Einmal um die Welt

Reisezeit: September 2009 - Juli 2010  |  von Jasmin Furger

Eim Tag in Agra- Zurueck in Indien: Jaisalmer und drei Jahre kein Regen

Mit dem Bus nach Jaisalmer war recht gemuetlich und ich hab sogar mit ner Inderin ein Gespraech gehabt... was recht selten ist, da die meisten Frauen entweder zu schuechtern sind oder kein Englisch sprechen... Es war gut, auch wenn ich bemerkt habe, dass ich naja, wie soll ich sagen, zu direkt war, als ich fragte, ob Sie dann mit Ihrem Leben Gluecklich sei, beziehungsweise ob Sie jetzt grad gluecklich ist... egal... war nicht weiters schlimm...

Schon krass, vor einer Woche noch den Everest gesehen und heute schon in der Wueste... (was eher eine Steppe war...) Was ich nicht alles in so kurzer Zeit erlebe!!!
Aber es gefaellt mir!

Von Jodhpur aus waren wir dann nur noch Westler- Ich und sechs Tschechen. Leider hatte das eine Girl nicht so Glueck, denn ihr wurde auf der Fahrt den Passport geklaut (Hatte verdammt Glueck wenn ich so ueberlege, das in meinem Rucksack die Kamera und der I- Pot war...Ph!... dann Kamen wir an und wie gierrige Hunde haben sich gleich etwa 30 Schlepper auf uns Gestuerzt!!! Uebelst!

Die stehen rings um Jaisalmer, aber anscheinen reichen sie nicht immer aus (zwei mal Stromausfall...)

Die stehen rings um Jaisalmer, aber anscheinen reichen sie nicht immer aus (zwei mal Stromausfall...)

nicht weit von Jaisalmer

nicht weit von Jaisalmer

Warscheinlich lag es daran, dass ich einfach total totmuede von der langen Reise war. Auf jeden Fall hab ich dann, kaum im Hotel (ich wusste es) mich von Fotos blenden lassen und eine unserioese und total ueberteuerte Kamelsafari gebucht...aaaaa!

Das Fort

Das Fort

Jaisalmer war nach Jaipur einfach nur hammer schoen.
Die vielen Haeuser und suessen Hafelis aus Sandstein geben der Stadt so ein gemuetliches friedliches Gefuehl von Ferien; wie manns etwa von Italien, Suedfrankreich oder Marokko kennt. Selbst in der Nacht fuehlt man sich hier sicher. Nur das alles um 22.00 schliesst und um elf garnichts mehr los ist.
An das muss ich mich immernoch gewoehnen...
Das einzige was vielleicht gegen Jaiselmer spricht ist, das Jaiselmer extreem Touristisch ist und dass wir jedem einwenig misstrauten (aber vielleicht lag das auch daran, das wir verarscht wurden)- die elaenden Kamelsafarischlepperabzockeraaaaaaaaaaaa!

Also wie wir erwartet haben ging von Anfang an alles einwenig schief: Wir mussten immer wieder warten, der Servis war hm... gabs nicht, Schwindel flogen auf,...Ja wir waren schon maechtig sauer als wir bei den Kamelen ankamen.

Es war echt unser Glueck, dass wir so einen super Kamelguide hatten!

Kamelreiten
Kamelreiten ist echt lustig!
Das Aufstehen und Absitzend ich echt ein kleiner Nervenkitzel, selbst nach dem 5. Mal. Das Reiten an sich ist gewoenungsbeduerftig und unbequem.
Aber trotz alle dem, so hoch durch die Steppe Rajhastans getragen zu werden macht riessig Spass!
Uebrigens: Kamele Furzen uebel, Kacken zu jeder Tageszeit, geben merkwuerdige Geraeusche von sich, Bocken wie die duemmsten Zicken und haben gaaaaaanz viele Fliegen an sich, was die Gelassenheit des Reiters auch mal einwenig strapaziert, aber meistens zum Lachen bringt!!!

Wir sind durch die Steppe geritten, von Sandduene zu Sandduene, vorbei an winzigen Doerfchen und Schafherden, haben Fotos gemacht, Sandduenen bestiegen, extrem lecker gegessen (unser Guide war ein echt guter Koch!!!), Chai geschluerft, im Schatten von Baeumen gechillt, gequatscht und hatten einfach eine supertolle Zeit. In der sternenklaren Nacht haben wir nach einem echt lustigen Moonwalk, zwischen Sandduenen geschlafen- war echt cool (haette nicht gedacht, dass es so kalt werden wuerde..)! hm... Okay, von weitem hoerte man bis spaet in die Nacht Ravermusik, was irgentwie nicht ganz zu unserem Ambiente passen wollte- Aber hey, es war ja nur die Armee, die eine feuchtfroehliche Wuestenparty feierte, da will man ja kein Spielverderber sein.
Wie ihr sieht, sooo weit waren wir dann doch nicht von der Zivilisation entfernt... das man auch daran erkennen konnte, wie oft unser Fuehrer am Handy hing (Jaja, selbst die Wueste hat mehr Empfang, als ich Zuhause!!! )

Hao

Hao

Am zweiten Tag, Sonnenaufgang verpasst, gabs zum ersten Mal ein ultraleckeres Fruehstueck Chai mit leckerem Bananenporrige... Als unser Guide die Kamele holte, wurden wir, beziehungsweise unsere *Kueche* von einer Schafsherde gestuermt... huhu!
Heute ritten wir oefters Mal im Trab oder im leichten Joggen, was ultra abenteuerlich ist, da man nur so herumhopst- hm... und weswegen wir warscheinlich alles auf eine ungemuetliche Art an uns gespuert haben
Aber es war eeeecht lustig!
Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei...

Aja, nicht vergessen darf ich Chapati, ein Wildhund, der uns die ganze Zeit begleitete und einfach dazugehoerte! (Die besten Manieren die ich je an einem Hund gesehen habe!!!)

Zu Hause haben wir erstmal Dampf abgelassen und dem Chef alles an den Kopf geworfen, was von unserer Sicht falsch geloffen war.
Als wir mit Sack und Pack aus dem Hostel liefen, war die Stimmung explosionsartig, aber anschliessend fanden wir, tat es echt gut... und waren froh, schnell eine andere Bleibe gefunden zu haben. Die Dusche war uebrigens herrlich!!!

Der Rest des Aufenthalts in Jaisalmer vergeudeten wir gemuetlich mit herumwatscheln, hier und da ein Chai drinken, da mal was kleines Essen, dort ins Internetkaffee,... joa, war echt gemuetlich...

© Jasmin Furger, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
10 ein halb Monate, drei Kontinente, ein Rucksack, viele Abenteuer, ein Girl! Indien, Nepal, Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Philippinen, Indonesien, Australien, Neuseeland, Santiago de Chile, Equador
Details:
Aufbruch: 15.09.2009
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 28.07.2010
Reiseziele: Indien
Nepal
Thailand
Laos
Vietnam
Kambodscha
Philippinen
Indonesien
Australien
Der Autor
 
Jasmin Furger berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.