Rezzo East of Bali - bei Drachen und Walfaengern! Indonesien 1994

Reisezeit: August - Oktober 1994  |  von Ralph Granzow

Lomblen (Lembata): Bootsfahrt nach Lamalera

Ich stehe frueh auf, treffe drei deutsche mit denen ich mich ueber ihren russland trip unterhalte. Gegen 7.30 uhr bin ich bereits am hafen, um ein boot zu finden, welches mich zu meinem bestimmungsort bringen soll.
Ich habe glueck, ich finde nicht nur ein boot, sondern laufe auch guru ben ueber den weg, der in seinem dorf zimmer vermietet. Da muss ich mir also auch keine gedanken ueber eine uebernachtung machen. Auch gut!
2 std spaeter gehts los...zu erst sitzen alle unter dem sonnendach im schatten, mir wirds aber irgendwie zu eng, und setze mich vorne hin...in die sonne. Nach dem ersten stop wirds richtig gut voll...aber ich liege gemuetlich vorne und doese vor mich hin. Herrlich!

Ploetzlich grosse aufregung an bord...man hat wohl einen grossen fisch an der angel...zumindest an der leine, denn waehrend der fahrt haben sie eine leine ins wasser geworfen.

Wie immer in ids, wenn es was zu sehen gibt, sind alle dabei....man zieht einen gut 1,50m grossen fisch raus, meines erachtens ein barrakuda mit sehr gefaehrlich aussehenden, spitzen zaehnen.

Spaeter wird noch ein weiterer etwas kleinerer fisch gefangen. Nach einer weile habe ich das gefuehl in eine neue welt einzutauchen. Bei jedem halt, kommen kleine anlegerboote angepaddelt und laden die leute von unserem in ihr boot und paddeln sie an land. Da gibts naemlich nirgends ein kai, wo unser boot anlegen koennte. Man hat wirklich das gefuehl, 100 jahre in die vergangenheit gereist zu sein...bis auf unseren motor hoert man eigentlich nichts.

Witzig auch: nicht nur menschen werden ans ufer gebracht, sondern auch moebel...ein typ hat mehrere moebelstuecke gekauft, die nun auf das winzige auslegerboot gelegt werden, es gibt keine moeglichkeit die moebel irgendwie zu sichern, man verlaesst sich einfach auf das geschick des ruderers.
Es sind nicht sehr grosse wellen, aber immer hin gross genug, das kleine boot bedenklich wackeln lassen.. Ich bin sehr ueberrascht, dass das ohne zwischenfall ueber die buehne geht.

Nach knapp 6 std gemuetlicher fahrt erreichen wir eine schnuckelige bucht. Auch ich muss nun in eine nussschale umsteigen und hoffen, dass die brandung das kleine boot nicht zum kentern bringen wird.

Wir haben glueck, trocken erreiche ich das ufer , wo ich mit guru ben und seinem sohn zu seinem haus, welches am berg liegt, gehen. Das dorf ist mir gleich sympatisch...es gibt keine autos und sonstige verkehrsmittel, alles laeuft hier ruhig und gelassen ab.

Das losmen von guru ben ist eigentlich ein normales haus, wo er mit seiner familie wohnt, und ein paar zimmer (es waren 2-3) die er an traveller vermietet. Ich treffe auf ulrik, einen daenen, der auch dort wohnt. Wir essen abends zusammen und quatschen ueber unserer urlaubserlebnisse.

Das zimmer ist einfach aber sauber, ueber dem bett ist eine art gardine gelegt, die als moskitonetz dient.
Es ist ein wenig warm, da kein fan vorhanden, aber ok. Das bad ist ausserhalb aber auch in Ordnung. Ich weiss nicht mehr was ich bezahlt habe, aber es war billig und drei mahlzeiten waren inkludiert

am Hafen

am Hafen

ein Fisch an der Leine und alle muessen sich das anschauen, ich inklusive!

ein Fisch an der Leine und alle muessen sich das anschauen, ich inklusive!

2 Passagiere

2 Passagiere

Motor...brauch me net!

Motor...brauch me net!

...paddel paddel...

...paddel paddel...

Ankunft im Dorf der Walfaenger

Ankunft im Dorf der Walfaenger

und das Boot zieht weiter

und das Boot zieht weiter

© Ralph Granzow, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Indonesien hat es mir einfach angetan. Ich will noch mehr von diesem aufregenden Land erkunden. Mein Ziel: Die Inseln oestlich von Bali, weit ab vom Touristenstrom... Einige Abenteuer sollten uns erwarten, u.a. eine Vulkanbesteigung auf Flores, im Angesicht von Drachen und auf der Jagd mit traditionellen Walfaengern...und noch vieles mehr... Unglaublich schoene Dinge waren zu bestaunen, aber auch schreckliches sollte uns widerfahren. Lest doch selbst:
Details:
Aufbruch: August 1994
Dauer: circa 9 Wochen
Heimkehr: Oktober 1994
Reiseziele: Indonesien
Thailand
Der Autor
 
Ralph Granzow berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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