Einmal um die Welt

Reisezeit: Januar - Mai 2017  |  von Familie L.

Neuseeland: The Catlins

Tag 9 von Kaka Point über Nugget Point, Cannibal Beach Mc Lean Falls

Bei leichtem Nieselregen sind wir recht spät von unserem Campingplatz zum Leuchtturm von Nugget Point aufgebrochen. Vom Parkplatz aus geht es einen knappen Kilometer hoch über dem Meer an steilen Abhängen entlang. Unten an der Küste erkennen wir immer wieder Robben. Vom Leuchtturm aus hat man eine fantastische Sicht auf die Küstenlinie.

Am Nugget Point

Am Nugget Point

Weiter ging es dann zum Cannibal Beach, von der Hauptstraße ab fährt man 8km auf Schotterpiste. Am Ende der Straße gibt es nur ein Haus und den Strand. Man fragt sich dann auch warum das hier Cannibal Beach heißt. Am Strand haben wir unsere ersten Seelöwen aus nächster Nähe beobachten können. Ca. ein Dutzend dieser Brummer lagen hier rum. Man kann sich den Tieren bis auf 10 Metern nähern, denn wenn die wollen, können sie doch recht fix sein.

Echte Seelöwen

Echte Seelöwen

Nachdem wir den Kannibalen Strand überlebt hatten, ging es zu den Purakaunui Falls. Diese erreicht man nach einem 10 minütigen Fußmarsch. Wenn vorher die Hügel durch landwirtschaftliche Nutzung mit Gras bedeckt waren, kommt man hier in einen schier undurchdringlichen Regenwald. Die Farne sind so groß wie Bäume, passenderweise nennt man sie auch Baumfarn. Die Stämme der Bäume haben teilweise bizarre Formen und ihre Äste sind über und über mit Moos bedeckt.

Farne, so groß wie Bäume

Farne, so groß wie Bäume

Purakaunui Falls

Purakaunui Falls

Auf der weiteren Strecke haben wir noch einen Stop am Florence Hill Lookout gemacht, wo man einen fantastischen Blick auf die Tautuku Bucht, mit großen Wellen hat.

Tautuku Beach

Tautuku Beach

Nachdem wir unseren Platz für heute Nacht gesichert hatten, sind wir noch schnell zu den McLean Falls gefahren, die nur drei Kilometer weiter liegen. Nach einer Viertelstunde Fußmarsch durch den Regenwald sind wir an den Wasserfällen angekommen. Bisher die schönsten auf unserer Tour.

McLean Falls

McLean Falls

Nach dem Essen im Whistling Frog sind wir bei Dunkelheit nochmals zum Wasserfall gefahren um die glow worms zu sehen. Am Anfang waren sie schwer zu erkennen, da nur ein winziger Leuchtpunkt zu sehen ist, aber nach einiger Zeit wurden es immer mehr. Teilweise war eine ganze Wand voll mit diesen Larven.

Fundstück des Tages
Wir sind hier

Fundstück des Tages
Wir sind hier

Tag 10 The Lost Gypsy Caravan, Tautuku Beach, Curio Bay, Slope Point, Waipapa Point, Wyndham

Diesmal wollten wir den Tag nutzen und sind “früh” aufgestanden. Der Wecker klingelte um sieben, bis wir alle startklar waren, war es elf. Jetzt kann man darüber denken wie man will und nach Erklärungen suchen, für uns ist die Zeit Urlaub und da kann man sich auch mal eine halbe Stunde vom Hund verabschieden.

The Lost Gypsy Caravan

The Lost Gypsy Caravan

Jeder Zentimeter eine andere Kuriosität

Jeder Zentimeter eine andere Kuriosität

Irgendwann ging es halt los und wir sind wieder in die Richtung gefahren, aus der wir gekommen sind, um zum The Lost Gypsy Caravan zu fahren. Die Rückfahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn so etwas hatten wir noch nicht gesehen. Es handelt sich um ein Museum mit allerlei Apparaten, Vorrichtungen, Spielzeug, Zeitungsartikeln und vielem mehr, man kann es gar nicht beschreiben. Je länger man sich umschaut, desto mehr Sachen entdeckt man. Wir hätten noch stundenlang bleiben können. Zwischenzeitlich kam auch eine Familie an, die wir schon gestern Abend beim Essen getroffen hatten. Nur das die in der Zeit schon drei Sehenswürdigkeiten in der Gegend abgeklappert hatten. Naja, dafür kennen wir jede zweite Imbissbude hier an der Küste. Hier gab es übrigens Pad Thai und selbstgemachte Frühlingsrollen. Davon wollen Melina sogar eine Extraportion.

Eine wunderschöne Küste

Eine wunderschöne Küste

Wer so selten ist, kann auch posen

Wer so selten ist, kann auch posen

Danach sind wir zum Tautuku Beach gefahren, den wir gestern von der Straße oberhalb schon gesehen hatten.
Weiter ging es zur Curio Bay. Hier wird gerade der einfache aber sehr schöne Campingplatz erweitert, was ihn noch lohnenswerter macht. An der Küste gab es neben den versteinerten Bäumen noch eine beeindruckende Brandung. Melina hätte noch stundenlang den Wellen zuschauen können. Wir hatten sehr viel Glück, denn drei Exemplare der seltensten Pinguine der Welt, die Gelbaugen Pinguine, haben sich uns gezeigt.

Vom Winde verweht

Vom Winde verweht

Auf Schotterpisten ging es weiter zum südlichsten Punkt Neuseelands. Um den Slope Point zu erreichen, latscht man erstmal über die Schafwiese und kommt am Hinweisschild an. Von hier aus geht es nur noch zum Südpol. Aber der ist fast genauso weit weg wie der Äquator.

Der südlichste Punkt Neuseelands

Der südlichste Punkt Neuseelands

Nächster Punkt auf unserer Südküstentour war Waipapa Point. Wieder über Schotterpiste, habe ich langsam Mitleid mit unserem Bulli. Bei sonnigem und windigen Wetter haben wir uns den schönen Leuchtturm und die Küste angesehen. Hier sind wir fast über drei Seelöwen gestolpert, die am Strand neben den Steinen lagen.

Waipapa Lighthouse

Waipapa Lighthouse

Suchbild für Oma Rosi. Es sind drei Seelöwen im Bild versteckt

Suchbild für Oma Rosi. Es sind drei Seelöwen im Bild versteckt

Auf der Weiterfahrt zu unserem heutigen Campingplatz in Wyndham gab es noch einen tollen Sonnenuntergang. Auf dem einfachen Platz haben wir ein junges Pärchen aus Gießen getroffen, die hier 6 Monate work and travel machen und auch Mitte Mai wieder in Hessen landen.

Tolle Abendstimmung

Tolle Abendstimmung

Tag 11 von Wyndham, Invercargill, McCrackens Rest, Totara Trees nach Te Anau

Vom Campingplatz war unser erster Weg gleich zur Tankstelle. Ich war etwas erschrocken, als die Tankwartin ankam und uns den Wagen vollgetankt hat. Diesen Service kennen ich nur noch aus der Kindheit von Dittmersch Wilhelm. Trotz Service kostete der Sprit sogar noch weniger als in der Stadt. Von der Pampa sind wir nach Invercargill gefahren um ein paar Einkäufe zu erledigen und den Bankautomaten um eine milde Spenden zu bitten. Mit dem Camper ging es nun etliche Kilometer im Küstengebiet lang bis zum Aussichtspunkt von McCrackens Rest. Danach verlassen wir die Küste und fahren nordwärts.

Der letzte Ausblick auf's Meer

Der letzte Ausblick auf's Meer

Über Tuatapere, die Stadt der Würstchen, haben wir einen Abstecher zu den tausendjährigen Totara Trees gemacht. Nach 14 Kilometer Schotterpiste und kleinem Fußmarsch waren wir endlich da. Zwischendurch hatten wir die Befürchtung, bei der Ankunft zweitausendjährige Bäume zu sehen. Ich muß glaube nicht erwähnen, dass am Parkplatz ein Camper mit Deutschen stand. Der Wald hier ist dicht bewachsen und der Boden komplett mit Farnen bedeckt. Da es windstill war, hat man nur das Singen der Vögel gehört, dazu der dichte Wald, war schon beeindruckend.

Der Weg zu den tausendjährigen Bäumen

Der Weg zu den tausendjährigen Bäumen

Nachdem wir auch die Rüttelpiste zurück geschafft hatten, ging es nun Richtung Te Anau. Zwischendurch haben wir eine Kuhherde gesehen, die auf mehreren hundert Metern Länge von allein in Richtung Stall gezogen ist.

Da drückt das Euter

Da drückt das Euter

Einfach nur schön

Einfach nur schön

In Te Anau bekommen wir noch einen der letzten Stellplätze auf einem recht kostenintensiven Campingplatz. Wir merken die sehr Touri-intensive Gegend um den Milford Sound. Hier scheint alles ausgebucht, da das Wetter auch Morgen schön werden soll.

Fundstück des Tages
Neuseeland ist Farmland. Die Werbung der örtlichen Zeitung

Fundstück des Tages
Neuseeland ist Farmland. Die Werbung der örtlichen Zeitung

© Familie L., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
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Details:
Aufbruch: 29.01.2017
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 12.05.2017
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
Thailand
Australien
Neuseeland
Französisch Polynesien
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Familie L. berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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