Transsilvanien (Siebenbürgen) und Bukowina - Rumänien 2018

Reisezeit: Mai - Juli 2018  |  von Uschi Agboka

Kurz-Info - Teil II - Carta - 7 .- 27. Mai 2018 : Dienstag, 22. Mai 2018 - 18. Tag

Damit muss man überall rechnen

Damit muss man überall rechnen

Geld ist ausgegangen

Geld ist ausgegangen

Lidl ist fast überall zu finden ...

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Dienstag 22. Mai 2018 18. Tag

E68/1 Porumbacu de Jos / Vestern / Sibiu / AB A 1 Sebes
Sebes: Evangelische Stadtpfarr-Kirche (Wehrkirche), 13./14. Jh.
E68/1 Miercurea Sibinlui (Wehrkirche) / Apoldo de Jos / Sacel / Cristian / Sibiu / Carta
Fahrzeit 6 Std. 142 Meilen = 229 km

Heute Morgen fährt das junge Paar weiter. Gott sei Dank. Sie haben unsere Ruhe auf dem Campingplatz massiv beeinträchtigt. Sie vergessen ihre Schuhe, aber Rolf macht sie darauf aufmerksam.

Wir haben einen strahlenden blauen Himmel und es ist wieder warm. Eigentlich haben wir vor, heute nur eine kleine Runde zu drehen, aber es kommt anders.

Gegen 10.15 Uhr starten wir Zunächst fahren wir bis Sibiu, wechseln dann auf die Autobahn nach Sebes.

Hier parken wir direkt an der Evangelischen Kirche - Wehrkirche Biserica Evanghelica - siehe sep. Kapitel.

Nachdem wir uns alles angeschaut haben, wird die Kirche von dem alten Herrn wieder verschlossen und wir machen uns auf, den schönen Ort zu erkunden.

Um es gleich zu sagen, mir hat dieser Ort am besten in Rumänien gefallen. Überall Blumen, wohin man schaut. Ich bin ganz begeistert. Ein Park mit Brunnen und vielen blühenden Rosen hat es mir besonders angetan. Wir setzen uns auf eine Bank und schauen eine Weile dem Treiben der Menschen hier zu, ehe wir weiter wandern. Leider sind die herrlichen Häuser oft durch moderne Reklameschilder verunstaltet.

Aggressiv bettelnde Roma finden sich leider auch in diesem schönen Ort.

Wir sind müde und hungrig. Im Hotel und Restaurant zum Goldenen Löwen setzen wir uns in den Garten. Es gibt Suppe für Rolf, er ist halt ein Suppenkaspar, alkoholfreies Bier und für Uschi Nudeln und Wein, Kosten 10 Euro. Die Portionen sind immer sehr groß und mehr als ausreichend.

Was mich besonders hier fasziniert hat, war der Zugang zu den Toiletten. Man bekam vom Kellner einen Code, damit die Tür sich öffnet. Wahnsinn, das haben wir noch nie erlebt. Musste ich natürlich fotografieren.

Wir verlassen das schöne Sebes und fahren weiter.

Unser nächster Halt ist Miercurea Sibinlui (Reußmarkt).

Über die Besichtigung der Wehrkirche gibt es ein sep. Kapitel.

Miercurea Sibiului (deutsch Reußmarkt) ist eine Kleinstadt in Siebenbürgen (Rumänien). Reußmarkt liegt im Kreis Sibiu, 34 km westlich von der Kreishauptstadt Hermannstadt im Unterwald, an den Europastraßen E68 und E81.

Reußmarkt wurde in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts von siebenbürgisch-sächsischen Siedlern gegründet. 1290 wird der Ort als Ruhcmark zum ersten Mal erwähnt. Um 1330 zählte der Ort bereits 90 Familien was in etwa einer Bevölkerung von etwa 450 Personen entspricht. Die Bevölkerung bestand überwiegend aus Bauern wurde aber auch von Handwerkern bewohnt, die in fünf verschiedenen Zünften organisiert waren.

1349 wird der Reußmarkter Stuhl zum ersten Mal erwähnt. Als dessen Sitz erlangte Reußmarkt eine hohe administrative Bedeutung.

1488 werden für den Ort nur mehr 43 Familien genannt. Auch die in den Steuerlisten genannten Abgaben fielen deutlich geringer aus als in früherer Zeit. Es kann davon ausgegangen werden, dass Reußmarkt durch die Türkeneinfälle im 15. Jahrhundert schwer getroffen wurde.

1658 wurde Reußmarkt erneut von den Türken verwüstet und niedergebrannt. 1704 wurde der Ort von Serben aus dem kaiserlichen Heer geplündert.

Um 1713 zählte der Ort 68 Familien. Während der ungarischen Revolution wurde 1848 auch Reußmarkt belagert.

Die überwiegende Zahl der Siebenbürger Sachsen Reußmarkts lebt heute in Deutschland. Deren Anzahl hat im Lauf des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen. Als Hauptgründe anzuführen sind hier der Zweite Weltkrieg und dessen Folgen, die Repressionen während des Kommunismus aber vor allem die Massenabwanderung nach Deutschland nach der Wende in den frühen 1990er Jahren.

Wirtschaftlich dominierten von jeher Landwirtschaft und Viehzucht. 2004 wurde die Gemeinde zur Stadt erhoben.

Wir verlassen den interessanten Ort und fahren Richtung Heimat. Unterwegs gibt es immer eine Menge zu sehen und zu fotografieren. Besonders die schönen Störche haben es mir angetan.

Nach 16.15 Uhr sind wir zurück auf dem Campingplatz. Es ist heute sehr warm.

Zum Abendessen gibt es Fisch, Salat, verschiedenes Ost und Brot. Irgendetwas bekommt mir nicht. Ich habe Magenschmerzen. Mache mir Kamillentee, der hilft.

Weitere Bilder findet Ihr unter

Uschi & Rolf – Rumänien - Tschechien – Polen – Slowakei @Uschi.Rolf.Tschechien.Polen.Slowakei
https://www.facebook.com/Uschi.Rolf.Tschechien.Polen.Slowakei/about/

© Uschi Agboka, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Besichtigung der Kirchenburgen in Siebenbürgen (Transsilvanien) und der Moldauklöster in der Bukowina mit vielen Hintergrundinformationen.
Details:
Aufbruch: 05.05.2018
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 01.07.2018
Reiseziele: Rumänien
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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