Reise durch Indien

Reisezeit: Juni 2022 - Januar 2023  |  von Beatrice Feldbauer

Palast Kugelbilder

Heute habe ich nur einen Plan. Irgendwann am Nachmittag noch einmal zum Palast gehen. Allein ohne Guide. Einfach nur zum Fotografieren. Ich nehme meine Kugel mit, denn es müssten sich hier doch ein paar schöne Fotos machen lassen.

Natürlich werde ich wieder von dem Mann angesprochen, der mir einen Guide vermitteln will, aber ich lehne entschieden ab. Worauf er mich noch einmal genauer ansieht. "Warst du nicht vor ein paar Tagen schon hier?"

Ich schlendere also ganz langsam durch die Räume, diesmal verstehe ich auch die Architektur besser. Verstehe besser, durch welche Gänge ich gehe, wie die Räume aufgeteilt sind.

Manchmal falle ich auf, wenn ich meine Kugel in die Luft halte, oder sie auf einem der Pfosten, die den Zutritt begenzen, auflege. Dabei muss ich immer aufpassen, dass niemand an die Pfosten schlägt, nicht auszudenken, was eine zersplitterte Glaskugel auf dem Plattenboden ausrichten würde. Alle Leute sind barfuss unterwegs...

Manchmal zeige ich jemandem, was ich genau mache, erkläre, wie sie den Fokus in die Kugel setzen können, damit der Inhalt der Kugel scharf und das Umfeld verschwommen werden.

Dabei merke ich aber auch, dass es gar nicht so einfach ist, mit der Kugel gute Aufnahmen zu machen. Die Scheinwerfer, die überall die Räume erstrahlen, stören zum Teil enorm.

Ich nehme mir enorm viel Zeit. Vor der Türe, die zu dem Saal mit den türkisfarbenen Säulen geht, bleibe ich zehn Minuten stehen. Warte bis niemand mehr vor der Kamera steht. Doch auch wenn nicht gar so viele Leute hier sind, jemand kommt immer, bleibt stehen, sieht sich um, wo seine Freunde sind, macht selber ein paar Aufnahmen. Er hilft nichts, am Schluss freue ich mich über die Frauen in ihren roten Saris, die gerade hereinkommen. Und da es gar kein Problem ist, fremde Leute zu fotografieren, winke ich nur kurz, bevor ich mich dem nächsten Sujet widme.

Manchmal pfeifft mir ein Wächter, wenn ich meine Kugel platziere. Manchmal kommt einer näher, um zu sehen, was ich da genau mache. Aber eigentlich bin ich sehr ungestört unterwegs.

Diese Intarsien mit einem tanzenden Gott sind aus Elfenbein. Darum ist die Türe auch mit einer Glasscheibe geschützt.

Diese Intarsien mit einem tanzenden Gott sind aus Elfenbein. Darum ist die Türe auch mit einer Glasscheibe geschützt.

Danach schlendere ich noch ein wenig durch den Garten und fahre dann mit einem Tuktuk zurück ins Hotel. Mein Tagessoll habe ich erfüllt, jetzt kann ich noch ein wenig ausruhen und vielleicht etwas schreiben, bevor ich zum Nachtessen gehe.

der Tempel beim Palast kann leicht übersehen werden, bei soviel Pracht.

der Tempel beim Palast kann leicht übersehen werden, bei soviel Pracht.

Zuckerwatte-Verkäufer vor dem Palast

Zuckerwatte-Verkäufer vor dem Palast

Der Blumenverkäufer fährt auch nach Hause.

Der Blumenverkäufer fährt auch nach Hause.

Weil Essen immer wieder ein wichtiges Thema ist, und ich ausserdem deswegen in diesem guten Hotel bin, hier noch ein kleiner Überblick über das Buffet.

Wobei ich die geschlossenen Töpfe, in denen verschiedene Gemüsecurry, Masalas, Reis und Sossen angeboten werden, nicht fotografiert habe, da man die Deckel jedesmal zum schöpfen öffnen muss. Das ist völlig normal so, wird auch in allen Hotels beim Frühstück so angewendet.

Fleisch wird sehr wenig angeboten. Dabei sind es vor allem Pouletstücklein oder Lamm. Manchmal Fisch. Wobei ich tatsächlich sehr selten zugreife und meistens bei den vegetarischen Gerichten bleibe.

Das Salat und Vorspeisenbuffet mit vielen rohen Gemüsen ist dafür sehr vielfältig und das Dessertbuffet immer üppig und vor allem sehr süss.

In der Küche wird laufend Nachschub produziert. Während des Essens kommen die Köche immer wieder zum Buffet. Überprüfen die Präsentation, kontrollieren wo es Nachschub braucht.

Auch die Kellner sind äusserst aufmerksam, fragen ob man Extrawünsche hätte, Naan (frisch gebackenes indische Brotfladen) werden immer extra aus der Küche geholt. Ausserdem gäbe es auch eine a-la-Carte-Karte, die ich allerdings nur einmal bemüht habe. Tomatensuppe und danach Spaghetti.

Ich lebe hier also wie im Schlaraffenland, es bleiben keine Wünsche offen.

Salatbuffet

Salatbuffet

Sprossen und Zutaten

Sprossen und Zutaten

Warme Speisen aus dem Ofen

Warme Speisen aus dem Ofen

überbackene Auberginen, Dahl und Gemüsecurry mit Reis

überbackene Auberginen, Dahl und Gemüsecurry mit Reis

Das Dessertbuffet

Das Dessertbuffet

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Es geht wieder los. Vier Monate ist es her, seit ich von meiner Südamerikareise zurück gekommen bin. Sieben Monate war ich unterwegs. Und jetzt stehe ich vor einem neuen Start. Mein Traum ist das Taj Mahal. Mein Ziel heisst Indien.
Details:
Aufbruch: 01.06.2022
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 30.01.2023
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
Indien
Indonesien
Live-Reisebericht:
Beatrice schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Beatrice Feldbauer berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/23):
Sylvia 1669559187000
Die Fotos von der Zere­mo­nie sind wun­derschön. Du nimmst uns schon während Deiner gesam­ten Reise mit in eine Land voller Wunder, inte­res­santer Be­geg­nun­gen und immer wieder neuer Er­fah­run­gen. Dafür ein ganz herz­liches Dan­keschön. Ich freue mich über jeden neuen Bericht von Dir, liebe Beat­ri­ce. Ich bin auch in Deinem Alter, auch ein kleiner Glo­bet­rot­ter- aber Hut ab vor Deinem Mut und Deiner To­leranz. Ich be­wun­de­re Dich da schon ein bis­schen! Verräts Du mir mal, welche Kamera Du nut­zt?
Bis demnächst hier auf dieser Seite!
Alles Gute für Dich von Sylvia
Antwort des Autors: Liebe Sylvia
Danke für deine nette Rückmeldung. Ich bin schon seit ein paar Jahren nur noch mit dem Iphone unterwegs. Mochte den Ballast der grossen Kamera nicht mehr mitschleppen. Ausser bei Vogelbeobachtungen und ähnlichem, dient mir das Handy bestens..
LG Beatrice
anonym 1669087452000
Ganz Toller Blog super gesch­rie­ben und sehr span­nend und die vielen Bilder
anonym 1668458621000
Auch wenn es ein berü­hmter Ar­chi­tekt is­t,fand?s ich scheuß­lich alles zu­be­to­niert­.im Ge­gen­satz zum wah­nsin­ni­gen tollen Nek Phanta­sie­gar­ten­.Gesch­mäcker sind Gott sei Dank verschi­e­den.­wie immer tolle Blumen und Tier­auf­nah­men.