Travel around the world mit NicFlo (Sept. 04 - Juni 05)

Reisezeit: September 2004 - Juni 2005  |  von Florian Lehner

Come to Bangladesh before the tourist come: Wie reist man im Lande der Ostbengalen?

Spezielles Reisefeeling in Bangladesch

Fuer laengere Zeit hielten wir uns auf dem Land auf - dort, wo Bangladesch am urspruenglichsten ist. Die erste Busfahrt nach Mymensingh war schon sehr ungewoehnlich fuer einen Europaer. Am Busstand stehen mehrere "Conductor" rum, die fuer ihre Busgesellschaft genuegend Fahrgaeste anwerben wollen - das geht nicht ohne kraeftigen Koerperkontakt ab! Wehe man sitzt in einem Bus, in dem kaum Fahrgaeste sitzen: der faehrt nicht innerhalb der naechsten Stunde los bzw. bis er voll ist. "Voll sein" heisst in Bangladesch, dass er bis auf das Dach mit Fahrgaesten belegt sein muss. Und dann geht die Horrorfahrt los: Schlagloecher, irrsinnige Ueberholmanoever mit einer durchgedrueckten Hupe, saueng und staubig. Den Fahrpreis muss man jedesmal beim Einsteigen aushandeln und dann waehrend der Fahrt, wenn man abkassiert wird, nochmal mit kraeftigen Argumenten bestaetigen. Da kann es schon passieren, dass man mit dem ganzen Bus diskutiert, ob der Reisepreis fuer einen Weissen angemessen ist, doch wir hielten uns an die Regel uns an dem Preis zu orientieren, die ein Bangladeschi auch zahlen wuerde: Oder zahlt ein Auslaender im deutschen Bus mehr als ein Deutscher? Natuerlich weiss man nicht, wann man angekommen ist und aussteigen muss, da die bengalische Schrift uns doch fremd blieb. Da aber die Bengalen ein kommunikationsfreudiges Voelkchen sind, helfen sie dem Fremden... beim Aussteigen muss man schnell sein, sonst faehrt der Bus weiter...

Wir schafften den Absprung in Nokla, sahen dort (wie immer) nur Maenner, handelten eine Rickscha nach Chandrokona-Huzurikanda aus und verstauten unseren Rucksack darauf. Sitzt man mal in einer , fuer europaeische Hintern enge, Rickscha, dann kann man die Fahrt durch die Reisfelderlandschaften geniessen. Ueberall stehen neugierige Menschen am Wegesrand und Kinder rufen Dir freundlich "Howarou?" zu. Auf den geteerten Strassen gibt es kaum Autos, einige Motorraeder und einen Stau erlebt man nur mit Rickschas und Ochsenfahrzeugen. Nach einer laengeren Fahrt tut einem der Hintern schon gehoerig weh.


Doch den meisten Respekt haben wir vor den Rickscha-Wallah, die sich bei Hitze mit einem Riesengepaeck in der Tretmuehle abmuehen, die ihnen gar nicht gehoert, sie muessen taelich 50 Taka an den Verleiher abdruecken und duerfen nur das Geld, das sie darueber hinaus verdienen behalten. Eine Langstreckenfahrt kostet ca. 20 Taka und manche schaffen es nicht ueberhaupt am Tag etwas zu verdienen und verschulden sich. Wie koennen Sie ihre Familien ernaehren?
Ein Hauptproblem der Armut ist aus unserer Sicht das System von Abhaengigkeiten im Wirtschaftssystem des Landes, das oftmals auf Kreditbasis existiert. Armut entsteht u.a. auch dadurch, das Kredite mit Wucherzinsen zurueckbezahlt werden muessen, wie am Beispiel der Rickschafahrer erklaert.

© Florian Lehner, 2004
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Am 7.September 2004 geht es los, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren fuer unser Travel around the world - Unternehmen. 1.Station soll Mumbai und Indien sein, ueber Bangladesch, Myanmar (Burma)- später gestrichen - geht es von Thailand weiter nach Australien, Fidschi, Neuseeland, Chile, Bolivien, Peru zum Workcamp-Aufenthalt in Ecuador, bevor es nach fast 10 Monaten von Bogota (Kolumbien) wieder zurueck nach Deutschland geht. Die Spannung steigt ... das Unbekannte reizt...
Details:
Aufbruch: 07.09.2004
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 28.06.2005
Reiseziele: Indien
Bangladesch
Thailand
Koh Yao Noi
Australien
Fidschi
Neuseeland
Chile
Bolivien
Peru
Macchu Picchu
Ecuador
Kolumbien
Der Autor
 
Florian Lehner berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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