Einmal um die Welt

Reisezeit: Januar - Mai 2017  |  von Familie L.

Tahiti/Moorea: Die Umgebung

So ein Saftladen

Bei unserem ersten Frühstück auf Tahiti war uns die leckere Marmelade von Rotui aufgefallen, Banane Vanille. Da sie in Moorea hergestellt wird, hatten wir beschlossen, der Fabrik einen Besuch abzustatten. Im Internet war zu lesen, dass dort auch Saft und alkoholische Getränke hergestellt werden. Angeblich kann man auch eine Führung durch die Produktion machen.

Die Bergwelt Mooreas

Die Bergwelt Mooreas

Das hörte sich alles sehr interessant an, also haben wir uns auf die nagelneuen Fahrräder, die uns Caroline überlassen hatte, geschwungen und sind auf der einzigen Straße, die um die ganze Insel führt, gefahren. Ab und zu fährt man direkt am Meer entlang, da es hier keinen richtigen Strand gibt, gehen die Wellen bis an die Straße. Nach 10 Kilometern und einer kleinen Steigung kamen wir an der Fabrik an.

Der Blick auf die Cooks Bay

Der Blick auf die Cooks Bay

Bei 30° auf dem Drahtesel den Berg hoch, war der Körper der Meinung die Wasserspiele der Kaskade imitieren zu müssen. Aber zum Glück durften wir im Fabrikverkauf einige Säfte probieren. Man muss sich das so vorstellen: an einer fünf Meter langen Theke stehen zwei nette Damen mit Blumen in den Haaren, im Hintergrund ein Bild vom Bergpanorama von Moorea. Leider fand keine Führung durch die Fabrik statt, da zur Zeit keine Saison ist und die Anlagen nicht liefen. Aber wir durften uns von einer Empore aus die Produktionsanlage ansehen. Danach sind wir nochmal in den Laden gegangen, um ein paar Säfte mitzunehmen und eigentlich wollte ich auch noch den Rum probieren. Etwas schüchtern fragte ich die nette Bedienung nach einem Schlückchen des heimischen Alkohols. Kein Problem, ich durfte alles probieren, ich musste mich nur vor eine Flasche stellen und zack stand das Gläschen auf dem Tresen. Irgendwann mussten wir auch wieder an die Rückfahrt denken, zumal Melina bei mir auf dem Gepäckträger mitfuhr. Gut gelaunt wäre ich am liebsten mit dem Fahrrad nochmal zum verabschieden durch den Laden gefahren, aber Claudia meinte, winken würde reichen und so machten uns auf den Heimweg.

Wir hatten Wetterglück

Wir hatten Wetterglück

Als wir die Cooks Bay umrundeten fiel uns ein größeres Schiff auf. Hier lag die Arctic vor Anker. Der Name hatte uns etwas irritiert, passt irgendwie nicht zu den Temperaturen hier. Wir dachten schon ein Schiff mit Forschungsauftrag, die sich mit öffentlichen Mitteln einen schönen Lenz machen, bevor es wieder in kalte Gewässer geht.

In der Bucht liegt die Arctic

In der Bucht liegt die Arctic

Zu Hause haben wir erstmal nachgelesen, um welches Schiff es sich handelt. Und das liest sich so: Der Bergungsschlepper wurde 1969 in Dienst gestellt und war damals einer der leistungsfähigsten Schlepper, der 1972 ein Kreuzfahrtschiff in der Antarktis freischleppte. Der Kahn hat 13.200 PS und wurde später als Megabyte Yacht umgebaut und gehört heute James Packer. Mir sagte der Name gar nichts, das beruht aber wohl auf Gegenseitigkeit. Jetzt weiß ich, dass dieses Boot einem der reichsten Australier gehört und die Wahrscheinlichkeit Mariah Carey zu treffen, recht groß ist. Sicherlich begegnen ums die beiden beim radeln, es gibt ja nur eine Straße.

Kilometersteine in Form der Insel

Kilometersteine in Form der Insel

Unser Privatstrand

Unser Privatstrand

Strandbesuch mit Einheimischen

An vielen Stellen der Insel gibt es keinen Sandstrand und da, wo die Hotels die weißen Körnchen haben hinkarren lassen, will man unter sich sein. Aber nur 15 Radminuten von uns entfernt liegt der öffentliche Strand von Temae. Hier kommt auch der Mooreaner in den Genuss von türkisblauem Wasser. Der Strand ist ordentlich lang und wir finden auch ein schattiges Plätzchen unter einem Baum. Palmen als Schattenspender sollte man meiden, da sie zum einen relativ schmal sind und wenig Schatten geben und zum anderen eine Kokosnuss aus großer Höhe noch größere Beulen macht.

Der Strand von Temae

Der Strand von Temae

Wolken über Tahiti

Wolken über Tahiti

Neben uns sind gefühlt noch 10 Großfamilien mit am Strand. Man grillt mit einer Waschmaschinentrommel und baut ein kleines Buffet auf, aber das wichtigste ist der Kasten Hinano, das tahitianische Bier. Vom Emblem wohl eins der Schönsten, die es gibt, vom Geschmack her ist es kein Gaumenschmaus. Aber man muß das Gesamtbild sehen. Du stehst im wohltemperierten, türkisblauem Wasser und trinkst eiskaltes Bier und plötzlich schmeckt es schon viel besser. Ich kann die Einheimischen verstehen.
Direkt am Strand gibt es viele unterschiedliche kleine aber dafür schön bunte Fische. Auch eine ca. 40cm lange Muräne wohnt hier und wartet auf Futter. Die Strömung ist in Temae geringer als am Strand des Ferienhauses und so kann Melina hier gefahrlos alleine schnorcheln.

Erinnert mich an irgendwas

Erinnert mich an irgendwas

Holgi und Rudi, hier ist euer Golfplatz

Holgi und Rudi, hier ist euer Golfplatz

Lagoonarium

Am Tag vor unserer Abreise hatten wir einen Ausflug ins Lagoonarium gebucht. Der firmeneigene Shuttlebus holte uns um 10 Uhr direkt vor der Tür ab. Nach einer Viertelstunde sind wir an einem Parkplatz angekommen. In einer kleinen Hütte bezahlt man den Trip, für uns wurden 130 Euronen aufgerufen, davon allerdings 50 € für das Taxi. Nach ein paar Minuten Wartezeit wurden wir vom Boot abgeholt und auf das vorgelagerte Inselchen Motu Ahi gebracht.

Im Paradies geht es bunt zu

Im Paradies geht es bunt zu

Jetzt bist du im Paradies. Unser Guide, Wilfried, hat uns eine kleine Hütte zugewiesen, in der wir uns umziehen und unsere Sachen aufbewahren können. Es gibt Kaffee, Tee/Kakao und Wasser for free, aber das ist hier Nebensache. Während über Moorea und Tahiti Wolken ziehen, haben wir hier strahlenden Sonnenschein. Sehr liebevoll ausgestattet und mit ganz einfachen Mitteln findet man hier alles was man braucht.

Wohnzimmer mit Ausblick

Wohnzimmer mit Ausblick

Nach einer kurzen Einweisung geht es auch gleich ins Wasser. In der Lagune sind Seile gespannt, damit man sich daran langhangeln kann, denn die Strömung ist nicht zu unterschätzen. Du tauchst deinen Kopf unter Wasser und eine neue Welt eröffnet sich. Die Fische sind grellbunt und so manche Farbe sieht aus, als würden sie regelrecht leuchten.

Melina bei den stachellosen Rochen

Melina bei den stachellosen Rochen

Zweimal am Tag wird gefüttert und dann ist hier die Hölle los. Da schwimmen die Stachelrochen am Bein vorbei und dürfen gestreichelt werden. Ab und zu taucht im Hintergrund ein Riffhai auf und hat ebenfalls Hunger. Zum Glück stehen wir nicht auf seiner Speisekarte.

Wilfried gibt einen zum Besten

Wilfried gibt einen zum Besten

Nach der Fütterung gibt Wilfried noch einen auf seiner Okulele zum Besten und das kann er richtig gut. Wir sitzen an der Lagune, das Meer rauscht und blinkt in allen Blautönen, die Sonne scheint, der Wind bringt eine leichte Abkühlung und im Hintergrund gibt es live polynesische Musik. Ja, hier sind wir wirklich im Paradies. Dieser Ausflug ist ein Muß auf Moorea.

Eine schöne Erinnerung an Motu Ahi

Eine schöne Erinnerung an Motu Ahi

Wilfried bringt uns wieder zurück

Wilfried bringt uns wieder zurück

Eine Auswahl der Sonnenuntergänge

Mal ohne Sonne

Mal ohne Sonne

Mal mit inklusive Paddler

Mal mit inklusive Paddler

So ging bei uns der Palmsonntag zu Ende

So ging bei uns der Palmsonntag zu Ende

© Familie L., 2017
Die Reise
 
Worum geht's?:
Hiermit könnt Ihr uns auf unserer Reise folgen
Details:
Aufbruch: 29.01.2017
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 12.05.2017
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
Thailand
Australien
Neuseeland
Französisch Polynesien
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Familie L. berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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