Mit der TransSib von Peking nach Moskau

Reisezeit: Juli / August 2018  |  von Herbert S.

Listvjanka

Wir werden auf ein Schiff verfrachtet, um den Angara-Trichter zu umfahren. Dort werden wir von der lokalen Reiseleiterin Ludmilla empfangen und nach Listvjanka gebracht. Der Reiseführer spricht 'vom Ballermann des Baikalsees'. Der Ort ist tatsächlich völlig überlaufen. Die Kirche, die wir besuchen, liegt etwas abseits und daher ruhig. Ludmilla redet wie ein Buch, sie scheint ihr ganzes Wissen in Windeseile verbreiten zu wollen.

Nikolaj-Kirche - erbaut 1844 und 1957 wegen des steigenden Pegels des Baikal-Sees (Bau der Power-Station) hierher transloziert

Nikolaj-Kirche - erbaut 1844 und 1957 wegen des steigenden Pegels des Baikal-Sees (Bau der Power-Station) hierher transloziert

Dabei muß man sich bei ihrer Sprache erst einhören. Danach bringt sie uns zum Fischmarkt, dessen Besuch sich wirklich lohnt:

Räucherkisten, deren Inhalt rasenden Absatz findet, durchsichtige Fettfische und eine eigenartige Weise die geäucherten Fische mit Zahnstochern offen zu halten und zu stapeln.

Das Kwas gibt es inzwischen auch in modernen Fässern. Es wird an den Ständen zum Essen getrunken.

Im limnologischen Museum läuft Ludmilla zu Höchstform auf, vom ältesten Erdzeitalter bis heute will sie alles erzählen und das in einem atemberaubenden Tempo.

Ab der geologischen Abteilung höre ich dann auch genau zu, denn sie macht das exzellent.

hier ein Glasmodell des Baikalsees vor dem Höhenprofil - leider in umgedrehter Richtung

hier ein Glasmodell des Baikalsees vor dem Höhenprofil - leider in umgedrehter Richtung

Auch zu den im See vorkommenden Fischarten erfahren wir das, was uns auf dem Fischmarkt verborgen geblieben ist.

das sind die 'durchsichtigen' Fische des Fischmarktes

das sind die 'durchsichtigen' Fische des Fischmarktes

beheimatet im Baikalsee - der Omul

beheimatet im Baikalsee - der Omul

Im Aquarium putzt sie für sogar die Scheiben vom Beschlag der Atemluft, damit wir die beiden Robben sehen können.

Mit dem Bus fahren wir dann ca. 1 Stunde bis Irkutsk, sehen allerdings nichts von den Staustufen. Im Courtyard Marriott werden wir in der Rezeption wieder einmal mit Brot und Salz begrüßt. Uns erwartet dann wieder ein entsprechendes Zimmer.

Das Abendessen ist das bislang schwächste, es kann aber auch daran liegen, dass ich heute nicht so ganz auf der Höhe war. (Schwere Knochen, Kratzen im Hals) Da man in diesem Etablissement auf dem Zimmer nur Wlan gegen Bezahlung erhält, verkneife ich mir die Aktualisierung des Reiseberichts und stelle nur schon Geschriebenes in der Lounge ins Netz.
Danach bin ich froh, im Bett zu ruhen.

© Herbert S., 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eigentlich schwärmen alle, die die Reise schon gemacht haben, davon. Nun wollen wir es auch erleben. Ich habe das Live-Protokoll mit wenigen Bildern inzwischen zu Hause mit weiteren Berichten und vielen Bildern aus drei Kameras ergänzt..
Details:
Aufbruch: 25.07.2018
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 10.08.2018
Reiseziele: China
Russland / Russische Föderation
Mongolei
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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