Wer braucht ein Ziel, um anzukommen?

Reisezeit: November 2021 - April 2022  |  von Katja Jäger

Der Kelch, grüne Lagune und kleine Helden

Der Kelch, die blaue Lagune und kleine Helden

Sooooo, da sind wir wieder....die letzten Tage haben wir es etwas ruhiger angehen müssen.
Der Kelch ging letztendlich leider nicht an uns vorbei. Wir waren beide mit Corona inviziert.
Glücklicherweise hatten wir einen sehr milden Verlauf mit Kratzen im Hals, etwas Fieber und solchen nervigen Symptomen.
Unsere mitgebrachten Tests haben es uns bestätigt.
Es war keine sehr grosse Überraschung. Eher ärgerlich!! Wir haben so doll aufgepasst, mehr konnten WIR nicht tun. Aber gut, das denken wohl wir alle, die sich an die einfachen Regeln halten und trotzdem infiziert wurden.
Egal, willkommen im Club, weiter geht's!

Die letzten Tagen waren wir demnach noch mehr alleine als wir es eh schon vorher waren.
Quasi Quarantäne- ohne Quarantäne!
In unseren ausgesuchten Hotels hatten wir keine Kontakt zu anderen Gästen oder zum Personal.
Aber dafür hatten wir echt schöne Unterkünfte!

Unsere vorletzte Unterkunft war eine Palapa, also ein Haus mit Palmendach, sehr offen gestaltet, aber ohne Glasfenster.
Fenster werden total überbewertet!

Wir hatten weder Mücken, noch anderes kleines Ungeziefer oder riesen Leguane im Zimmer.
Aber in den Bäumen davor, D A C K E L G R O S S !!!

Danach sind wir zu einer komplett andere Art von Unterkunft gelaufen....ein Condo!
Quasi eine Hotel mit Eigentumswohnung die alle Meerblick hatten.
Wir hatten eine riesige menschenleere invinity Poollandschaft direkt am Strand und einen Webergrill auf dem Balkon.
Den haben wir allerdings nicht genutzt, da ein leckeres Restaurant am Pool war.

Dort haben wir mal wieder etwas neues probieren können. Aquachile Verde.

Eine Art Cheviche die wir aus Costa Rica kennen, aber scharf.
Also rohe Gambas und anderes Tier aus dem Meer, Limette, rote Zwiebeln, grüne Chilis und Salatgurke. Extrem lecker. Uns glühte ganz schön die Birne, obwohl dies die mildeste Variante war!!

Gestern haben wir unser vorletztes Hotel direkt in Puerto Vallarta bezogen. Die nächsten Tage wohnen wir in einem seit 40 Jahren familiengeführten, kleinen all in Hotel.
Es gibt eine Poolbar mit Snacks,  ein Buffett Restaurant und ein mini a la carte Restaurant. Keine super lustigen Animateure, keine Folklore Abende und keinen Lambda als Clubtanz.
Der Pool glich bei unserer Ankunft einer grünen Lagune. Es hat hier wohl kurz sehr stark geregnet. Die Poolbar ist ebenfalls eine Palapa...der gesamte Schmotter vom Palmdach ist in den Pool gelaufen und so kippte das Wasser um.
Der Chef sah wohl, dass wir uns fragten, ob das grüne Wasser wohl gewollt sein mag und erklärte uns, dass in wenigen Stunden das Wasser wieder völlig io wäre.
Er hatte Recht. Vom Balkon aus konnten wir im Stunden Tackt sehen, wie der Tümpel wieder zu einem Frischwasserpool  mutierte!

Heute Morgen war er ( optisch) eine Thermalquelle und alle waren happy!

Nach den Tagen der Isolation haben wir uns heute morgen  mal kurz in die City gewagt. Bewaffnet mit Gel (viel Gel) und hermetisch abgeschlossenen Masken.

Es waren spürbar weniger Menschen unterwegs, als noch vor 3 Wochen.
Auch hier ist jetzt Nebensaison bis Ostern. Angenehm!
Auf Anhieb haben wir Katjas " Rolling Stones " Lederladen gefunden und auch Ihre Cowboystiefel die sage und schreibe 3 Wochen an der selben Stelle auf Sie gewartet haben.

Jetzt haben sie ein neues Zuhause und Katja freut sich.

Aber noch viel mehr happy sind wir seit ein paar Minuten.
Wir waren eigentlich nur kurz an Strand um die Sonne zu verabschieden, als wir sahen, dass einige ältere Urlauber sich am Ufer versammelten.
Wie wir alle wissen, wenn sich eine Gnuherde versammelt, dann gibt es entweder etwas umsonst oder gutes Essen!

Katja fragte daher eine Gnufrau was denn in diesem Fall der Grund wäre und bekam die Antwort, daß gleich Schildkröten frei gelassen werden.
Wie geil ist das denn?

Wie uns der nette Mann der Schildkrötenrettungsstation erklärte, wären vor ein paar Stunden 348 Schildkröten geschlüpft. Sobald die Sonne am untergehen ist werden sie am Strand ausgesetzt und müssen ihren ersten Weg ins Meer alleine antreten. Wir müssten warten bis die Pelikane aufgrund der untergehenden Sonne verschwinden und dann werden die kleinen Helden am Strand verteilt. Wir sollen bitte ausserhalb der Absperrung bleiben und uns um himmelswillen nicht bewegen, wenn die Wellen wieder die kleinen an Land würfeln.

Welch ein Spektakulum....Einige waren so blitzschnell auf dem Sand unterwegs, als hätten sie die Tage im Ei rückwärts gezählt.
Andere waren mehr so vom Team Schlafmütze, aber alle haben es letztendlich unbeschadet ins grosse, weite Meer geschafft. Leider werden nur etwa nur 3 bis 4 dieser Gruppe überleben.

Einmal war das gekreische in unserer Fankurve ziemlich gross, da ein grosser Schwung Schildis mit einer heftigen Welle zurück transportiert wurde.
Alle Zuschauer schrien wie bei einem Hexenschwur...nicht bewegen, nicht bewegen, nicht bewegen!

Wieder einmal ein tolles Erlebnis, welches man vielleicht einmal erlebt....wenn man der Gnuherde folgt.

Bis 28. lassen wir es weiter ruhig angehen und hoffen, dass wir abends mit 2 negativen Test aus dem Testzentrum raus kommen. Ansonsten haben wir ganz viel lautes Klimper-Klimper auf der falschen Seite der Urlaubskasse, da wir verlängern müssen!!!!

Aber jetzt denken wir lieber an die kleinen mini Helden die bestimmt schon ganz weit draussen im Pazifik ihre Abenteuer erleben!

© Katja Jäger, 2021
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Die Reise
 
Worum geht's?:
USA wir kommen, aber nicht um zu bleiben! Am 8.11. 21 gehts los, die Heimkehr ist noch ungewiss, aaaaaber vor Ostern ( jaja: 2022)
Details:
Aufbruch: 08.11.2021
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 18.04.2022
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Katja Jäger berichtet seit 30 Monaten auf umdiewelt.
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