Wer braucht ein Ziel, um anzukommen?

Reisezeit: November 2021 - April 2022  |  von Katja Jäger

Die Zeit rennt

Senior Gladiatoren in Aktion

Senior Gladiatoren in Aktion

Die Zeit rennt....

So schnell kann eine Woche doch gar nicht vergehen. Aber so funktioniert das wohl mit der Zeit. Egal wie schön diese ist, sie vergeht einfach viel zu schnell.

Was uns allerdings bleibt sind viele interessante Eindrücke und lustige Erfahrungen die wir auf der Kreuzfahrt sammeln durften!
Soweit wir wissen, ist das Schiff überraschenderweise Coronafrei geblieben.
Wir waren nur zu 65 % ausgelastet, das merkten wir an der Qualität des Services und des Essens. Wir sind uns sicher, dass das Essen auf dieser Fahrt das Beste war.
Ausserdem gibt es keine Warteschlangen oder falsch temperiertes Essen.
Das von Bord gehen und das an Bord gehen ist total easy.
Wenn die Umstände anders wären, dann könnte man dies als die perfekte Kreuzfahrt beschreiben!

Unser Aufenthalt in Puerto Vallarta war schön, mittlerweile wissen wir, dass die Gitarre schon im Hotel wartet.

Tagsdrauf waren wir in Mazatlan, auch dort hat es uns gut gefallen. Wir sind an Land an jeder Kreuzung von ehrenamtlichen amerikansichen Rentnern empfangen worden.
Diese haben uns Touris den Weg in die Innenstadt erklärt. Begleitet wurden sie immer von einem schwer bewaffneten Polizisten. Diese haben wir generell erschreckenderweise sehr oft gesehen.
Eigendlich so, wie man man sie nur Filmen kennt: im schwarzen Kampfanzug, total vermummt und mit Maschinengewehr.
Für  uns Europäer etwas seltsam, aber wir fühlten uns nicht unsicher.
Auch nicht, als wir mal wieder in einer Markthalle gelandet sind. Etwas eklig war ( wie immer) die Frischfleischabteilung, aber andere Länder- andere Hygienevorstellungen! Ist halt so!

Abends ging es weiter nach Cabo de Sant Lucas- mit 2 Tagen Aufenthalt.
Dort kamen wir ratzifatzi mit Tenderbooten von Bord. Der Ort war leider sehr leer, obwohl neben uns ein weiteres, sehr grosses Schiff ankerte. Übernacht mussten wir wieder an Bord, wer um 18h nicht da war, durfte nicht mehr an Bord, auch nicht am 2. Tag. Wahrscheinlich auch eine Coronaregel!

Gegen 18h legte unser Boot mit einem Hornbattle zwischen den beiden Schiffen wieder ab.

Das Nachbarschiff legte Wert auf Qualität und spielte " Love boat" während unser Dampfer mehr auf Quantität aus war und wahrnsinnig furchteinflösende trööööteeeete.

Das unsinnigste, was wir erlebt haben war, dass unser Schiff die halbe Nacht im Kreis gefahren ist! Die Liegegebühren und die Tatsache, dass das Kasino nicht an Land in Betrieb genommen werden darf führte dazu, dass wir morgens um 6h ( nach einigen hundert Litern verblasenen Treibstoffes) erst wieder angelegt haben. Nachhaltigkeit ade!

Tag 2 auf Cabo war auch gleichzeitig Thorstens Geburtstag.
Die beiden frühen Vögel ( Wir!) haben sich morgens recht früh auf den Weg zu einem ( noch menschenleeren) Strand gemacht.
Bevor alle anderen von Bord waren, sind wir durch einen geheimen Geheimgang einer Hotelanlage geschlüpft und standen am kilometerlangen Standstrand von Cabo.
Da wir aber nicht auf "kilometerlang" suche, sondern  auf
"besonders schön" suche waren, starteten wir unsere Expedition Richtung Felsen.
Irgendwann sahen wir kein weiterkommen mehr, aber einen netten Mexikaner der offensichtlich ein "Stuff " von irgendetwas war. Er fragte uns, ob wir zu  Lobobeach klettern wollten. Wir wollten, obwohl wir es bis dahin noch nicht wussten!

Er meinte, wir sollen ihm einfach vorsichtig hinterher klettern, er zeigte uns, wo wir auf unsere Köpfe aufpassen sollten und wo wir am bestern die slippery Felsen anfassen- um nicht abzustürzen.  Während unserer 10 minütigen Klettertour erwähnte er immer mal wieder beiläufig, dass er uns für den Rückweg ein Motorboot rufen könnte.
Der Strand war sehr schön, bis sämtliche Spätaufsteher in Motorbooten angekarrt wurden.
Wir beschlossen den Rückweg wieder über die Klippen anzutreten, denn Motorboot kann ja jeder.
Ok, der Weg war zurück nicht grad einfacher, als der Hinweg, aber lustiger- als wir durch waren!

Den kompletten Nachmittag haben wir an Bord mit Trampolinspringen, Steilwandklettern, Schlägereien auf einem Schwebebanken mit riesen Pümplen verbracht.
Also eigentlich waren es nur 60 Minuten, aber gefühlt haben wir uns wie nach stundenlangen Gladiatorenkämpfen!
Unhalublich!

Den Abend haben wir ziemlich platt beim Showcooking genossen. Ein sehr lustiger und ziemlich schief -aber laut- singender Thai-Koch hat uns quer durch seine Küche gebruzzelt. Unser Highlight war frischer Thunfisch on the rocks und ein butterweiches Filet Mignon.

Allerdings konnte das leckere Essen auch nicht von der Tatsache ablenken, dass uns sämtliche Knochen von unserem hyperaktiven Tag weh getan haben.
Abgesehen von Abschürfungen und blauen Kniescheiben geht es uns aber wieder gut.
( HEUTE- 2 Tage später!!!)

Heute morgen haben wir planmäßig unser schwimmendes Zuhause in Los Angeles verlassen, hatten eine lustigen Uber Fahrer, dessen Familie in Ripoll ( bei uns in Spanien) lebt,  haben 4 Stunden am Flughafen verbracht und sassen dann schon wieder im Flieger nach Puerto Vallarta.

Und genau da sind wir jetzt...für 2 Tage haben wir in das bereist vor einpaar Tagen besuchte mini Hotel eingecheckt. Waschmaschine und Klimaanlage laufen auf Hochtouren.
Die Gitarre ist noch bei der Zahnspangen Nachbarin im Haus... morgen holen wir diese dann ab, so der Gitarrengott es will!!
Um das Wetter brauchen wir uns die nächsten Tage wohl keine Gedanken machen...waaaaaaarm,  25 Grad.

Soooooo, wir zappen uns jetzt noch ein bisschen durch mexikanische Telenovelas, Mariachis und Doctore House ( wo es anscheinend nur eine Synchronstimme für alle Schauspieler gibt) und warten ab, ob um 24h tatsächlich wie im Programm angekündigt, die Nationalhymne gespielt wird!

Das wäre doch auch mal etwas für das deutsche Fernsehen oder? Ein kleines bisschen mehr Nationalstolz stände uns doch auch mal wieder ganz gut.

Vielleicht nicht so sehr, wie bei den bekloppten Amis...Wir hatten auf dem Schiff eine Bar zu eheren der Soldaten!!! Mit aufwendig inszenierten Fotos der heldenhaften Heimkehrer beim ersten Zusammentreffen mit der Familie, Orden, Flaggen und anderen Relikten der Navy und Co.
2 mal wurden sogar Veteranentreffen abgehalten.
Das war genau so witzig für uns wie Singletreffen,  Olditreffen, LGBT Meetings....jedes Töpfchen hat sein Deckelchen finden können. Vielleicht nicht nur für die Kreuzfahrt, sondern auch fürs Leben!

An lustigen Menchen hat es auf jeden Fall nicht gefehlt.
Um diese irgendwie auseinander halten zu können, haben wir Pseudonyme verteilt. Erklärungen sind wahrscheinlich nicht nötig, wenn man etwas die Fantasie anstrengt.

- Frau Auschnitt
- Das Cowboy und Indianer Paar
- Discokugelpopöchen
-Die Schilddrüsenkranke
( Ach neeeee, doch eher 3x Käsesandwich mit Ketchup )
- Das rassierte Ei ( viel Spaß beim Kopfkino)
- der Arsch-Implantatler

Mit diesen Gedanken wünschen wir euch eine GUTE NACHT
Hasta  la proxima

Shooooopping

Shooooopping

© Katja Jäger, 2021
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Die Reise
 
Worum geht's?:
USA wir kommen, aber nicht um zu bleiben! Am 8.11. 21 gehts los, die Heimkehr ist noch ungewiss, aaaaaber vor Ostern ( jaja: 2022)
Details:
Aufbruch: 08.11.2021
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 18.04.2022
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Katja Jäger berichtet seit 30 Monaten auf umdiewelt.
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