Einmal um die Welt

Reisezeit: Januar - Mai 2017  |  von Familie L.

Neuseeland: Auckland

Tag 28 von Miranda über Auckland nach Muriwai Beac

Während Papa das Auto startklar gemacht hat und einen schönen Schnack mit einem Ehepaar aus Hessisch Oldendorf geführt hat, wollten die Ladies eine Partie Minigolf spielen. Die kostenlose Ausleihe von Schläger und Ball gehört hier zum Service dazu.

Die Aalrettungsaktion

Die Aalrettungsaktion

Nach kurzer Zeit kam Melina ganz aufgeregt angerannt. Sie hatte einen kleinen Aal gefunden, der auf dem Weg zum Bach so etwas wie eine Reifenpanne hatte, nur anstatt ohne Luft eben ohne Wasser. Schnell haben wir einen Eimer geholt und ihm den rechten Weg gezeigt. Wahrscheinlich war er vom Hochwasser vor wenigen Tagen nicht rechtzeitig zurück in den Bach gekommen.

Sylvias eigener Park

Sylvias eigener Park

Nachdem die Rettungsaktion beendet war, ging es nach Auckland. Im Sylvia Park, der angeblich größten Mall Neuseelands, haben wir angehalten um ein wenig Mitbringsel zu shoppen.

Nette Nachbarschaft auf unserem Campingplatz

Nette Nachbarschaft auf unserem Campingplatz

Anschließend ging es im Berufsverkehr durch Auckland an die Westküste. Hier in Muriwai Beach haben wir einen spitzen Platz gefunden. Mit 44Nz$ immer noch günstig und die Ausstattung ist nagelneu. Man merkt auch, dass der Platz nahe Auckland liegt. Viele geben nach der letzten Nacht hier ihr Auto ab und so lassen sie ihren überflüssigen Proviant in der Küche. Die Speisesalzindustrie freut sich.

Hier stapelt sich das zurückgelassene Salz

Hier stapelt sich das zurückgelassene Salz

Der Platz liegt direkt hinter der Düne am Meer. Der Strand ist schwarz und fällt sehr flach ab und da die Wellen hier recht ordentlich sind, kann es passieren, dass eine große Welle 50 Meter den Strand überspült. Nicht umsonst wird darauf hingewiesen seine Sachen hoch in der Düne abzulegen. Nachts hört sich das Wellenrauschen an, als würde ein Güterzug vorbeifahren.

Schwarzer Sand und hohe Wellen

Schwarzer Sand und hohe Wellen

Während des Strandbesuchs ereilte uns ein Anruf von Wendekreisen, die ihren Camper vermissten. Offenbar haben wir unseren Bus nur bis heute gebucht, waren aber davon ausgegangen, ihn noch zwei Tage länger behalten zu können.

Trotzdem waren die von Wendekreisen eigentlich ganz entspannt. Die werden sich auch gesagt haben, wenn er läuft, lass ihn laufen. Die Lenzelmänner sind schon welche, wäre auch sonst etwas langweilig. Ratzedifatz mussten wir die Taschen packen und den Camper putzen. Zum Glück sind wir nicht obdachlos, sondern dürfen morgen früh abgeben.

Fundstück des Tages
Wenn das der Peter wüsste

Fundstück des Tages
Wenn das der Peter wüsste

Tag 29 von Muriwai im Tiefflug nach Auckland

Um Viertel vor Sechs war die Nacht vorbei und nach einem schnellen Tee und Muffin to run, haben wir unsere überflüssigen Lebensmittel in der Küche gelassen und uns auf den Weg nach Auckland gemacht und, nein, unser Salz haben wir nicht dort gelassen.

Sonnenaufgang über Auckland

Sonnenaufgang über Auckland

Auf dem Weg dorthin, erlebten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang hinter der Skyline der Stadt. Leider sind die Bilder nicht so gut geworden, weil bei überhöhter Geschwindigkeit nur Frontalfotos scharf werden. Laut Navi lagen wir gut in der Zeit, bis zu dem Moment wo wir aufgrund einer Tunnelsperrung durch die Stadt fahren mussten. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, Mamas Blutdrucktabletten an die restlichen Mitreisenden zu verteilen. Mußten wir doch zuerst unser Gepäck im noch zu findenden Hotel vorbei bringen und anschließend eine Tankstelle suchen, um den Tank und die Gasflasche zu füllen.

Aber alles lief gut und nach einem lockeren Spruch konnte die Dame bei Wendekreisen auch wieder lachen. Wir haben auch nicht mehr erwähnt, dass die Warnlämpchen leuchten, die Cockpitbeleuchtung hingegen nicht und der nächste Service fällig war. Es ist schließlich der 1. April, da fällt man nicht auf jeden Scherz rein. So haben wir uns schließlich nach 5.319 gemeinsamen Kilometern von unserem Camper verabschiedet. Irgendwie ist er uns ans Herz gewachsen, schließlich hat er uns überall hingebracht.

Der Sky Tower, der höchste Fernsehturm der südlichen Hemisphäre

Der Sky Tower, der höchste Fernsehturm der südlichen Hemisphäre

Da der Tag noch jung war, haben wir uns zu Fuß und mit Bussen zur Innenstadt vorgearbeitet. In der Bücherei mit kostenlosem Internet wurde die nächste Futterkrippe ausgewählt. Anschließend ging es Richtung Hafen, wo uns das Sharkmobil abgeholt und direkt ins Sealife gebracht hat.

Mit dem Sharkmobil ins Sealife

Mit dem Sharkmobil ins Sealife

Hier gibt es wieder einiges aus nächster Nähe zu entdecken. Eine große Gruppe diverser Pinguine bekommt ständig neuen Schnee geliefert, muss dafür aber anscheinend ohne Sonnenlicht und Frischluft auskommen. Im Tunnel des Haibeckens kann man auf einer Art Gepäckband im Kreis fahren und neben vielen anderen Fischen auch große Rochen und Schildkröten sehen. In der Spielecke hat sich Melina am längsten aufgehalten, Mama und Papa sind in der Zeit im Café fast die Augen zugefallen.

Der Melinafisch

Der Melinafisch

Angriff der Riesengarnele

Angriff der Riesengarnele

Zurück in unserem Hotel gab es eine Stärkung von den restlichen Lebensmitteln und wir hatten Zeit, die Taschen etwas geordneter zu packen.

Fundstück des Tages
Das schweizer Taschenmesser zum Hände waschen
Seife, Wasser und Trocken in einem Gerät

Fundstück des Tages
Das schweizer Taschenmesser zum Hände waschen
Seife, Wasser und Trocken in einem Gerät

Tag 30 Auckland

Endlich mal ausschlafen. In den vier Wochen im Camper wollten sich die alten Knochen nicht wirklich an die matratzenähnlichen Unterlagen gewöhnen und so haben wir die Betten hier genossen. Für heute war wenig geplant, wir sind mit dem Bus nach Newmarket gefahren, um dort zu frühstücken.

Melina schmeckt es

Melina schmeckt es

Mit dem Little & Friday haben wir ein tolles Café gefunden. Wir sind alle satt geworden. Nachdem Melina gestern über Schmerzen geklagt hatte, haben wir uns nach einem Arzt umgesehen, der sonntags Dienst hat. Besser in Neuseeland zum Arzt, als auf Tahiti.

Wie in der Toskana, aber am Medical Hill

Wie in der Toskana, aber am Medical Hill

Die Dame in der Apotheke hatte uns eine Adresse in der Nähe gegeben und wir haben uns auf den Weg gemacht. Eigentlich wollten wir auf den Mount Eden, aber so sind wir nur den Medical Hill hoch, denn an dieser Straße ist ein Mediziner nach dem anderen ansässig.

Da weißt Du, ob Du Dir die Krankheit leisten kannst

Da weißt Du, ob Du Dir die Krankheit leisten kannst

An der Rezeption hängt eine Preisliste, damit man weiß, was ein Arztbesuch kostet. Wir als Nicht-Neuseeländer zahlen auf Nachfrage 145Nz$. An dieser Stelle ein Hoch auf unser Gesundheitssystem.
Wir haben auf jeden Fall unseren Beitrag dazu geleistet, dass der Onkel Doktor sein kleines rotes Spielzeug behalten darf. Mit Melina ist übrigens alles in Ordnung.

Jemand anderes kann sich das von deiner Krankheit leisten

Jemand anderes kann sich das von deiner Krankheit leisten

Fundstück des Tages
Wenn schon nicht original, dann zumindest parallel

Fundstück des Tages
Wenn schon nicht original, dann zumindest parallel

Tag 31 in Auckland

Wir sind heute früh aufgestanden und der kostenlose Shuttleservice vom Airport Manor Inn Hotel hat uns pünktlich um sieben Uhr abgeholt. Unser Frühstück gab es dann am Flughafen. Schnell noch im Dutyfree mit Alkohol eingedeckt, denn in Tahiti sollen die Lebenshaltungskosten doch etwas höher sein.

Die Zeitmaschine

Die Zeitmaschine

Leider verzögerte sich das Boarding um eine halbe Stunde, sodass wir mit ein wenig Verspätung gestartet sind. Unser Flieger war wohl noch ziemlich neu, u.a. konnte man die Fenster elektrisch verdunkeln und das Entertainmentprogramm war spitze.

Elektrisch abdunkelbare Fenster, oder wie der Fachbegriff dafür ist

Elektrisch abdunkelbare Fenster, oder wie der Fachbegriff dafür ist

Hier in der mittleren Stellung

Hier in der mittleren Stellung

So starten wir am 03. April in Richtung Tahiti und freuen uns auf die Südsee.

Wir verlassen Neuseeland

Wir verlassen Neuseeland

Von Neuseeland nehmen wir viele Eindrücke mit. Die Landschaft von Nord- und Südinsel sind fantastisch, vom 3.724 m hohen Mt. Cook bis zu den Stränden an der Küste. Die grasbedeckten Hügel und die undurchdringlichen Regenwälder mit ihren riesigen Farnen.

Die Küsten sind sehr unterschiedlich und das Meer oft wellig und rau. Die Aussicht auf das Meer ohne Schiffe und die meist leeren Strände sind sehr erholsam.

Wir sind Straßen gefahren, die kilometerlang nur geradeaus gingen und welche die kilometerlang nur aus Kurven bestanden. Wir haben gelernt, dass ein Highway auch eine Schotterpiste sein kann und dass alles auf der Straße annähernd 100 km/h fährt, egal ob Auto mit Anhänger oder Lkw.

Neben den unzählig vielen Schafen und Rindern haben wir auch freilebende Pinguine, Robben und Seelöwen gesehen. Wir hatten Bekanntschaft mit den frechen Keas und haben den Tui gesehen und gehört. Selbst Wale und Delphine haben wir zu Gesicht bekommen.
Und Possums haben wir in unterschiedlichen Schichtdicken auf dem Asphalt erlebt.

Wir haben fast nur nette und freundliche Menschen erlebt. Die Menschen hier sind viel entspannter und ausgeglichen und sie sind achtsamer, was ihr Umfeld betrifft. Sie entschuldigen sich im Supermarkt, wenn man vorbei möchte und sie bedanken sich beim Busfahrer, wenn sie Aussteigen.

Nächstes Mal würden wir mehr Zeit einplanen, um nicht nur rumzusausen, sondern die schönen Campingplätze und Landschaften auch mal länger genießen zu können.

© Familie L., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
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Details:
Aufbruch: 29.01.2017
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 12.05.2017
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
Thailand
Australien
Neuseeland
Französisch Polynesien
Vereinigte Staaten
Deutschland
Der Autor
 
Familie L. berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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