Drachenjäger unterwegs in Indonesien und Malaysia

Reisezeit: Juli / August 2013  |  von Thalia&Christine R

13.Juli 2013:Insel Java:Itjen-Insel Bali

Nicht zu fassen , jetzt sitzen wir auf der Fähre nach Bali und sie schaukelt ganz schön.
Manchmal sind wir selber ganz überrascht wie das alles klappt. Aber es klappt immer wieder.
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Heute morgen kam unser Van nicht-der Fahrer des anderen Vans hatte die Telefonnummer von unserem Fahrer nicht-er konnte nur in dem anderen Hotel anrufen-dort war keiner mehr.
Aber kein Problem, es wurde wieder zusammengerückt und wir fuhren mit dem anderen Bus endlich u m 4.30 Uhr los..
Auch hier wieder bekannte Gesichter-leider wieder keine Deutschen, sondern Franzosen und französisch sprechende Schweizer-ja, die gibt es auch.

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Wir fuhren etwa 1 Stunde und wurden dann rausgelassen.
Wann wir wieder zurück sein sollen?
Egal, 8 oder 9 Uhr...
Ein steiler Aufstieg von 1,5 Stunden begann. WIRKLICH hart und steil!
Sofort empfing uns ein leichter Schwefelgeruch, der mit der Zeit immer stärker wurde.
Wir 6 hatten alle zu kämpfen-unterwegs begleiteten uns immer wieder Arbeiter die mit den leeren Schultertragen auf dem Weg nach oben waren. Die mit dicken Schwefelklötzen schwer beladenen kamen uns immer wieder entgegen.
Es ist unfassbar was diese zarten, aber muskulösen Menschen schleppten.
Aber das ganze Ausmaß dieser Tortur wurde uns erst später bewusst. Während wir stöhnten und ächzten waren sie immer gut gelaunt. Fragten uns woher wir kommen und wollten uns Schwefelsouvenirs verkaufen. Sie waren niemals aufdringlich!

Frühmorgens um 5 Uhr beginnt der Aufstieg..

Frühmorgens um 5 Uhr beginnt der Aufstieg..

Hier ist einer der mit der schweren Last herunterkommt, dahinter einer der mit den leeren Körben wieder zurück geht

Hier ist einer der mit der schweren Last herunterkommt, dahinter einer der mit den leeren Körben wieder zurück geht

Zwischenstation für die Arbeiter und für die Touris

Zwischenstation für die Arbeiter und für die Touris

...fast geschafft...

...fast geschafft...

Überall sieht man verkohlte Baumreste.

Überall sieht man verkohlte Baumreste.

Oben angekommen, hatten wir wieder einen wundervollen Ausblick auf den Krater, den See und die Schwefelquellen.
Aber es sollte noch weitergehen. Während die beiden Männer aus unserem Bus sich sofort an den Abstieg zu den Quellen machten, zögerten wir Frauen noch.
Thalia und ich wollten eigentlich runter. Mir machte der steile, ungesicherte Abstieg schon etwas Angst. Aber die Neugier siegte.Nach einigem Zögern wollte die ältere Französin mit uns den Abstieg wagen. Wir vertrauten unseren Rucksack der Schweizerin an und machten uns auf den Weg.
Sofort hatten wir indonesische Begleiter, die uns älteren Damen gut halfen. Immer wieder mußten wir innehalten um die Arbeiter mit ihrer schweren Last vorbeizulassen.
Es ist unglaublich was diese Menschen leisten. Ich habe gefragt, jeder Korb ist mit ca 40 kg Schwefel gefüllt, d.h. sie schleppen 80kg den ca 6km langen Weg runter, die steilen Abgrund hoch und das Ganze etwa 10x am Tag! Die dicken Brocken müssen sie aber vorher noch unter schwersten Bedingungen aus dem Krater brechen.

Ich schaffte es nicht bis ganz nach unten, einfach zu steil. Thalia ist der bessere Kletterer.
Sie ging mit dem Jungen runter und schaute sich den Abbau des Schwefels an.
Irgendwann haben wir auch die anderen jungen Leute aus unserem richtigen Bus wiedergesehen.

...es riecht nach Schwefel...

...es riecht nach Schwefel...

...geschafft....

...geschafft....

Da unten brodelt es..

Da unten brodelt es..

..diesen steilen Weg müssen sie mit der schweren Last hochklettern..

..diesen steilen Weg müssen sie mit der schweren Last hochklettern..

Ganz unten. Natürlich nur mit Jacke vor dem Muns und günstigen Windstand

Ganz unten. Natürlich nur mit Jacke vor dem Muns und günstigen Windstand

Der Rückweg war etwas leichter.
Wir setzten uns nun in den richtigen Bus und fuhren zum Hafen. Von hier "schaufelte" man uns in einen vollbesetzten lokal-bus der direkt auf die Fähre fuhr.

..unterwegs eine Kaffeeplantage..

..unterwegs eine Kaffeeplantage..

..die Böhnchen...

..die Böhnchen...

Unglaublicher Ablauf: Diese gesamte Tour, die wir in der Nacht-Aktion in Probolinggo gekauft haben, dafür haben wir umgerechnet 60 Euro p.P.bezahlt. Dafür hatten wir alle Busfahrten, die Übernachtungen, die Touren zu den beiden Vulkanen und die Fähre nach Bali inklusive. Wir wurden von einem Fahrzeug ins nächste geschoben-bzw weitergereicht. Dieser kleine Zettel, welcher als Quittung galt ging durch unzählige Hände über sooo viele Kilometer—ich weiß nicht wie diese Kette verbunden ist und wie die Leute von unseren 60 Euro ihren Anteil abbekommen—aber es klappt. Wir haben alles bekommen was uns versprochen wurde.

Auf der Fähre sitzen wir nun, noch nach Schwefel stinkend und in unseren dicken Jeans und Turnschuhen im knalligsten Sonnenschein, natürlich ganz oben auf dem Sonnendeck...

Zwei Jungs, ca 8-10 Jahre alt, sind auf die Fähre gesprungen und schnorren Zigaretten von den Touris.
Stolz rauchen schlendern sie über das Deck und als die Fähre ablegt springen sie schnell über Bord ins Wasser.
Nach Ankunft auf Bali heißt unser Ziel:
Pemuteran-hier gibt es schöne Tauchstationen..)

Dieser lokal-bus fährt uns vom Hafen nach Pemuteran, die Rucksäcke werden auf dem Busdach festgebunden

Dieser lokal-bus fährt uns vom Hafen nach Pemuteran, die Rucksäcke werden auf dem Busdach festgebunden

...am Strand von Pemuteran.

...am Strand von Pemuteran.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Als junges Mädel war ich begeisterter "Sandokan" Fan-keine Folge habe ich ausgelassen--jetzt werde ich das Land sehen-Malaysia! Und als Highlight: Komodo. Als ich eine Doku über die Komodos und den dort lebenden Waranen sah, wußte ich: da will ich einmal hin!Nun wird es wahr:Wieder nach der Devise: Reisen mit den Einheimischen und keine Touri-Hotels, lieber Familienpensionen und home-stay.
Details:
Aufbruch: 06.07.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 05.08.2013
Reiseziele: Malaysia
Indonesien
Singapur
Vereinigte Arabische Emirate
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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