Zwei Schweizer in Mexiko

Reisezeit: Oktober 2007 - Juli 2009  |  von Reto Loretz

Zweiter Bericht an die Sempacherwoche

Die jüngste Schweizerschule der Welt

Schweizerschulen gibt es (fast) auf jedem Kontinent. In Mexiko gibt es in drei Städten solche Einrichtungen: Mexiko City, Cuernavaca und seit diesem Sommer auch in Queretaro. Ende September war die offizielle Eröffnung dieser neuen Schule. Alle Schweizer LehrerInnen und ihre PartnerInnen waren zu diesem Fest eingeladen. So sind wir von Cuernavaca am Freitagnachmittag mit dem Bus, durch Mexiko City nach Queretaro gefahren. Zuerst ging es noch recht schnell vorwärts. Als wir dann Mexiko City (ca. 20 Mio. Einwohner) erreichten, war das Verkehrschaos perfekt: sechs (!) Fahrspuren in einer Richtung vollgestopft mit Autos, Bussen und Lastwagen zwängten sich im Schritttempo durch die Strassen. In die Gegenrichtung bot sich das gleiche Bild. Erstaunlich war die mexikanische Gelassenheit. Irgendwie kamen wir auch durch Mexiko City und fuhren weiter nördlich nach Queretaro.

Nach einer kurzen Nacht sind wir dann am Samstagmorgen in den Campus der neuen Schweizerschule gefahren, der offiziell "Collegio Suiza de Mexiko, Campus Queretaro" heisst. Die Gebäude waren ursprünglich als Verkaufsläden vorgesehen. Nun sind es Schulzimmer geworden, die auf einen grossen, offenen Innenhof blicken. In diesem Innenhof hat dann auch die Eröffnungsfeier stattgefunden. Nach dem Willkommensgruss wurden zuerst die Landeshymnen von Mexiko, Deutschland und der Schweiz gespielt. In Queretaro leben viele Deutsche, deren Kinder die Schweizerschule besuchen. Anschliessend gab es Darbietungen von Schüler und Schülerinnen, Reden vom Schweizer Botschafter und vom Schuldirektor. Die Kinder boten von mexikanischen Tänzen bis zu "Beatels-Lieder" eine breite Palette ihres Könnens. Als krönender Abschluss des offiziellen Teils wurde "es Burebüebli" gesungen.
Danach konnten an verschiedenen Ständen Tortillas, Frijoles (Bohnen), Salsas und Schweizer Bratwürste gegessen werden. Ein breites Rahmenprogramm mit Spielen, Bastel - Workshops und noch vieles mehr, sorgte für die gute Stimmung. Es war eine tolle Atmosphäre mit mexikanischer Leichtigkeit und schweizerischer Sorgfalt.

Natürlich wollten wir auch etwas von der Stadt sehen und sind am Nachmittag ins Stadtzentrum gefahren. Die Stadt mit ihren ca. 800'000 Einwohner ist berühmt für ihren Stadtkern mit den historischen Bauten, der zum UNESCO - Weltkulturerbe gehört. Auch in dieser Stadt haben wir es uns auf der "Plaza de Armas ("Stadtplatz") gemütlich gemacht. Dieser Ort ist immer einer der interessantesten in einer Stadt, um zu verweilen und das Geschehen zu beobachten. Hier treffen sich viele Leute, die in einem der zahlreichen Restaurants etwas trinken, in den vielen Geschäften shoppen oder einfach auf einer Parkbank ausruhen.
Am Abend hiess es dann Abschied nehmen und wieder zurück nach Cuernavaca fahren. Ob es bei der Rückfahrt durch Mexiko City viel Verkehr haben wird? Für uns Schweizer war es sehr viel, die Mexikaner hingegen empfanden es als "normal". Wir brauchen noch ein wenig Zeit, um auch diese mexikanische Gelassenheit zu erreichen. Doch wir sind auf gutem Wege.

© Reto Loretz, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere Leben in Cuernavaca, Mexiko.
Details:
Aufbruch: Oktober 2007
Dauer: 21 Monate
Heimkehr: Juli 2009
Reiseziele: Mexiko
Guatemala
Der Autor
 
Reto Loretz berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.