Auszeit für eine lange Reise - Teil2: Amerika

Reisezeit: Mai / Juni 2022  |  von Christine & Thomas R&H

21.06.2022: Guayaquil

Heute steht uns noch der schwere Gang zum Krankenhaus bevor.
Ich stehe per WhatsApp mit einem Herrn vom „cashier Department“ in Kontakt.
Die Klinik war bis heute nicht in der Lage das Restguthaben auf die Kreditkarte zurück zu überweisen.
Wir haben ihm angedroht, dass wir dort erscheinen und nicht eher verschwinden, bis wir einen Scheck oder das Geld in bar bekommen.

Nun ist es soweit—wir haben schon ein mulmiges Gefühl, was soll man machen, wenn sie sich stur stellen?

Erstmal stärken wir uns bei dem tollen Frühstück hier—mit einem Gemüse-Frucht Smoothie..

Erstmal stärken wir uns bei dem tollen Frühstück hier—mit einem Gemüse-Frucht Smoothie..

Ich liebe diese Früchte und werde sie zu Hause sehr vermissen

Ich liebe diese Früchte und werde sie zu Hause sehr vermissen

Maracuja oder Passionsfrucht…was auch immer-sie sind köstlich!!

Maracuja oder Passionsfrucht…was auch immer-sie sind köstlich!!

Gegen 11 Uhr sind wir in der Klinik, wo wir natürlich NICHT erwartet werden. Umständlich müssen wir an der Rezeption unser Anliegen schildern.
Dann werden wir zu einer Dame in den ersten Stock geschickt.

Hier läßt man uns wieder warten—es versteht ja auch keiner Englisch—immer muss jemand zum Übersetzen gesucht werden.

Endlich kommt eine Dame und kümmert sich, nachdem wir ihr wieder alles erklärt haben.
Sie will uns wieder mit einer Überweisung abwimmeln—aber wenn wir gehen, haben wir verloren. Wir sagen ihr das auch. In 10 Tagen konnte nichts überwiesen werden—wir gehen nicht mit leeren Händen.

Da sind wir in der schicken Klinik—wir weichen nicht vom Empfangstresen.

Da sind wir in der schicken Klinik—wir weichen nicht vom Empfangstresen.

Ich setze mich auf die Treppe—das passt dem Wachmann nicht—da täusche ich einen Schwächeanfall vor und er holt mir einen Rollstuhl.

Ich setze mich auf die Treppe—das passt dem Wachmann nicht—da täusche ich einen Schwächeanfall vor und er holt mir einen Rollstuhl.

Nach über einer Stunde haben wir dann endlich den Scheck! Von der Bank „Produbanco“
Aber die Freude hält sich in Grenzen—der muß ja auch noch eingelöst werden!

Mit verschiedenen Taxen machen wir uns auf die Suche nach einer Producbanco. Aus wir aus dem Taxi steigen und uns der Bank nähern sehen wir, dass diese wegen Bauarbeiten geschlossen ist. Mist.
Wir wollen es in einer anderen Bank probieren, die fußläufig in der Nähe ist. Anstellen - warten - drankommen - die Mitarbeiterin hackt wie verrückt Thomas`
Passnummer in den Computer - immer wieder - aber es funktioniert nicht. Wir werden an den nächsten Schalter weitergereicht. Gleiches Spiel. Auch kein Erfolg. An Schalter Nummer 3 kommt dann endlich der Hinweis, dass der Scheck nur ausgezahlt werden kann, wenn man ein Konto bei der Bank habe, Ansonsten mögen wir doch bitte zu einer Producbanco gehen.
Weiter geht es mit dem Taxi zur nächsten Filiale. Doch anstatt zur Filiale zu fahren bringt uns das Taxi zu einem Produbanco ATM. Dolle Wurst.

Entnervt und weil der Taxifahrer sich weigert, zur Filiale zu fahren, gehen wir zu Fuß weiter. 1,5 km später kommen wir zu dem Ort, an dem die Bank sein soll. Fehlanzeige, die gibt es hier nicht mehr, wie uns einige Geschäftsleute in der Nachbarschaft erzählen. Ihre Hinweise, wo die Bank nun sei, konnten wir nicht so richtig verstehen.
Okay, in der Nähe unseres Hotels soll es eine weitere Niederlassung geben. Wir machen uns auf den Weg.

Hier in der Passage soll die Bank sein. Wir finden nur lauter Handy-Shops. Keine Bank. Weiter geht es.

Hier in der Passage soll die Bank sein. Wir finden nur lauter Handy-Shops. Keine Bank. Weiter geht es.

Wir kommen am Regierungsgebäude und an der Universität vorbei. Überall Absperrungen und viel Polizei und Soldaten. Offensichtlich befürchtet man auch hier Ausschreitungen wie in Quito, wo es in diesen Tagen zu vielen Protesten mit Verletzten kam.

Wir kommen am Regierungsgebäude und an der Universität vorbei. Überall Absperrungen und viel Polizei und Soldaten. Offensichtlich befürchtet man auch hier Ausschreitungen wie in Quito, wo es in diesen Tagen zu vielen Protesten mit Verletzten kam.

Auch hier Absperrungen. Hinter der Universität haben sich viele Demonstranten versammelt. Zum Glück ist die nächste Bank, die wir ansteuern, etwas abseits des Trubels.

Auch hier Absperrungen. Hinter der Universität haben sich viele Demonstranten versammelt. Zum Glück ist die nächste Bank, die wir ansteuern, etwas abseits des Trubels.

Wir steuern die nächste Niederlassung der Produbanco an und beschließen, wenn es wieder nicht klappt, fragen wir Fabrizio, ob er den Scheck einlösen und uns das Geld dann geben kann.
Tatsächlich gibt es diese Zweigstelle und tatsächlich ist sie geöffnet. Thomas stellt sich an, während ich mal für kleine Mädchen muss.
Als ich wieder in Richtung Bank laufe, kommt mir Thomas bereits entgegen. Wieder nicht?
Er zeigt mir von weitem 2 Stinkefinger… bedeutet..??was..??
Bingo: diese Zweigstelle hat den Scheck auch ohne Konto eingelöst. Passnummer und Unterschrift auf der Rückseite, Unterschrift vom Abteilungsleiter - Auszahlung in bar - ohne jegliche Gebühren.
Wir sind froh, dass es doch noch geklappt hat.

Am Abend treffen wir uns mit Fabrizio und seiner Frau Lucy zum Abendessen bei „unserem Argentinier“.

Am Abend treffen wir uns mit Fabrizio und seiner Frau Lucy zum Abendessen bei „unserem Argentinier“.

Wir haben einen netten Abend.

Wir haben einen netten Abend.

Lucy und Fabrizio sind zwei ganz Liebe. Und wir hoffen, dass sie, wie geplant, im nächsten Jahr nach Europa kommen und uns dann auch besuchen.
Selten haben wir eine solche Gastfreundschaft wie hier in Ecuador erlebt. Und Fabrizio war eine große Hilfe und Stütze, als Thomas ins Krankenhaus musste bzw. war. Wir werden die beiden sehr vermissen.

Lucy und Fabrizio sind zwei ganz Liebe. Und wir hoffen, dass sie, wie geplant, im nächsten Jahr nach Europa kommen und uns dann auch besuchen.
Selten haben wir eine solche Gastfreundschaft wie hier in Ecuador erlebt. Und Fabrizio war eine große Hilfe und Stütze, als Thomas ins Krankenhaus musste bzw. war. Wir werden die beiden sehr vermissen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach einem kurzen Aufenthalt in der Heimat setzen wir unsere große Reise fort. Wir haben den Hinflug nach Cancun und den Rückflug von San Francisco gebucht. Den Zwischenraum füllen wir mit ein paar spannenden Ländern!
Details:
Aufbruch: 04.05.2022
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 28.06.2022
Reiseziele: Mexiko
Ecuador
Live-Reisebericht:
Christine & Thomas schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
Christine & Thomas R&H berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/13):
Hanna Karin 1656219439000
Ich freue mich sehr, dass ihr (ei­ni­ger­ma­ßen) woh­lbe­hal­ten zurück in Deuts­chland seid. Außer dem Chaos an den Flug­häfen und viel­leicht auch in manchen Zügen wegen des 9-EUR­-Tickets ist Deuts­chland doch ein sehr fried­liches Land. Wenn ihr richtig satte Natur und wun­der­schöne Lan­dschaft erleben wollt, dann solltet ihr mal nach O­ber­ba­yern kommen. Ich bin immer wieder beglückt, wenn ich hier einen Ausflug in die Berge mache.­

Dan­ke für die vielen Bilder und Er­leb­nis­se, die ihr mit uns geteilt habt. Ich war immer sehr ges­pannt dabei.
Ich wünsche Thomas noch gute Er­ho­lung nach der OP und nat­ürlich auch dir liebe Chris­ti­ne eine schöne Zeit zu­hau­se.
anonym 1655322287000
Oh my god. Ich konnte Eure Berich­te in letzter Zeit nicht ver­fol­gen. Rüdiger und ich hoffen sehr, dass es Thomas wieder besser geht. Gott sei Dank hat er of­fen­sich­tlich die Sympto­me nicht unterschätzt. Schnel­le gute Bes­serung. Bleib auch stark. Fühlt Euch aus der Ferne ganz fest umarmt.
Hanna Karin 1655058660000
Was für eine auf­re­gen­de Wendung eurer Reise! Wie gut, dass Thomas frühzei­tig erkannt hat, was der Schmerz in seiner Brust be­deu­tet und ihr so schnell Hilfe be­kom­men habt. So ist ja nochmal alles gut ge­gan­gen­.
Chris­ti­ne, du bist ja schon eine sehr mutige Person. Diese Reise nach Quito und zurück. Ich bin be­ein­druckt! Ich staune auch über den de­tail­lier­ten Bericht trotz all der Her­aus­for­de­run­gen der letzten Ta­ge.­
Ich nehme doch an, dass Thomas eine gute Aus­lan­dsrei­se­ver­siche­rung hat, die die Kran­ken­haus­kos­ten be­zahlt. Ich wünsche euch noch schöne Tage in Gua­ya­quil und eine gute Rückrei­se.