Dachzelt-Tour Frankreich/Spanien/Portugal - ohne Gewähr

Reisezeit: August / September 2018  |  von Birgit H.

28.08.: Peniche - Lissabon

alles vorbereiten zur Abfahrt - schmutzige Füße draußen lassen ...

alles vorbereiten zur Abfahrt - schmutzige Füße draußen lassen ...

Wäschetrocknung während der Fahrt mit Lüftung und Klimaanlage

Wäschetrocknung während der Fahrt mit Lüftung und Klimaanlage

Peniche - zwar im Nebel, aber trotzdem eine sehr beeindruckende Küste

Peniche - zwar im Nebel, aber trotzdem eine sehr beeindruckende Küste

Ingo will hoch hinaus

Ingo will hoch hinaus

im Herbst wird es wohl gefährlich nass hier....

im Herbst wird es wohl gefährlich nass hier....

da könnte ich stundenlang NUR SCHAUEN

da könnte ich stundenlang NUR SCHAUEN

Kaffeepause mit getrockneten Feigen und Gebäck, das wir vor Ort kaufen

Kaffeepause mit getrockneten Feigen und Gebäck, das wir vor Ort kaufen

jeder sucht nach den abenteuerlichsten Foto-Perspektiven

jeder sucht nach den abenteuerlichsten Foto-Perspektiven

Nazaré - Peniche - Lissabon
Start: 10:30 h
Ankunft: 17:00 h
(Ortszeit)
Tages-Kilometer: 180
Gesamt-Kilometer: 2.683

Übernachtung:
Campingplatz Parque Campismo INATEL:
9,20 € inkl. Strom

Aufwachen in Nazaré im Nebel - alles ist klatschnass: die Stühle, die Wäsche, das riesige Hippietuch, das Vorzelt von Ingo...

Wir verpacken alles... in Plastiktaschen und -tüten. Die Wäschekleinteile (Socken, Slips) hänge ich im Auto auf und trockne per Lüftung und Klimaanlage während der Fahrt - wäre ich bis Gibraltar gefahren, hätte ich vielleicht alles trocken bekommen

Wir steuern Peniche an. Wieder zieht sich die Fahrt in die Länge. Es ist grau, bewölkt, Nieselregen.

Peniche (portugiesische Aussprache: [pɨˈniʃ]) ist eine am Atlantik gelegene portugiesische Stadt in der Unterregion Oeste der Region Centro und der historischen Provinz Estremadura, die sowohl durch die vorgelagerte Inselgruppe der Berlengas als auch die zum Surfen geeigneten Wellen des Atlantiks touristische Bedeutung hat. Sie ist Portugals zweitgrößter Umschlagplatz für Sardinen.
(Quelle: Wikipedia)

Hier machen wir viele Fotos, kaufen uns örtliche Süßigkeiten und legen eine Kaffeepause ein (den können wir uns ja selber machen ) mit Blick auf die beeindruckende Küste.

Danach geht es weiter - Richtung Lissabon. Aber Ingo möchte vorher noch seine Sammlung an Hardrock-Café-Shirts erweitern.

Ich fragte ihn (weil ich einen Horror vor Autofahrten in Großstädten habe), ob es dort Parkplätze gebe, wie man dort hinkommt etc. Ingo meinte: alles kein Problem, er habe die Adresse, er sei schon mal dort gewesen, Parkplätze direkt an der Straße vorhanden....

Ich vertraue - das letzte Mal - auf Versprechungen eines Mannes

Je mehr wir in die Stadt eintauchen, um so schwieriger wird es für mich, überhaupt hinter Ingo zu bleiben. Viele Spuren, Ampeln, Kreisverkehre, die Ansage meines Navis, das immer wieder andere Ansagen macht, als Ingo fährt...

Nachdem ich bereits 4 bis 5 Verkehrsünden begangen habe, klatschnass geschwitzt bin und mich die Panik zu überwältigen droht, als hinter mir laut gehupt wird und ich im Rückspiegel auch noch irgendwelche Blaulichter sehe. Ich frage mich, ob es lediglich eine teure Stadtfahrt wird, oder ob ich keinen Campingplatz mehr brauche, sondern die nächsten Tage in einer portugiesischen Zelle verbringen werde

Am nächstmöglichen Platz, wo ich niemanden blockiere, bleibe ich stehen: WARNBLINKANLAGE AN und SMS an Ingo: "hol' Dein T-Shirt, ich klinke mich aus, suche den Campingplatz."

Später erzählt Ingo mir dann, dass da überhaupt keine Parkplätze frei waren, er hätte im Halteverbot geparkt (also auch mindestens 1 Verkehrssünde begangen ) und wäre nur in das Hardrock-Café gerannt und hätte sein Shirt gekauft. Vermutlich war er bei seinem letzten Besuch an einem autofreien Sonntag da oder um Mitternacht

Ich hatte zwar in Erwägung gezogen, Lissabon anzuschauen, aber garantiert nicht mit dem eigenen Fahrzeug - und nun interessiert mich gar nichts mehr. Werde mir zuhause Lissabon in Ruhe im Internet anschauen

Meine Schnappatmung beruhigt sich das erste Mal wieder, als es mir gelingt, aus dem Verkehrsgetümmel heraus zu finden und auf einer ruhigeren Straße im Süden zu landen, die zu ein paar Campingplätzen führt.

Wir haben uns per google denjenigen ausgesucht, der am nächsten am Wasser liegt.

Ist auch so, aber hinter einem Deich

Das Gelände ist riesig, vermüllt, verwahrlost - was kaputt ist, ist kaputt und verfällt so vor sich hin.

Mir alles egal - ich kann nicht mehr...

Ingo wirkt unentschlossen. Und jetzt hängt das erste Mal der "Camper-Segen schief" ("Haussegen" ist hier ja das falsche Wort).

Letztlich bleiben wir dann hier. Dank Wind schaffen wir es auch die Wäsche und Stühle sowie Vorzelt zu trocknen.

Alles hat sich derart in die Länge gezogen, dass wir keine Energie mehr finden, den Sonnenuntergang am Meer anzusehen.

Es folgt eine stürmische Nacht (was bei mir für weeeeenig SSchlaf sorgt)

erster Blick auf Lissabon - die Ruhe vor dem Sturm :-/

erster Blick auf Lissabon - die Ruhe vor dem Sturm :-/

ooh Graus ... große Stadt in Sicht :-/

ooh Graus ... große Stadt in Sicht :-/

die letzten Fahrtaufnahmen, bevor das Chaos mich komplett im Griff hat

die letzten Fahrtaufnahmen, bevor das Chaos mich komplett im Griff hat

Der "Müllplatz"

Der "Müllplatz"

Anflüge auf Lissabon im Sichtfeld

Anflüge auf Lissabon im Sichtfeld

© Birgit H., 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
4 Wochen Urlaub stehen mir zur Verfügung. Meine Idee ist, soweit es eben klappt, möglichst in Küstennähe Frankreich/Spanien/Portugal abzufahren. Wo ich letztlich wie lange bleibe, wie weit ich dann wirklich fahre, das wird sich alles während der Reise entscheiden – so bleibt mir das, was ich an Fahrten mit meinem Kombi und Dachzelt so schätze: FREIHEIT.
Details:
Aufbruch: 15.08.2018
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 14.09.2018
Reiseziele: Frankreich
Spanien
Portugal
Der Autor
 
Birgit H. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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