Einmal um die Welt

Reisezeit: Januar - Mai 2017  |  von Familie L.

Australien: Sydney

Tag 1

Mit einer kleinen Verspätung sind wir nach einem sehr angenehmen und ruhigen Flug in Sydney gelandet. Im Landeanflug habe ich schon einen kurzen Blick auf Oper und Harbor Brigde erhaschen können. Mit dem Taxi ging es in einer 15 minütigen Fahrt ohne Action zu unserer Unterkunft.

So sieht es in Surry Hills aus. In ganz Thailand habe ich nur drei Audi gesehen

So sieht es in Surry Hills aus. In ganz Thailand habe ich nur drei Audi gesehen

Wir haben uns für die drei Übernachtungen über airbnb bei Carsten einquartiert. Die kleinen schmalen Häuser hier in Surry Hills erinnern uns sehr an England. Wir haben unser Zimmer direkt unter dem Dach, mit eigenem Bad. Wir finden es sehr gemütlich hier.
Nachdem uns Carsten mit Infos über die Gegend und Transportmittel versorgt hatte, gab es noch eine Einweisung in australische Schließtechnik. Wenn man das Haus verlässt, verriegelt man bei geöffneter Tür das Schloss und zieht die Tür hinter sich zu. Jetzt kann die Tür selbst von innen nur noch mit Schlüssel geöffnet werden.
Surry Hills war früher ein übervölkertes Arbeiterviertel und hat sich zum Szeneviertel in Sydney entwickelt. Anfang des letzten Jahrhunderts kontrollierten die Razor Gangs die Gegend, die ihren Namen von den als Waffe verwendeten Rasiermessern hatte. Zur Eindämmung der Kriminalität wurde 1927 ein Gesetz zum Erwerb von Pistolen erlassen, was dazu führte, dass man sich auf den Umgang mit Rasiermessern “spezialisierte”.

Melinas erster australischer Spielplatz

Melinas erster australischer Spielplatz

Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten, haben wir uns auf den Weg in Richtung Hafen gemacht. Am ANZAC War Memorial vorbei durch den Hyde Park zum Botanischen Garten, der ist wunderschön und man hat einen tollen Blick auf die Oper und Harbor Bridge.

Am ANZAC War Memorial im Hyde Park

Am ANZAC War Memorial im Hyde Park

Nach einem Regenschauer sind wir weiter zum Sydney Opera House gelaufen, ein atemberaubendes Gebäude. Es erinnert stark an den Berliner Flughafen, denn die Fertigstellungskosten lagen fast das fünfzehnfache über dem kalkulierten Kosten. Und der Fertigstellungstermin verzögerte sich von 1965 auf 1973.
Berlin, ich hab Hoffnung.

Wunderschöner Ausblick vom botanischen Garten aus

Wunderschöner Ausblick vom botanischen Garten aus

Wir gehen zu Aldi

Wir gehen zu Aldi

Irgendwann haben wir den Rückweg angetreten, uns im Aldi extrem-Süd eingedeckt und in einer Bar noch etwas gegessen.

Der war lecker

Der war lecker

Diesen Tag sind wir mit Sicherheit 15 km gelaufen, dafür, dass wir auf dem Flug wenig bis gar nicht geschlafen hatten, keine schlechte Leistung. Als wir endlich wieder zu Hause ankamen haben es fast alle bis ins Bett geschafft.

Ich kann nicht mehr

Ich kann nicht mehr

Melinas Reisekommentar
Im Hafen lag ein riesengroßes Schiff. Es war so lang wie die Titanic aber höher wie die Titanic. Oben drauf waren zwei Wasserrutschen. Im Botanischen Garten gab's ein riesen Becken und da waren Fische drin, aber Riesenoschis, das kannst du mir glauben. Da gab es auch zwei Aale, einen großen und einen kleinen Aal. Weißt du da gab es auch einen Spielplatz in der Stadt, da bin ich geklettert und hab mich bei einer Leiter kopfüber gehangen. Mal den Kopf vorne, mal den Kopf hinten.

Fundstück des Tages
Australische Telefonverteilung. Magenta ist hier casual, aber nicht aus Dortmund.

Fundstück des Tages
Australische Telefonverteilung. Magenta ist hier casual, aber nicht aus Dortmund.

Tag 2

Nach dem anstrengenden Tag gestern, haben wir es heute etwas ruhiger angehen lassen. Gegen Mittag haben wir uns mit dem Bus zum Circular Quay aufgemacht, wo die Fähren abfahren. Das Busfahren ist hier recht einfach. Carsten hat uns Opal-Cards zur Verfügung gestellt. Das ist eine Art Prepaidkarte, die man beim Ein- und Aussteigen an ein Lesegerät hält.

Paunzi und Glupschi hängen ein bisschen ab

Paunzi und Glupschi hängen ein bisschen ab

Und wie es mal wieder war, hatte ein Lenzelmann schon beim Aussteigen wieder Hunger. Was dann die nächste dreiviertel Stunde passierte, brauche ich nicht weiter zu beschreiben. War aber lecker.

Irgendwann sind wir mit der Fähre nach Manly gefahren, das geht unproblematisch, ist günstig und wird ebenfalls mit der Opal-Card bezahlt.
Die Fahrt geht am Opera House und der Skyline von Sydney vorbei in Richtung Tasmanische See.

Kevin fühlt sich am Strand entenwohl

Kevin fühlt sich am Strand entenwohl

In der Fußgängerzone haben wir uns in einem Laden mit Aussi-shirts und Souvenirs eingedeckt, dann ging es weiter zum Strand.
Wir haben die Surfer beobachtet und die Mädels haben sich mutig in die Wellen gestürzt.
Auf der Rückfahrt hatten wir nochmal einen tollen Blick auf die Stadt und den Sonnenuntergang.

Aussi Girl

Aussi Girl

Tag 3

Für heute war ein Zoobesuch angesagt, also sind wir zeitig aufgestanden, nach Lenzelmannscher Zeitrechnung halt, und mit dem Bus Richtung Hafen gefahren. Jeden Tag liegt ein neues Kreuzfahrtschiff dort, diesmal war es die Queen Mary 2.
Mit der Fähre geht es innerhalb von ca. 15 Minuten zum Taronga Zoo. Ich hatte am morgen noch per Internet Karten gekauft, da man so gute 10% sparen kann.

Ein toller Anblick

Ein toller Anblick

Hier der richtige Koala

Hier der richtige Koala

Im Zoo gibt es viel zu sehen und an vielen Stellen hat man einen wunderbaren Blick auf die Skyline von Sydney. Wir haben uns die Birdshow angesehen, die sehr zu empfehlen ist. Dann ging es weiter zur Vorführung mit den Seehunden. Ebenso haben wir die giftigste Spinne, die Sydney-Trichternetz-Spinne gesehen. Es gab Wombats, Kängurus, Eidechsen, Koalas und das Schnabeltier zu sehen. Der Zoo ist wirklich wunderschön gelegen und die Angestellten machen einen sehr engagierten Eindruck.

Der Adler hat aufgerüstet. Ich höre jetzt, ob jemand einen Strich macht

Der Adler hat aufgerüstet. Ich höre jetzt, ob jemand einen Strich macht

Schere, Stein, Papier. Baum schlägt Stein

Schere, Stein, Papier. Baum schlägt Stein

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher über die Harbour Bridge gemacht. Abends wollten wir Essen gehen und ich hatte einen Pub mit leckeren Köstlichkeiten gefunden. Wir hatten extra vorher gefragt, ob wir mit Kind hier essen dürfen. Bis Melina an der Theke saß und der Besitzer uns aufgrund der Gesetzeslage zum Verlassen der Kneipe aufgefordert hat.
Also sind wir zum Szene-Italiener gegangen, es war laut und teuer, aber auch sehr lecker.

Fundstück des Tages
Bei Regenwetter bekommt der nasse Schirm einen Überzieher

Fundstück des Tages
Bei Regenwetter bekommt der nasse Schirm einen Überzieher

Tag 4

Sydney war sehr traurig, dass wir es verlassen wollten und hat ordentlich geweint. Auch uns tut es leid, denn wir haben uns hier wohl gefühlt und viele schöne Sachen gesehen.
Im strömenden Regen sind wir zum Paddy’s Market gelaufen, was ca. 30 Minuten von unserer Unterkunft entfernt liegt. Hier ist der ideale Ort, um sich mit allen nötigen und unnötigen Souvenirs einzudecken. Und wenn man alles hat, kauft man gleich einen Koffer mit dazu.

Der außenliegende Verteilerkasten in einem renovierten Haus

Der außenliegende Verteilerkasten in einem renovierten Haus

Das Taxi hat uns rechtzeitig zum Airport gebracht und wir konnten in aller Ruhe einchecken. Es hat uns etwas gewundert, dass die Angaben zum Gate auf der Anzeigetafel und auf unseren Tickets unterschiedlich war. Aber wir sollten uns noch viel mehr wundern.

So viele neue Leckereien

So viele neue Leckereien

und so teure noch dazu

und so teure noch dazu

Kurz vor Abflug kam die Mitteilung, dass der Flug gecanceled wurde. Wir sollten jetzt erst nach Melbourne fliegen und von da aus nach Christchurch. Also mussten wir wieder “einreisen” inkl. Passkontrolle und unser Gepäck wieder einsammeln. Über die genauen Zeiten wollte uns aber keiner informieren. Das Einchecken zum Inlandsflug hat dann so lange gedauert, dass der Flieger schon weg war. Also ging es weiter zum Sale Desk, hinter diesem Namen verbirgt sich der Beschwerdeschalter. Der nette Herr dahinter verstand sogar deutsch. Das hat er uns erst gesagt, als Melina meinte sie müsse mal k……, auf die Frage hin, ob er jedes Wort verstehe, nickte er freundlich. Somit war das Eis gebrochen und wir hatten alle wieder gute Laune. Martin hat uns für den Flug am nächsten Tag eingebucht und ein Hotel organisiert, inkl. 50$ Gutschein im Hotel, den wir noch nicht mal fürs Frühstück nehmen können, weil wir so früh raus müssen. Also verbringen wir noch eine Nacht in Sydney im Hotel. Es ist bis jetzt das beste Zimmer was wir hatten.

Fundstück des Tages
Was macht man mit Tieren, die man im Überfluss hat.
Man schneidet ihnen die Eier ab und macht Flaschenöffner daraus.

Fundstück des Tages
Was macht man mit Tieren, die man im Überfluss hat.
Man schneidet ihnen die Eier ab und macht Flaschenöffner daraus.

© Familie L., 2017
Die Reise
 
Worum geht's?:
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Details:
Aufbruch: 29.01.2017
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 12.05.2017
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
Thailand
Australien
Neuseeland
Französisch Polynesien
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Familie L. berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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