Wenn nicht jetzt wann dann

Reisezeit: April 2008 - September 2009  |  von Sabine Salcher

Laos: 1. Zweitaegige Reise auf dem Mekong

Tag 38 Mittwoch, 04. Juni 2008 Tag 1 Laos

Das Ueberhostel laesst mich ja nicht los. Nachdem ich nochmal in meinem Reisefuehrer gelesen habe, dass das Fruehstueck dort fantastisch sein soll, starte ich einen zweiten Versuch. Weil alles sehr verlassen aussieht bin ich schon kurz vorm umdrehen, aber dann begruesst mich ein freundliches "Sawadee kaa". Breakfast??? Sie macht eine Ausnahme und oeffnet fuer mich frueher. Und jaaaaaaaaaaaaaa. Ich habe das beste Freuhstueck auf meiner bisherigen Reise. Selbstgebackenes Brot und ein geniales Omelette. Dazu eine fantastische Aussicht auf den Mekong und die andere Seite. Da ist Laos. Ja die eine Seite noch Thailand dann rueber mit dem Boot und schon ist man in einem anderen Land. Aber der Reihe nach. Nachdem ich dann auch noch den selbstgebackenen Muffin zum Take away bestellt habe geht es zurueck zum Hostel wo ich mich mit Amy und Raj treffe. Und dann geht es auch schon los. Zusammen mit der Backpacker-Reisegruppe ab in den Minivan und nach 3minuten Fahrt erreichen wir den Mekong. Hier wechseln wir aufs Boot und nach weiteren fuenf Minuten betreten wir Laotischen Boden.

Die letzten Meter auf Thailaendischem Boden.

Die letzten Meter auf Thailaendischem Boden.

Jetzt heisst es erstmal warten. Der Reihe nach werden wir aufgerufen, bezahlen unser Visum und bekommen dann unseren Stempel. Das war einfach! Den Slow Boot Ticket Verkaeufer lassen wir dann erstmal abblitzen. Wollen das direkt am Boot versuchen, weil es da angeblich billiger ist. Also ab auf den Pick up (Amy wollte laufen, aber da waeren wir wohl heute noch unterwegs) und rueber zum Boot. Fuer das 2Tages-Ticket bezahlen wir dann 840 Baht, letztendlich nicht allzu viel guenstiger. Aber die letzten zwei Tage waren auf jeden Fall ein gutes Training im Organisieren. Bevor es aufs Boot geht decken wir uns aber noch mit Essen und Sitzkissen ein. Die werden explizit empfohlen, da die Holzbaenke nach 8 Stunden Fahrt nicht mehr allzu bequem sein sollen. Und ja ich kann das bestaetigen. Leute, investiert die 40Baht (0,80euro

Endlich geht es dann ab aufs Boot und wir haben Glueck. Jeder hat eine ganze Bank fuer sich. Und anfangs ist das Boot auch verhaeltnissmaessig leer. Das aendert sich dann aber kurz vor der Abfahrt. Und hier zeigt sich dann, dass eine Reisegruppe nicht immer von Vorteil ist. Da wir vor den anderen die Grenze verlassen haben waren wir entsprechend frueh auf dem Boot und konnten unsere Plaetze sichern. Die anderen muessen sich dann aber jetzt (wie auch eigentlich vorgesehen) zu zweit auf die Holzbank setzen. Und wir haben Glueck. Bevor wir unsere Baenke teilen muessen sind die letzten Backpacker eingetroffen. Luxus!!!

Was kommt denn da wieder auf uns zu?

Was kommt denn da wieder auf uns zu?

Ja wer zu spaet kommt muss auf dem Boden liegen oder unbequem sitzen. Rechts Raj mit unserer Luxus Variante.

Ja wer zu spaet kommt muss auf dem Boden liegen oder unbequem sitzen. Rechts Raj mit unserer Luxus Variante.

Insgesamt haben wir so also einen sehr relaxten Tag und ich muss sagen das ich die Fahrt super genossen habe. Lesen, Musik hoeren, doesen, Landschaft bewundern und Essen. Das ist das was ich den ganzen Tag gemacht habe. Klingt gut, oder?

Gegen 18:00 Uhr kommen wir an unserem Uebernachtungplatz an. Name leider vergessen, aber es gibt nur ein Dorf wo das Slow Boot anhaelt. Also einfach nachzuvollziehen fuer alle die den gleichen Weg gehen wollen. Im Reisefuehrer wird ein wenig vor der Ankunft gewarnt, das die Einheimischen sich schnell das Backpack aufschnallen und manche auch schon abhanden gekommen sind. Ich hasse es mein Backpack nicht bei mir zu haben. Aber natuerlich geht alles gut. Da wir als erstes aufs Boot sind kommen unsere Backpacks als letztes an, so dass wir ganz entspannt warten koennen.

Wir suchen uns also ein nettes Hostel fuer die Nacht, trinken einen leckeren Tee mit Aussicht auf den Mekong und gehen dann Essen. Laab gibt es, Laotische Spezialitaet. Relativ scharfes, klein gehacktes Fleisch. Und zum Nachtisch Sticky Reis mit Mango und Coconutmilk. Haben wir jedenfalls bestellt. 30 Minuten nach unserer Bestellung kommt der Besitzer allerdings zu uns und meint:" Ich war beim Markt aber es gibt keine Mangos mehr" Hallllooooooooooo!!!?? Wir muessen schmunzeln. Also bestellen wir Sticky Reis mit Ananas und das kommt dann auch nachdem er die Ananas auf dem Markt gekauft hat. Frischer geht es also nicht. Grund hierfuer ist, dass die meisten kein Strom fuer einen Kuehlschrank haben, so dass frische Sachen immer direkt vom Markt gekauft werden. Nach der Bestellung Ja gut gesaettigt machen wir dann noch einen kleinen Abendspaziergang und gehen dann ins Bett. Um 22:00 wird hier der Srom abgeschaltet. Also Taschenlampe nicht vergessen


Tag 39 Donnerstag, 05. Juni 2008
Tag 2 Laos

Damit wir auch an diesem Tag wieder einen guten Platz erwischen stehen wir extra frueh auf. Mit Raj zusammen erkunde ich vor dem Freuhstueck noch ein wenig das Dorf und nach einem lecker Fruehstueck geht es ab zum Boot.

Ich liebe tiefhaengende Wolken. Morgens irgendwo in Laos.

Ich liebe tiefhaengende Wolken. Morgens irgendwo in Laos.

Hier heisst es dann, das wir nicht das gleiche Boot wie gestern nehmen muessen, da alle nach Luang Prabang fahren. Really??? Ja Vertrauen! Und wir haben Glueck. Keine Holzbaenke jedenfalls in den ersten Reihen, sondern sehr bequeme Sitze mit hohen Lehnen. Leider ist hier Liegen nicht moeglich. Aber egal. Den Tag verbringe ich dann genauso wie gestern. Relaxen, Lesen und Essen. Und ich muss sagen, nach der Woche Thailand hab ich diese zwei Tage Slow Boot mehr als gebraucht. Und der Name Slow Boot ist ein wenig truegerisch. Aufgrund der anfangenden Regenzeit hat der Mekong entsprechend viel Wasser, wodurch viel Stroemung vorhanden ist und wir entsprechend schnell unterwegs sind. Also mit dem Fast Boot moechte ich hier nicht unterwegs sein. Das ist wahrscheinlich alles andere als entspannend. Auch wenn das nur einen Tag dauert. Den zweiten Tag braucht man dann in Luang Prabang zum Nerven beruhigen.

Da warten sie schon alle auf uns. Die Slow Boote von Laos.

Da warten sie schon alle auf uns. Die Slow Boote von Laos.

Jedes Boot ist ein Highlight und wird von der ganzen Dorfbevoelkerung empfangen.

Jedes Boot ist ein Highlight und wird von der ganzen Dorfbevoelkerung empfangen.

Die bequeme Variante. Und im Hintergrund erkennt man auch ein wenig wie stark die Stroemung war.

Die bequeme Variante. Und im Hintergrund erkennt man auch ein wenig wie stark die Stroemung war.

Abends kommen wir dann entspannt in Luang Prabang an, finden schnell ein schoenes Hostel und nach einer Dusche geht es direkt auf zum Sonnenuntergang. Die beste Sicht soll man von einem Tempel aus haben, der mitten in Luang Prabang auf einem Berg steht. Und so ist es dann auch. Wir geniessen die schoene Aussicht, verschaffen uns schon mal einen Ueberblick und gehen danach essen. Spater ziehe ich noch ueber den Night Market, wo es wieder viel zu viele schoene Dinge zum kaufen gibt und dann noch ein wenig ins Internetcafe. Ich muss doch alles schleppen!!!

Abendsonne in Luang Prabang

Abendsonne in Luang Prabang

Sonnenuntergang in Luang Prabang.

Sonnenuntergang in Luang Prabang.

Buddhas Fuss. Muss ein grosser Mann gewesen sein.

Buddhas Fuss. Muss ein grosser Mann gewesen sein.

© Sabine Salcher, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wieviele Chancen braucht der Mensch um sich seinen Traum zu erfüllen? Bei mir sind aller guten Dinge drei. Ende April geht es los. In 9 Monaten allein um die Welt. Im Gepäck die eigene Courage und die ungestillte Lust mittendrin statt nur dabei zu sein
Details:
Aufbruch: 28.04.2008
Dauer: 17 Monate
Heimkehr: 18.09.2009
Reiseziele: Vietnam
Thailand
Laos
Kambodscha
Malaysia
Indonesien
Australien
Der Autor
 
Sabine Salcher berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.