Round the world

Reisezeit: Oktober 2005 - Juni 2006  |  von Tim B.

Australien: Kakadu Nationalpark - ein Traum wird wahr

Ich bin abends in Darwin angekommen und bin direkt am naechsten Tag mit einer 9koepfigen Gruppe fuer 3 Tage in den Kakadu Nationalpark gefahren. Der erste Stopp war eine Krokodilfuetterung, wir sind mit einem Boot ueber den Fluss gefahren und die Guides haben den Krokodilen mit einer Stange Fleisch vor die Schnautze gehalten. Ich war ueberrascht, wie hoch die Krokodile aus dem Wasser raus kommen koennen und wie schnell sie sich bewegen koennen. Das Krokodil im Wuppertaler Zoo habe ich noch nie sich bewegen sehen.

Wir sind dann weiter gefahren und der Tourguide hat uns ein paar Aboriginie Malereien auf Felsen gezeigt und die Geschichte dazu erklaert. Wir haben mehrere kurze Stopps an Aussichtspunkten und Informationszentren gemacht und in einem Bach gebadet.
Es hatte leider geregnet und dieser Umstand hat alles etwas ungemuetlicher gemacht. Es hat in den Jeep rein geregnet. Und bei den Spaziergaengen sind wir nass geworden.
Ich habe eine ganz pragmatische Loesung gefunden ich habe einfach auf alle unnoetigen Bekleidungsgegenstaende verzichtet und bin in Badeshort spazieren gegangen. Alles andere waere sowieso nass geworden.

Jack, der Tourguide hat uns erzaehlt, was in der Vergangenheit alles so in dem Park passiert ist. Z.B. ist jemand von einer Schlange gebissen worden, jemand anderes ist von einem Krokodil gefressen worden.
Komischer Weise sind all diese Dinge Deutschen passiert.

Ich war der einzige Deutsche in der Gruppe. Folgen diese Tiere ihren Gewohnheiten, waere ich als besonders gefaehrdet.

Ich war auch der Juengste in der Gruppe, was an der Ostkueste nicht immer der Fall war, da gehoerte ich eher schon fast zum alten Eisen.

Wir sind abends in ein Camp gefahren, in der Trokenzeit Zelten die immer, aber in der Regenzeit ist das nicht so angenehem. Und es ist Regenzeit. So war es ganz angenehm ein Dach ueber den Kopf zu haben und in einem klimatisierten Raum zu schlafen.
Jack hat fuer uns gekocht und ich habe das erste Mal Kaenguruh gegesen. Verdammt lecker. Anschliessend sassen wir noch zusammen in der Runde und haben uns nochmals am Digeridoo versucht. Ich mache so langsam Vortschritte.

Am naechsten Morgen ging es frueh weiter, auf dem Plan stand eine Tour zu 3 Wasserfaellen, wir waren nicht sicher, ob wir da hin kommen, oder ob die Strasse ueberflutet ist. Aber sie stand nicht zu tief unter Wasser, wir konnten sie mit dem Jeep befahren.
Vom Parkplatz sind wir 6 Kilometer zu dem ersten Waserfall gewandert, er war richtig gewaltig und wir konnten dort leider nicht schwimmen, weil es zu gefaehrlich gewesen waere.
Es hatte in dieser Region am Vortag stark geregnet, so dass der Wasserstand im Becken 5 Meter hoeher als normalerweise war.

Wir sind zu dem naechsetn Wasserfall gegangen, das Wasser dort war kristallklar und wir konnten in dem Becken schwimmen. Ich war lange im Wasser und bin viel geschnorchelt. Es war beeindruckend, wie stark der Wind war, den der Waserfall produziert hat.
Wir haben dann dort Sandwiches gegesen und sind anschliessend weiter zu dem naechsetn Wasserfall gezogen.

Es waren insgesamt 3 Stufen in denen das Wasser runter kommt, auch dort sind wir wieder geschwommen und der Tourguide hat uns ein paar Unterwassertunnel gezeigt, durch die wir tauchen konnten.
Dann haben wir noch Moonwalk gemacht. Dazu nehme man sich einen schweren Stein und laeuft ueber den Grund quer durch das Wasserbecken. Es war ein super Tag und es hat tierisch viel Spass im Wasser gemacht.

Abends ging es zurueck zum Camp und es gab wieder ein super Abendessen.

Am letzten Tag der Tour sind wir morgens wieder frueh raus und haben erneut eine Wanderung gemacht. Der Weg war fast wie ein Bachbett, es war unmoeglich mit trockenen Fuessen da durch zu kommen. Aber ich hatte sowieso Sportsandalen und daher war es nicht so tragisch, bloed war nur, dass wenn die nass waren, sie immer sehr rutschig geworden sind.
Es ging ueber einen Baumstamm ueber einen Fluss, es war sehr erheiternd anzusehen, wie einige Leute Probleme hatten da rueber zu kommen. Einige sind auf allen Vieren da rueber gekrabbelt. 2 andere sind ins Wasser gefallen und haben sich krampfhaft an dem Stamm festgehalten, bis der Tourguide ihnen gesagt hat, dass das Wasser nur einen Meter tief sei und sie dort stehen koennen.

Schadenfreude ist die schoenste Freude.

Es ging wieder vorbei an einigen kleineren Wasserfaellen und hoch auf einen Berg. Waehrend des Aufstiegs hat sich die Gruppe immer weiter dezimiert. Wir sind dann an einem Punkt angekommen, wo Jack gesagt hat, dass die Tour hier zu Ende sei, er aber weiter hoch klettert und wir ihm folgen koennen, wenn wir wollen.

Ich bin ihm gefolgt und es war ein anspruchsvoller Aufstieg. Jack hat uns dann gezeigt, wie wir eine steile Felswand hoch kommen und wo wir am besten Halt finden. Als ich das sah habe ich mir gedacht: verdammte Sch...., das sieht nach einer ordentlichen Herausforderung aus. Ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob ich das mit meinen glitschigen, weil nassen Sandalen schaffe, oder es lieber barfuss angehe.
Aber er hat meine Gedanken unterbrochen als er sagte, dass wir einen anderen Weg gehen.

Es war ein gigantischer Ausblick von oben und das Echo kam etliche Male wieder.

Der Abstieg war noch anspruchsvoller als der Aufstieg. Es ging durch enge Felsspalten, wo man sich runter hangeln musste indem man mit dem Ruecken gegen die ein Seite der Spalte drueckt und mit den Fuessen gegen die andere.
Zum Schluss stand dann noch eine Krabbel- und Kriechtour durch eine sehr flache Hoehle an. Wir waren ziemlich kaputt, als wir wieder unten waren. Hatten uns aber schon wieder erholt, als einer mit etwas mehr Kilo auf den Rippen gerade schnaufend aus der Hoehle raus kam. Das war eine Tour ganz nach meinem Geschmack.
Im Anschluss ging es dann zu einem Wasserfall um sich abzukuehlen, genau das was ich gebraucht habe.
Und dann war die Tour auch schon zu ende, es ging zurueck nach Darwin.
Auf dieser Tour hatte ich uebrigens den Spitznamen Roger. Weil sich auch hier wieder jemand gefunden hat, der eine Aehnlichkeit in Roger Federer und mir gesehen hat.

Kakadu Nationalpark war mein Highlight in Australien: Aktion, Aktivitaeten, Adrenalin und super Natur mit einer netten Gruppe ohne hysterische oder nervige Leute und einem klasse Tourguide.

Max, der Busfahrer der mir empfohlen hatte hierher zu kommen gilt ein grosser Dank.
Er hatte mir zwar zuerst versucht eine Tour von der Gesellschaft fuer die er momentan Arbeitet zu verkaufen. Aber ich war nicht ganz uberzeugt und dann hat er mir eines Abends in der Kneipe den Tipp gegeben die Tour mit seinem frueheren Arbeitgeber zu machen, Kakadu Dreams. Ein wirklicher Traum!

Am Abend gab es dann noch ein gratis Abendessen in einem Club und anschliessend Party.

Das waren der 15., 16. und 17. Maerz im Kakadu Nationalpark.

© Tim B., 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ursprünglich Stand Australien auf meiner Wunschliste ganz oben. Dann ist die Wunschliste immer länger geworden und so kam es, dass ich in 8 Monaten Zentralamerika, Peru, Bolivien, Chile, Neuseeland, Australien, Bali und Lombok, Singapur, Malaysia und Thailand erkunden werde. So ist es zumindest monentan geplant...
Details:
Aufbruch: 16.10.2005
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: Juni 2006
Reiseziele: Mexiko
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Chile
Pazifik
Neuseeland
Australien
Indonesien
Singapur
Malaysia
Pulau Langkawi
Thailand
Der Autor
 
Tim B. berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.