Auszeit für eine lange Reise - Teil2: Amerika

Reisezeit: Mai / Juni 2022  |  von Christine & Thomas R&H

23.05.2022: Amazonas -Tour

Heute wird es ernst : unsere Tour beginnt. Aufstehen um 5 Uhr. Hier können wir noch mal duschen, wenn auch mit kaltem Wasser und auf eine richtige Toilette gehen.
Ziel dieser Tour ist es zu erleben, wie die Menschen im Amazonas, weit weg von der Zivilisation leben. Keine Geschäfte, kein Strom, kein fließendes sauberes Wasser.
Die Männer gehen auf die Jagd oder fischen, die Frauen versorgen Haus und Kinder.
Man lebt von dem, was die Natur gibt. Wir werden an die 400km weit in den Amazonas fahren, das dauert 2 Tage.
Sehr selten nimmt mal ein Boot die weite Strecke zum nächsten Ort auf sich und bringt von dort etwas mit.
Wir haben noch einen großen gefüllten Rucksack voller gespendeter Schulsachen dabei für die Schulkinder dort.
Nun muß erstmal wieder alles mit dem Boot über den schmalen Fluß gebracht werden. Und dann noch das Stück durch den Urwald schleppen.
Zelte, Gummistiefel, Regencapes, Schlafsäcke, Kochtöpfe….uvm..
Man nimmt uns alles ab, wir sollen nur uns selbst heil ans Ziel bringen. Selbst die Mutter von Yaku schleppt 2 Rucksäcke. Sie balanciert alles ins Boot, aus dem Boot und durch den Schlamm—wir können nur staunen.

Da wartet das Auto schon auf uns. Mit großer Ladefläche. Alles wird in Plastik gepackt und auf die Ladefläche gepackt—Verabschiedung von Yakus Familie und los gehts!

Da wartet das Auto schon auf uns. Mit großer Ladefläche. Alles wird in Plastik gepackt und auf die Ladefläche gepackt—Verabschiedung von Yakus Familie und los gehts!

Eine außergewöhnliche Shoppingtour beginnt:
Yaku und Delfin shoppen was das Zeug hält: 200 Brötchen in 20 Plastiktüten, 2 Galonen Trinkwasser, Unmengen an Dosen, Trockenmilch, Marmelade in Tetrapacks, Toilettenpapier, Seife, viele Pakete Salz, Eier, Zucker, Bonbons und…und…

Dann viele riesige stabile Plastiktüten, in denen alles verstaut wird—und viele Meter stabile Plastikplanen

Dann gehts zur Tankstelle. Hier nehmen wir den Bootsmann Herrmann auf. Er wird das Boot steuern

Dann gehts zur Tankstelle. Hier nehmen wir den Bootsmann Herrmann auf. Er wird das Boot steuern

Der Fahrer betankt einige Kanister mit Diesel

Der Fahrer betankt einige Kanister mit Diesel

Auch das riesige Fass wird befüllt. Ich frage mich, wie man das später  vom Auto kriegt.

Auch das riesige Fass wird befüllt. Ich frage mich, wie man das später vom Auto kriegt.

200! Brötchen!! Ich frage, was wir mit so viel Brötchen sollen? Außerdem habe ich gesehen, dass sie auch noch Toastbrot eingekauft haben—Wir besuchen einige Communities und die bekommen alle Brötchen geschenkt—das gibt es dort nämlich nicht!

200! Brötchen!! Ich frage, was wir mit so viel Brötchen sollen? Außerdem habe ich gesehen, dass sie auch noch Toastbrot eingekauft haben—Wir besuchen einige Communities und die bekommen alle Brötchen geschenkt—das gibt es dort nämlich nicht!

So viel Diesel haben wir nun getankt. Der Preis für Diesel ist hier noch sehr niedrig

So viel Diesel haben wir nun getankt. Der Preis für Diesel ist hier noch sehr niedrig

Alles wurde ausgepackt, um Platz für die Kannister und das große Faß zu schaffen und nun muß alles wieder auf die Ladefläche

Alles wurde ausgepackt, um Platz für die Kannister und das große Faß zu schaffen und nun muß alles wieder auf die Ladefläche

Bereit zur Abfahrt! Der junge Mann rechts gehört nicht zum Team. Ich glaube das er Herrmann hergebracht hat

Bereit zur Abfahrt! Der junge Mann rechts gehört nicht zum Team. Ich glaube das er Herrmann hergebracht hat

Alles mußte in eine große Plastikplane gehüllt werden, denn wir haben nun eine lange Fahrt vor uns und es regnet dauernd. Um 9.30 Uhr verabschieden wir uns von Yaku— es fällt ihm sichtlich schwer, dass er die Tour nicht selber mit uns machen kann

Alles mußte in eine große Plastikplane gehüllt werden, denn wir haben nun eine lange Fahrt vor uns und es regnet dauernd. Um 9.30 Uhr verabschieden wir uns von Yaku— es fällt ihm sichtlich schwer, dass er die Tour nicht selber mit uns machen kann

Nach knapp 3 Stunden erreichen wir die Anlegestelle des Bootes und  lernen William kennen, er ist der 2. Bootsmann und hat hier mit dem Boot gewartet.

Nach knapp 3 Stunden erreichen wir die Anlegestelle des Bootes und lernen William kennen, er ist der 2. Bootsmann und hat hier mit dem Boot gewartet.

Nun wird wieder alles von der Laderampe geladen. Das große Fass hieven sie zu Dritt runter. Als alles entladen ist, verabschiedet sich unser Fahrer. Er muss nun wieder zurück

Nun wird wieder alles von der Laderampe geladen. Das große Fass hieven sie zu Dritt runter. Als alles entladen ist, verabschiedet sich unser Fahrer. Er muss nun wieder zurück

Der Weg zum Boot runter ist steil und schlammig. Nun lernen wir William kennen, er ist der 2. Bootsmann.

Der Weg zum Boot runter ist steil und schlammig. Nun lernen wir William kennen, er ist der 2. Bootsmann.

Unermüdlich schleppt William die schweren Sachen runter zum Boot. Nun Frage ich mich, wie wohl das Faß da runter kommt. Das kann wirklich keiner den Modderweg runterschleppen. Sie lachen und sagen: „warte ab!“

Unermüdlich schleppt William die schweren Sachen runter zum Boot. Nun Frage ich mich, wie wohl das Faß da runter kommt. Das kann wirklich keiner den Modderweg runterschleppen. Sie lachen und sagen: „warte ab!“

Ich habe es gefilmt: sie kippen das Fass und rollen es runter!

Da liegt es nun und William rollt es zum Boot—beim aufstellen merken sie, dass es einen Riss hat und etwas raussickert. Unterwegs hat es auf einem Stein etwas abbekommen. Es wird beratschlagt und dann saugen sie etwas in einen Kannister ab, legen es mit der gerissenen Stelle nach oben und schon gehts!

Da liegt es nun und William rollt es zum Boot—beim aufstellen merken sie, dass es einen Riss hat und etwas raussickert. Unterwegs hat es auf einem Stein etwas abbekommen. Es wird beratschlagt und dann saugen sie etwas in einen Kannister ab, legen es mit der gerissenen Stelle nach oben und schon gehts!

Wir packen unser Solarpanel aus und testen es das erste Mal. Hurra!! Es klappt!

Wir packen unser Solarpanel aus und testen es das erste Mal. Hurra!! Es klappt!

Um 13.30 Uhr kann es endlich losgehen! Auch auf dem Boot ist alles zigfach in Folie und in eine große Plane gehüllt

Um 13.30 Uhr kann es endlich losgehen! Auch auf dem Boot ist alles zigfach in Folie und in eine große Plane gehüllt

Wir nehmen noch einige Schulkinder mit, die sonst per Landweg einige Stunden unterwegs wären

Wir nehmen noch einige Schulkinder mit, die sonst per Landweg einige Stunden unterwegs wären

Sie freuen sich und kichern und lachen

Sie freuen sich und kichern und lachen

Das Boot setzt oft auf und immer wieder muß William die Stange nehmen und es wieder ins Wasser bringen

Das Boot setzt oft auf und immer wieder muß William die Stange nehmen und es wieder ins Wasser bringen

Hier setzten wir die Kinder ab und sie winken uns nochmal zum Abschied zu

Hier setzten wir die Kinder ab und sie winken uns nochmal zum Abschied zu

Nach 4 Stunden erreichen wir eine Insel und die Jungs beschließen, dass wir hier unser Nachtlager aufschlagen.
Unterwegs hat es immer wieder geregnet. Es ist sehr aufwändig, immer Regenjacken an—wieder aus—wieder an—
Wenn es regnet, dann auch immer richtig und danach scheint die Sonne so kräftig, dass man es mit den Regenjacken nicht aushält

Sie  holen uns die Bank aus dem Boot, damit wir ihnen besser beim arbeiten zusehen können

Sie holen uns die Bank aus dem Boot, damit wir ihnen besser beim arbeiten zusehen können

Der Strand wird gecheckt und nach brauchbarem Material für den Zeltbau abgesucht, Stöcker in den Boden gerammt und die dicken Planen untergelegt.

Der Strand wird gecheckt und nach brauchbarem Material für den Zeltbau abgesucht, Stöcker in den Boden gerammt und die dicken Planen untergelegt.

Ein Zelt steht schon und das Feuer wird angezündet. Delfin gräbt im Sand—ich denke, er sucht nach Würmern, weil sie angeln wollen. Herrmann und William fahren noch mal mit dem Boot los um frisches Wasser zu holen. Woher weiß ich nicht.

Ein Zelt steht schon und das Feuer wird angezündet. Delfin gräbt im Sand—ich denke, er sucht nach Würmern, weil sie angeln wollen. Herrmann und William fahren noch mal mit dem Boot los um frisches Wasser zu holen. Woher weiß ich nicht.

Herrmann und Delfin versuchen sich beim angeln, als Köder haben sie nur Brot. Das fällt natürlich leicht ab und erschwert die Sache

Herrmann und Delfin versuchen sich beim angeln, als Köder haben sie nur Brot. Das fällt natürlich leicht ab und erschwert die Sache

Es dauert nicht lange und sie haben einen Fisch gefangen.
„Trap“ nennen sie diese Fische—sie sehen aus wie Welse, haben so lange Barthaare

Es dauert nicht lange und sie haben einen Fisch gefangen.
„Trap“ nennen sie diese Fische—sie sehen aus wie Welse, haben so lange Barthaare

Aber erstmal gibt es Spaghetti mit Thunfisch und Paprika—ich staune , wie man so auf offenem Feuer mit der Pfanne braten kann

Aber erstmal gibt es Spaghetti mit Thunfisch und Paprika—ich staune , wie man so auf offenem Feuer mit der Pfanne braten kann

Dann wird aus den herumliegenden Stöckern eine Auflage für die Fische gebastelt und gegrillt—die sind vielleicht lecker!!

Dann wird aus den herumliegenden Stöckern eine Auflage für die Fische gebastelt und gegrillt—die sind vielleicht lecker!!

Da es nun dunkel wird und die Mücken kommen, gehts früh ins Bett.
Kaum zu glauben um 8 Uhr ist hier Schlafenszeit—was sollen wir im dunkeln machen?

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach einem kurzen Aufenthalt in der Heimat setzen wir unsere große Reise fort. Wir haben den Hinflug nach Cancun und den Rückflug von San Francisco gebucht. Den Zwischenraum füllen wir mit ein paar spannenden Ländern!
Details:
Aufbruch: 04.05.2022
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 28.06.2022
Reiseziele: Mexiko
Ecuador
Live-Reisebericht:
Christine & Thomas schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Christine & Thomas R&H berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/13):
Hanna Karin 1656219439000
Ich freue mich sehr, dass ihr (ei­ni­ger­ma­ßen) woh­lbe­hal­ten zurück in Deuts­chland seid. Außer dem Chaos an den Flug­häfen und viel­leicht auch in manchen Zügen wegen des 9-EUR­-Tickets ist Deuts­chland doch ein sehr fried­liches Land. Wenn ihr richtig satte Natur und wun­der­schöne Lan­dschaft erleben wollt, dann solltet ihr mal nach O­ber­ba­yern kommen. Ich bin immer wieder beglückt, wenn ich hier einen Ausflug in die Berge mache.­

Dan­ke für die vielen Bilder und Er­leb­nis­se, die ihr mit uns geteilt habt. Ich war immer sehr ges­pannt dabei.
Ich wünsche Thomas noch gute Er­ho­lung nach der OP und nat­ürlich auch dir liebe Chris­ti­ne eine schöne Zeit zu­hau­se.
anonym 1655322287000
Oh my god. Ich konnte Eure Berich­te in letzter Zeit nicht ver­fol­gen. Rüdiger und ich hoffen sehr, dass es Thomas wieder besser geht. Gott sei Dank hat er of­fen­sich­tlich die Sympto­me nicht unterschätzt. Schnel­le gute Bes­serung. Bleib auch stark. Fühlt Euch aus der Ferne ganz fest umarmt.
Hanna Karin 1655058660000
Was für eine auf­re­gen­de Wendung eurer Reise! Wie gut, dass Thomas frühzei­tig erkannt hat, was der Schmerz in seiner Brust be­deu­tet und ihr so schnell Hilfe be­kom­men habt. So ist ja nochmal alles gut ge­gan­gen­.
Chris­ti­ne, du bist ja schon eine sehr mutige Person. Diese Reise nach Quito und zurück. Ich bin be­ein­druckt! Ich staune auch über den de­tail­lier­ten Bericht trotz all der Her­aus­for­de­run­gen der letzten Ta­ge.­
Ich nehme doch an, dass Thomas eine gute Aus­lan­dsrei­se­ver­siche­rung hat, die die Kran­ken­haus­kos­ten be­zahlt. Ich wünsche euch noch schöne Tage in Gua­ya­quil und eine gute Rückrei­se.