Suedafrika, Australien & Neuseeland, Vietnam und Nepal - here I come!

Reisezeit: September 2007 - März 2009  |  von Katja Konow

Vietnam - Saigon to Hanoi 09.01. - 12.02.2009: Hanoi - Sapa - Hanoi 03. - 12.02.2009

Nach einer nicht ganz so unbequemen Nacht im Zug musten wir sogar geweckt werden als wir ankamen. Leider geht der Zug nicht ganz bis nach Sapa, so das man mit dem Bus noch eine weiter Stunde fahren muss. Das Busticket hatten wir vorher schon gekauft und uns sollte dort einer mit einem Namensschild abholen, was jedoch nicht geschah. So landeten wir in einem Bus und mussten nochmal bezahlen.

Ausblick von unserem Hotel auf das Summit Hotel mit herrlichem Ausblick im Hintergrund

Ausblick von unserem Hotel auf das Summit Hotel mit herrlichem Ausblick im Hintergrund

Sapa is ein wirklich sehr schoen gelegene Stadt mit sehr vielen geraeumigen Hotelanlagen und viel Tourismus. Die Umgebung ist jedoch sehr schoen, da viele Berge hier mit Reisfeldern angelegt welches der Landschaft ein einmaliges Panorama verschafft.

Sapa Stadt vom Berg aus fotografiert

Sapa Stadt vom Berg aus fotografiert

Sapa ist bekannterweise kaelter, da es in den Bergen liegt. Es ist sogar so kalt, das man den Atem sehen kann. Jedoch hat hier keiner irgendeine Form von Heizung.
Am ersten Tag in Sapa erkundigten wir Sapa zu Fuss und machten uns auf den Berg um die Aussicht zu geniesen. (Natuerlich muss man dort auch Eintritt bezahlen).
In Sapa gibt es 2 Einwohnergruppen, die ihre eigene Sprache sprechen. Einige von ihnen koennen sogar kein vietnamesisch.

das nennt man tuechtige Feldarbeit - alles wird bei Hand gemacht

das nennt man tuechtige Feldarbeit - alles wird bei Hand gemacht

Am 2ten Tag machten wir eine Tagestour mit. Wir waren eine Gruppe von 6 Leuten. Mit dem Bus wurden wir etwas ausserhalb von Sapa gefahren. Dort wurden wir von eine ganzen Herde von Dorfeinwohnern umzingelt, die uns den ganzen Tag verfolgten und uns Sachen verkaufen wollten. Hier in Sapa gibt es nur eine Reis-Saison und in der Nebensaison verdienen die Dorfbewohner ihr Geld um Sachen an die Touristen zu verkaufen. Gegen Mittag hatten wir Mittagessen (Picknick) in einem von den Doerfern.

Danach ging es weiter einen Huegel hinauf. Der eigentliche Weg war in den Tagen davor sehr matschig gewesen, so das wir an den Ecken der Reisfelder langbalancierten, welches ein gutes Gleichgewichtssinn fordert. Einige von den Dorfbewohnern lachten sich schief, wie wir uns bemuehten.
Anschliessend ging es an einen Wasserfall, wo der endgueltige Verkauf von den Dorfbewohnern stattfand und fuer uns ging es dann uebers Tal zurueck auf die Strasse, wo wir abgeholt wurden.

Richard beim balancieren auf den Reisfeldern. Am Ende mussten ihn 2 Frauen dabei helfen. Eine vorne und eine hinten. Die haben sich schief gelacht

Richard beim balancieren auf den Reisfeldern. Am Ende mussten ihn 2 Frauen dabei helfen. Eine vorne und eine hinten. Die haben sich schief gelacht

Am naechsten Tag hiess es dann Abschied nehmen von Richard, fuer den seine 3 Monate reisen nun leider vorbei waren und er seine Rueckreise nach London antreten musste.
Und ich stellte in den naechsten 2 Tagen fest, das es ziemlich problematisch ist, wenn man alleine in Vietnam reist. Wollte naemlich gerne noch die Wandertour zu dem Fansipan Berg machen. Der Hoechste Berg in Vietnam mit 3145Metern. Habe es dann auch ueber den ehemaligen Tourguide probiert, den wir bei der Tagestour hatten. Der hatte jedoch noch eine 2 tages Tour gehabt und ich konnte mein Zugticket nicht auf einen weiteren Tag verschieben.
Nach 2 Tagen war ich jedoch so gelangweilt, das wir beschlossen, die Wanderung in 1 1/2 Tagen zu machen. (Eigentlich wollte ich sie in 3 Tagen und 2 Naechten machen)
Am Montag morgen trafen wir uns also um 6 Uhr in der frueh! Mit dem Mopet ging es eine Stunde zum Nationalpark, wo ich dann 300000VND bezahlte (damit ist man auch gleich versichert) Im Gebaeude haengt noch ein Schild von dem Umweltminister!!!
Kurz nach 7 Uhr machten wir uns dann los von 1900Metern. Am ersten Rastplatz, der direkt an einem Bach liegt machten wir Fruehstueckspause. Um 10:30 waren wir dann bei der ersten Huette auf 2200Metern angekommen. Dort wollten wir uns Schlafsaecke ausleihen fuer die 2te Nacht.
Danach ging es weiter. und wir hatten teilweise eine herrliche Sicht ueber die Berge. Zu unserem Endziel geht es ueber 6 Berge und von der ersten bis zur zweiten Huette geht es ziemlich steil bergauf. Teilweise klettert man sogar Leitern hinauf. Ab 12 Uhr verlies mich leider meine Kraft und ich baute ziemlich stark ab. Zudem stellte sich heraus das mein Tourguide nur 5 Brote und gerade mal 1 Liter Wasser fuer die 2 Tage dabei hatte und sonst nichts. Eigentlich macht es mir ja nichts aus mein Essen zu teilen, aber wenn man sowieso nur das wenigste dabei hat, kann es fatal sein. So waren meine 4 Bananen nur noch 2 Bananen. Meine Ananas nur noch ne halte etc. Ich hatte jedoch noch 2 Snickers dabei. Muss zugeben, das ich eins heimlich gegessen habe.

Ueber den Wolken.....muss die Freiheit wohl grenzenlos sein....

Ueber den Wolken.....muss die Freiheit wohl grenzenlos sein....

Um 13:00 Uhr kamen wir dann am 2ten Uebernachtungslager bei 2800Metern an und ich war platt. Musste mich erst mal hinlegen. Nach ner halben Stunde Ruhepause versuchten wir es dann aber trotzdem die Spitze des Berges zu erreichen.
Die Rucksaecke liesen wir zuruck und somit hatten wir auch viel mehr Energie.
Nach 2 Stunden waren wir jedoch immer noch nicht am Ziel und da wir noch nicht mal ne Taschenlampe dabei hatten entschlossen wir uns weise umzukehren. Der Tourguide meinte wir waeren keien halbe Stunde vom Ziel entfernt und bereits bei ueber 3000Metern. Sicherheit ist Sicherheit und wir machten uns auf den Rueckweg und kamen dann gegen kurz nach 17:00 Uhr zurueck an die Huette.

und es geht noch weiter hoch.....puh ganz schoen steil

und es geht noch weiter hoch.....puh ganz schoen steil

Dort waren ausserdem noch ein Japanisches Paerchen, welche im Zelt schliefen und ne Gruppe Vietnamesen. Die hatten ein grossen Abendessen und so konnte mein Tourguide sich von denen noch etwas essen und Reiswein abstauben. Die Schlafsaecke, die wir ausgeliehen hatten waren jedoch bereits so abgenutzt, das der Reisverschluss nicht mehr ging. Es herrschte eine Temperatur von ca. 2 Grad und die Huette war nicht dicht. Ich kann nur sagen, es war Arschkalt. Gott sei Dank hatte ich noch meinen 2ten Schlafsack mit. Selbst mit 2 Schlafsaecken, 2paar Socken, T-Shirt, langer Themounterwaesche, 2 Fliesjacken, Hut, Handschuhen hab ich noch so gefrohren, das ich in der Nacht kaum geschlafen hatte. Mein Tourguide und 2 andere Kerle kuschelten sich in der Nacht schoen aneinander - alla Vietnamesen Koerperwaerme-Heizung.
Da die Vietnamesen ja auch nicht wirklich viel umweltbewustsein haben, ist die ganze Huette umgeben von menschlichen Scheisshaufen und Toilettenpapier - nicht wirklich einladend.....was der Umweltminister wohl dazu sagt?

Ausblick auf die zweite Huette

Ausblick auf die zweite Huette

Am naechsten Tag machten wir jedoch keinen zweiten Versuch auf die Spitze zu kommen sondern machten uns wieder zurueck. Am Vortag hatte ich noch die ganze Zeit gedacht, "Mensch, wie kommst du hier blos wieder runter", aber es ging doch sehr gut.
Um 13:00 Uhr kamen wir wieder unten an und machten uns mit dem Mopet zurueck nach Sapa.
Ich hab den Tourguide dann noch zum Mittagessen eingeladen, welches er dann auch verschlungen hatte, als ob er seit Tagen nichts mehr gegessen hatte.
Er ist wirklich ein guter Tourguide gewesen, wenn auch etwas unorganisiert.
Um 17:00 Uhr ging dann mein Nachtzug zurueck nach Sapa, wo ich dann noch ein Tag blieb, um dann mein Flug zurueck nach Bangkok zu nehmen.

© Katja Konow, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In Suedafrika geht es von Kapstadt entlang der Kueste nach Durban mit einem Abstecker in die Drakensberge. Dann nach St.Lucia/Sodwana bay und ueber Swaziland nach Johannesburg. In Australien geht es an die Westkueste, von Perth nach Exmouth und wieder zureuck nach Perth ueber den Karijini National Park. Anschliessend and die Ostkueste,Cairns Fuer das ganze Jahr 2008 geht es nach Neuseeland um nicht nur zu reisen sondern auch zu arbeiten! Auf dem Heimweg geht es nach Vietnam und Nepal
Details:
Aufbruch: 16.09.2007
Dauer: 18 Monate
Heimkehr: 10.03.2009
Reiseziele: Südafrika
Australien
Neuseeland
Tonga
Thailand
Vietnam
Nepal
Der Autor
 
Katja Konow berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.