USA - 33 Tage und 3300 Meilen durch den Südwesten

Reisezeit: April / Mai 2013  |  von Josef Tautscher

Sequoia NP - Visalia 23. Mai

Um 7 Uhr machte ich Tagwache, trotz langem Gesicht. Das Frühstück nahmen wir im Hotel ein, war inklusive.

Aufbruch auf dem HW 140 Richtung Merced, dann durch das Navi einige Kilometer durch das Hinterland gelotst, erreichten wir auf dem HW 99 Fresno. Hier wechselten wir über auf den HW 180 Richtung Sequoia Nationalpark. Vor der Auffahrt zum Park haben wir in Squaw Valley, einem berühmten Schiort, unser Auto aufgetankt. Dann ging es, lang und steil, hoch in die Berge.

Einfahrt in den Nationalpark mit den riesigen Sequoia-Bäumen und mit der roten Baumrinde, die den Baum bei Waldbränden schützt. Außerdem verrotten die umgestürzten Bäume erst nach Jahrhunderten.

Einfahrt in den Nationalpark mit den riesigen Sequoia-Bäumen und mit der roten Baumrinde, die den Baum bei Waldbränden schützt. Außerdem verrotten die umgestürzten Bäume erst nach Jahrhunderten.

Im Kings Canyon NP besuchten wir zuerst den General Grant Tree, den drittgrößten Baum der Welt. Cirka 1700 Jahre alt. Beim Anstieg haben wir Halt gemacht bei einem, seit mehr als 300 Jahren, liegenden Baum, der ausgehöhlt ist. Man kann da aufrecht durchgehen und der Baum wurde von Holzfällern als Lager und von Soldaten als Pferdestall benutzt.

Danach fuhren wir wieder hoch nach Grant Grove Village, einer kleinen Ansiedlung mit Store und Restaurant. Mutter eine Suppe, Eva einen Salat und ich einen Burger zum Mittagessen. Kurz im Store eingekauft dann weiter zum Sequoia NP.

Mutter in einem umgestürtzen Baum, der schon vor mehr als 100 Jahren Holzfällern und Soldaten als Unterstand diente. Der Baum dürfte vor etwa 700 Jahren umgefallen sein.

Mutter in einem umgestürtzen Baum, der schon vor mehr als 100 Jahren Holzfällern und Soldaten als Unterstand diente. Der Baum dürfte vor etwa 700 Jahren umgefallen sein.

Nach gut 30 Kilometer Fahrt bergauf und bergab erreichten wir dann die Zufahrt zum Parkplatz General Sherman Tree. Eva und Mutter nahmen die angenehme Reise nach unten zum Baum auf sich und ich studierte die Parkzeitung in Ruhe. Beim Rückweg vom Baum ist den beiden Wanderinnen ein Schwarzbär vor die Linse gelaufen. Hatte aber kein Interesse an Ihnen, Maden und Ameisen aus einem umgestürtzten Baum waren ihm lieber. Außerdem hatte noch ein Hörnchen Fototermine frei.

Zugang zum weltgrößten Baum - dem General Sherman Tree. Etwa 2200 Jahre alt.

Zugang zum weltgrößten Baum - dem General Sherman Tree. Etwa 2200 Jahre alt.

Auf unserem Weg beehrte uns ein Schwarzbär auf Nahrungssuche (habe Mutter und Eva extra runtergeschickt, aber der Bär wollte sie nicht)

Auf unserem Weg beehrte uns ein Schwarzbär auf Nahrungssuche (habe Mutter und Eva extra runtergeschickt, aber der Bär wollte sie nicht)

Nach dem Bärenabenteuer machten wir uns auf den Weg zum Hotel in Visalia. 100 Kilometer mit einer Fahrzeit von fast zwei Stunden lag vor uns. Nach gut 10 Kilometer die angekündigte Baustelle. Es wurde mit Wartezeiten bis zu einer Stunde gedroht, wir hatten Glück, nach etwa drei Minuten setzte sich ein irr langer Konvoi in Bewegung. Die Ersten hatten sicher über 40 Minuten gewartet. Die Baustelle war 15 Kilometer lang und es ging sehr langsam voran. Es wird hier schon seit Jahren an der Straße gebaut, um sie noch sicherer zu machen. Immerhin geht es talwärts mehrere hundert Meter in die Tiefe. Über 60 Kilometer in steilen und engen Serpentinen schraubte sich die Straße von etwa 2700 Höhenmeter auf 150 nach unten.

Im Tal angekommen, fuhren wir kilometerweit an Obstplantagen vorbei. Bei Einigen waren die Bäume noch voll mit Orangen und Pistazzien.

Nach dem Bezug des Zimmers suchten wir die Altstadt von Visalia auf.

Abendspaziergang in die Altstadt von Visalia.

Abendspaziergang in die Altstadt von Visalia.

Nach einiger Suche fanden wir dann ein italienisches Lokal. Dreimal Pizza, dreimal Bier und zwei Cola landeten in unseren Bäuchen. Diese schleppten wir dann mühsam wieder ins Hotel zurück.

Mit Wehmut denken wir daran, dass morgen unser letzter Reisetag ansteht. Wir hätten noch soviel zum Anschauen, aber leider geht auch die schönste Zeit einmal zu Ende.

© Josef Tautscher, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Im Vorjahr, bei einer 3-wöchigen Gruppentour durch das Vierländereck Kalifornien-Arizona-Utah-Nevada, hatten wir einfach zu wenig Zeit, um uns mit den grandiosen Landschaftsformen dieser Gegend ausreichend zu beschäftigen. Deshalb entstand gleich nach unserer Rückkehr der Plan, dieses Gebiet mit genügend Zeitreserven nochmals zu besuchen. Über die Planung und Durchführung der Reise erfahrt ihr mehr in den folgenden Berichten.
Details:
Aufbruch: 24.04.2013
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 26.05.2013
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Josef Tautscher berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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