Travel around the world mit NicFlo (Sept. 04 - Juni 05)

Reisezeit: September 2004 - Juni 2005  |  von Florian Lehner

Chile ab 1.April Kein Scherz: Oase finden in der trockenen Atacama-Wueste

Nach einer langen Busfahrt vom Sueden, ueber Antofagasta und bereits durch den Beginn der an der Pazifikkueste langgestreckten ATACAMA-Wueste gelangten wir in die Travelleroase SAN PEDRO de ATACAMA. Im slowenisch gefuehrten Hostal Sonchek (empfehlenswert!) fanden wir unsere Unterkunft fuer vier Naechte mitten in der gruenen Oase. Rundum um die kleine Wuestenstadt war die trockenste Wueste der Welt zu sehen und zu spueren. Am Tag wird es sehr heiss und kaum ist die Sonne weg, wird es kalt in der Nacht. Hier ist wohl einer der Orte, wo es die hoechsten Tagestemperaturunterschiede hat.
San Pedro de Atacama hat sich die letzten Jahre zum Travellertreffpunkt entwickelt: Ploetzlich sah man ueberall Reisende aus der ganzen Welt und die Einheimischen hatten sich mit zahlreichen Tourismusangebot darauf geschaeftstuechtig eingestellt. Die Angebote sind vielfaeltig, ebenso wie das jeweilig Preis-/Leistungsverhaeltnis.

Toll war es mitzuerleben, wie die Einheimischen den Sonntagsgottesdienst auf dem Stadtplatz feierten. Die Menschen waren mit ihren traditionellen Trachten geschmueckt, insb. die Cowboys mit ihren Ponchos und Reiterstiefeln auf ihren Pferden machten einen besonderen Eindruck. Der junge, dynamische Pfarrer liess es sich nicht nehmen, die Musikgruppe nach dem Gottesdienst aufzufordern die CUENCA, den chilenischen Nationaltanz, anzustimmen, worauf er sofort die erste Dame zum Tanz aufforderte. Bald fanden sich Gross und Klein zum Tanz ein: "VIVA CHILE!"

Gemeinsam mit Lena und Kevin machten wir mit erstklassigen Mountainbikes eine selbstorganisierte Fahrradtour , die wir mit dem Sonnenaufgang beginnen liessen. Zuerst fuhren wir bergan in die CORDILLERA de la SALA bis ins VALLE DE LA MUERTE. Wuestengebirgslandschaft um uns und bald begann die Sonne von oben unbarmherzig herabzubrennen. So waren wir froh, als wir die alten Inkaruinen von PUKARA de QUITOR erreichten, wo es etwas Schatten gab. Steil dem Berg hoch zogen sich die Ruinen der ehemalig bewohnten Stadt. Nach dem Abstieg liess ich es mir nicht nehmen noch in die CUEVA DEL DIABLO zu kriechen. Danach radelten wir durch Baeche, welche die Oase mit Wasser versorgen, in das bizarre QUEDRABA DEL DIABLO, welches im Gestein viele Salzadern aufwies. Nach der Rueckkehr ins Hostel machten wir erstmal Siesta, um der Nachmittagshitze zu entgehen und fuhren noch in das "Schwimmbad" von PUZO, doch wie sich herausstellte war das Bad wohl seit 50 Jahren nicht mehr renoviert worden, so dass das Wasser trotz Frischwasserzufuhr mit Algen bedeckt war - fuer den Eintritt wollten sie tatsaechlich noch Geld!


Am naechsten Tag buchten wir uns zu Viert ein Taxi um gleich zum Sonnenaufgang ins VALLE DE LA LUNA zu gelangen. (Alle Tourunternehmer bieten den Sonnenuntergang an). Was uns dort erwartete war fast unbeschreiblich. Wir wanderten auf eine Duene und sassen uns auf den Scheitelkamm um den Sonnenaufgang in der bizarren Wuestenlandschaft zu geniessen: Keine Menschenseele, absolute Ruhe und ein genialer Ausblick auf die bizarren Formen der Wuestenlandschaft. Nach ueber zwei Stunden Naturgenuss pur, jagten wir uns im feinen Sand die Duene hinunter. Unser Taxifahrer - ein netter aelterer Herr - fuhr uns zurueck in die Stadt und "uebergab" uns an seinen Spezi, der uns zum Salzsee "Laguna CEJAR" fuhr. Dort wurden wir mit einem tollen Naturphaenomen konfrontiert. Mitten in der Kakteenlandschaft lag der See, der von einer Salzkruste umgeben war und nach dem Hechtsprung ins Wasser war man sofort wieder an der Oberflaeche - das Salzwasser trug einen: man konnte gemuetlich Zeitung lesen ohne unterzugehen!
Am Abend kochten wir in der Hostelkueche und liessen die Ereignisse der letzten Tage Revue passieren und dachten an Morgen: Unsere "groesste" Tour, die Ueberquerung des SALAR de UYUNI und somit die Verabschiedung aus Chile.

© Florian Lehner, 2004
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Am 7.September 2004 geht es los, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren fuer unser Travel around the world - Unternehmen. 1.Station soll Mumbai und Indien sein, ueber Bangladesch, Myanmar (Burma)- später gestrichen - geht es von Thailand weiter nach Australien, Fidschi, Neuseeland, Chile, Bolivien, Peru zum Workcamp-Aufenthalt in Ecuador, bevor es nach fast 10 Monaten von Bogota (Kolumbien) wieder zurueck nach Deutschland geht. Die Spannung steigt ... das Unbekannte reizt...
Details:
Aufbruch: 07.09.2004
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 28.06.2005
Reiseziele: Indien
Bangladesch
Thailand
Koh Yao Noi
Australien
Fidschi
Neuseeland
Chile
Bolivien
Peru
Macchu Picchu
Ecuador
Kolumbien
Der Autor
 
Florian Lehner berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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