10 months homeless - two Swiss girls plunge into the wide wild world

Reisezeit: August 2008 - Juni 2009  |  von Sandra und Jeannine H.

Malaysia: Borneo - Mabul Island

Die Fahrt im Nachtbus von Kota Kinabalu nach Semporna dauerte 9 Stunden und waren wie immer die einzigen "Auslaender" im Bus und "die Attraktion" fuer die Einheimischen. Wir fuehlen uns schon wie "Superstars"! Doch es kommt noch schlimmer... dazu spaeter mehr!

Die Fahrt war wiedereinmal rasend schnell, kurvenreich und holprig und schlafen konnte man praktisch vergessen...! Kaum war man eingeschlafen ging das Licht an und es war Zeit fuer Lunch! Also nicht fuer uns, wir hatten ja schon viel frueher gegessen... So hielt der Bus um 23.00 Uhr an und alle Moslems gingen frisch und munter essen. Wir stiegen auch aus und schauten dem Spektakel zu!

Nach weiteren undefinierbaren Stops und einem Buswechsel um 03.00 Uhr Nachts mitten auf einer Landstrasse im Niergendwo, kamen wir um 04.30 Uhr an unserem Ziel an. Super! So standen wir hundemuede am verlassenen Busbahnhof und wussten nicht wie weiter. Alles war wie ausgestorben. Doch dann kamen die nervigen Taxifahrer die uns wiedereinmal mehr "uebers Ohr hauen" wollten! Schlussendlich liessen wir uns zum naechsten Hotel fahren, wo wir dank den netten Hotelangestellten weitere 2 Stunden in der Lobby schlafen konnten.

Um 07.00 Uhr machten wir uns auf die Suche nach dem Uncle Chang's Office. Endlich gefunden, buchten wir 4 Naechte in Uncle Chang's Backpacker auf Mabul Island. (www.sipadanbackpackers.com)

Eigentlich hofften wir dort etwas Ruhe zu finden sowie Sonne, Strand und Palmen zu geniessen. Aber denkste...

Als wir dort ankamen spielte Uncle Chang's Band ein Willkommenssong fuer uns. Wir waren etwas ueberrascht, dass der Backpacker auf Holzpfaehlen ueber dem Wasser gebaut ist. Auch sahen die Stege und kleinen Haeuschen etwas mitgenommen aus... Es ist halt eine Low Budget Unterkunft. Nachdem wir die kleine Insel umrundet und erkundet hatten, wollten wir schnorcheln gehen. Doch wiedermal kam alles anders...

Kaum waren wir zurueck in unserem "Zimmer", klopfte es an der Tuer und Darren, der Tauchlehrer aus England, stand vor uns. Er wollte uns einen Tauchkurs andrehen... Spontan wie wir sind haben wir zugesagt! Wieso auch nicht... und auf der Insel kann man sonst sowieso nicht so viel machen. Von diesem Moment an konnten wir unseren ersehnten Plan von einer Auszeit mit Sonne, Strand und Meer ueber Bord werfen. Jetzt fing der Ernst des Lebens erst recht an! Kaum waren die notwendigen Dokumente ausgefuellt, gings schon mit dem ersten Theorieblock und Tauchen los! Wir hatten genau 3 1/2 Tage Zeit um unseren PADI Open Water Diver Tauchschein zu machen.

Die naechsten 3 1/2 Tage waren wir rund um die Uhr beschaeftigt. Bis spaet in die Nacht Theorie lernen, frueh aufstehen und diverse Uebungstauchgaenge standen auf dem Programm. Dies ist ja unter normalen Umstaenden noch machbar... Aber... Die Hausband spielte mehr oder weniger den ganzen Tag bis spaet in die Nacht, das Dach im Zimmer war undicht (hat uns mitten ins Bett geregnet, da jede Nacht ein Gewitter ueber die Insel fegte), das Dach ist beinahe weggeflogen, der Stromgenerator machte einen Riesenlaerm, der modrige Geruch im Zimmer und das Bett das beinahe auseinander fiel etc.

Aber trotzdem war es super dort und wir hatten viel Spass. Wir trafen viele verschiedene Traveller aus aller Welt. Jeden Abend stieg eine Riesenparty (ohne uns, da wir ja lernen mussten!) und Uncle Chang verteilte einen ganzen Reissack voll Rumflaschen an die Leute. Und das jeden Abend! Das war richtiges Teufelszeug, zum Glueck durften wir wegen dem Tauchen nichs anruehren!

So gingen die 3 1/2 Tage wie im Flug vorbei und die Pruefung stand vor der Tuer... diese haben wir mit Bravour gemeistert! An unserem letzten Tag machten wir einen Tauchausflug auf Sipadan Island. Nun sind wir ja offizielle Open Water Diver! Es waren 3 Tauchgaenge geplant. Leider hatte Jeannine Probleme mit dem Druckausgleich in den Ohren und musste schnorcheln gehen. Sandra hat die 2 letzten Tauchgaenge richtig genossen und ist Haien und Riesenschildkroeten hautnah begegnet! Das war einfach gigantisch! Auch beim schnorcheln konnte man Haie, Schildkroeten, diverse Fische und das schoene farbige Riff bestaunen.

Danach war unsere Zeit auf Mabul Island schon zu Ende und wir kamen erschoepft und muede in Semporna an. Nun geniessen wir unser schoenes, grosses, ruhiges, kuehles Zimmer im Dragon Inn.

Semporna ist ein kleines Fischerdoerfchen. Es dient den Travellern hauptsaechlich als Ausgangspunkt um auf die nahe gelegenen Inseln zu gelangen. Die Einheimischen hier sind ziemlich aufdringlich und nervig. Gestern hat sogar einer ein Foto von uns gemacht... auch rufen sie uns schon von weitem diverse Sachen (hello, hello beautiful, hello girl etc.) zu... Aber man gewoehnt sich ja an alles... ignorieren ist hier angesagt!

Morgen geht unsere Reise mit etwas Verspaetung wegen der Ramadanfeier (es fahren keine Busse) weiter...

Blick vom Meer auf Semporna...

Blick vom Meer auf Semporna...

Ankunft bei Uncle Chang's Backpacker...

Ankunft bei Uncle Chang's Backpacker...

Uncle Chang's Backpacker... Blick auf den Hauptbereich, wo man gegessen, gesoffen, Leute getroffen und Party gemacht hat!

Uncle Chang's Backpacker... Blick auf den Hauptbereich, wo man gegessen, gesoffen, Leute getroffen und Party gemacht hat!

Die Band! Welche wirklich nur gute Songs gespielt hat... ganz nach unserem Geschmack!

Die Band! Welche wirklich nur gute Songs gespielt hat... ganz nach unserem Geschmack!

Das Bild truegt...!!! Hier sieht man die Rumflaschen, die jeden Abend verteilt wurden... Diese Flasche blieb jedoch geschlossen!

Das Bild truegt...!!! Hier sieht man die Rumflaschen, die jeden Abend verteilt wurden... Diese Flasche blieb jedoch geschlossen!

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Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Wir und unser Tauchlehrer...

Wir und unser Tauchlehrer...

Nachbar Insel

Nachbar Insel

Auf dem Rueckweg...

Auf dem Rueckweg...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
An einem feucht-fröhlichen Abend im Dampfkessel entschlossen wir uns spontan, auf Reisen zu gehen. Am nächsten Tag der Griff zum Telefon – war es nur ein Traum oder Wirklichkeit? Doch schnell war klar, dass es kein blosses Gerede war. Wir werden dem Alltag den Rücken kehren und die „weite wilde Welt“ entdecken! Unsere Reise wird uns durch drei Kontinente führen: Asien, Ozeanien & Nordamerika. 10 months homeless – Ferne wir kommen!
Details:
Aufbruch: 28.08.2008
Dauer: 9 Monate
Heimkehr: 10.06.2009
Reiseziele: Singapur
Malaysia
Thailand
Kambodscha
Vietnam
Laos
Neuseeland
Fidschi
Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Sandra und Jeannine H. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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