Rezzo East of Bali - bei Drachen und Walfaengern! Indonesien 1994

Reisezeit: August - Oktober 1994  |  von Ralph Granzow

Sumbawa: Eine Bretterbude als Werkstatt

Bevor uns der Wecker um 5 Uhr wecken soll, erledigt das der Muezzin fuer uns (allerdings bereits um 4 Uhr...grrr). Wenigstens haben mich die Moskitos in Ruhe gelassen.

Wir verabschieden uns von den beiden und gehen dann wieder schlafen. Wir checken aus, unser neues Heim heisst Taydeer (?) und kostet nur 10,000R. Danach mieten wir uns ein Moped fuer 15,000R im Hotel Dewi. Frank hat anfangs Probleme mit der Karre, so dass ich erstmal fahre. Beim Tanken versuchen wir die Karre ohne Schluessel anzumachen...jaaa das klappt natuerlich nicht...nach ner Zeit und einiger Verwunderung faellt uns das auch auf! So geht's gut gelaunt Richtung Batu Tering...wie fragen ab und zu nach dem Weg, ist aber eigentlich einfach zu finden. Die Strassen anfangs noch gut ausgebaut, werden bald zu Holperstrecken.

In Batu Tering fahren wir zum Kepala Desa, tragen uns in ein Buch ein (duerfen dafuer 1,000R zahlen) und besorgen uns nen Guide mit Taschenlampe fuer 5,000R. Den Weg zur Hoehle muessen wir allerdings laufen, da kommt man nicht mal mit nem Moped hin. Mal wieder nicht richtig nachgedacht...wir haben nix zu trinken dabei und es ist schweineheiss...schwitzend erreichen wir dann unser Ziel. Witzig hierbei mal wieder: Wir laufen in Turnschuhen ueber spitze Steine, einer unserer Guides ist barfuss und rennt uns fast davon!!!
In der Hoehle selber herrscht ein SEHR hohe Luftfeuchtigkeit, ich schwitze dadurch noch mehr (falls das moeglich ist). Unsere Guides zeigen uns einige schoene Stellen und erzaehlen uns u.a. das die Hoehle als Versteck waehrend des 2. Weltkrieges benutzt wurde, um sich vor den Japanern zu verstecken.

Auf dem Rueckweg kann ich nur an Wasser denken...im Dorf angekommen, kaufe ich mir ne grosse Wasserflasche und leere die ziemlich schnell!! Das tut gut!!!
Wir rauschen mit unserem Moped zurueck...kommen allerdings nicht sehr weit, denn ploetzlich eiern wir rum...wir haben einen Platten (kein Wunder bei der Holperstrecke!

Ich steige ab, Frank faehrt mit dem Moped langsam weiter. Aber kein Problem, werde gleich von einem Truck ins naechste Dort mitgenommen. Dort warte ich auf ihn, finden aber keine Reperaturwerkstatt. Also fahren/laufen wir weiter und nach einer Bruecke finden wir einen...naja Bretterverschlag, das als Werkstatt dient. Der richtige Mann ist vor Ort, versucht den Schlauch zu flicken, aber der ist ziemlich im Eimer, so dass wir schlussendlich einen neuen fuer 6.500R kaufen. Natuerlich geht das hier alles im Schneckentempo....pelan pelan...und wir sind natuerlich die Attraktion im Dorf...Kinder und Aeltere schauen vorbei und bestaunen uns...so kommts mir zumindest vor....ist auf jedenfall eine angenehme Atmosphaere. Nach 2 Std ist der Reifen geflickt, der gute Mann will 5,000R, ich gebe ihm 3.600R und ne Zigi, damit ist er total zufrieden!

Zurueck in S. Besar trinken wir erst was und geben unser Moped zurueck. Wir bestehen darauf nur 5,000R statt 15,000R zu zahlen, da ja die Reparatur 10,000R gekostet hat. Mister Han (der Mopedbesitzer) ist einverstanden! Doch der Tag findet damit noch kein Happy End:
Wir kommen zum Losmen zurueck, wir wollen unseren Schluessel, leider wird der nicht gefunden...es stellt sich heraus, dass er in einem Zimmer liegt, wo die Jungs von der Rezeption nicht reinkommen. Derjenige mit dem Schluessel ist nicht da...also warten...ziemlich kaputt und SEHR uebelriechend nach unserem schweisstreibenden Ausflug. Da wir Hunger verspueren, ziehen wir in ein Rumah Makan und essen ne Nudelsuppe. Zurueck im Losmen...immer noch kein Schluessel. Langsam ziemlich frustriert gehen wir zu Iyat's Haus (der Guide), der ist aber auch nicht da, kommt aber nach 15 Minuten. Er geht mit uns ins Losmen und ueberzeugt die Jungs, unsere Tuer aufzubrechen. Die Jungs brechen also die Tuer auf und wer kommt eine Minute spaeter um die Ecke...genau der Schluesselmann! That's life!!!
Endlich "mandieren" (duschen die indonesische Art...man nehme ne Kelle Wasser und giesst sich diese ueber die Birne). Ist wirklich erfrischend!

© Ralph Granzow, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Indonesien hat es mir einfach angetan. Ich will noch mehr von diesem aufregenden Land erkunden. Mein Ziel: Die Inseln oestlich von Bali, weit ab vom Touristenstrom... Einige Abenteuer sollten uns erwarten, u.a. eine Vulkanbesteigung auf Flores, im Angesicht von Drachen und auf der Jagd mit traditionellen Walfaengern...und noch vieles mehr... Unglaublich schoene Dinge waren zu bestaunen, aber auch schreckliches sollte uns widerfahren. Lest doch selbst:
Details:
Aufbruch: August 1994
Dauer: circa 9 Wochen
Heimkehr: Oktober 1994
Reiseziele: Indonesien
Thailand
Der Autor
 
Ralph Granzow berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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