. von der Heljargjá am Vatnajökull zum Meer hier bei Stokkseyri

die Reste des Lavastroms im Meer

die Reste des Lavastroms im Meer

Danke, schmeckt!

Danke, schmeckt!

unser Herz an Íslands Himmel

unser Herz an Íslands Himmel

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Íslandreise vom 02 Juli bis 01 September 2018
Details:
Aufbruch: 02.07.2018
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 01.09.2018
Reiseziele: Island
Der Autor