El sendero del sueño

Reisezeit: Januar 2009 - Januar 2010  |  von Alessandra Hunziker

Iguazu

der letzte stopp bevor ich zurueck nach buenos aires fliege ist iguazu. ich habe mir immer gesagt, dass ich argentinien nicht verlasse bevor ich die beruehmten iguazu-faelle gesehen habe...

um von el calafate nach iguazu zu gelangen, flog ich zuerst nach buenos aires und von dort direkt nach iguazu. der flug dauerte insgesamt 4.5 stunden und die landschaft die unter mir hinwegzog war traumhaft. natuerlich musste ich ein paar fotos aus der luft machen...

puerto iguazu ist eine kleine touristische aber trotzdem relaxte kleinstadt die in der wunderschoenen provinz misiones liegt. die stadt zaehlt 32000 einwohner. alle die hier her kommen, kommen nur aus einem grund... die iguazu-faelle. so wie ich natuerlich denn dieses naturwunder muss man einfach gesehen haben.

hier steht auch eines der besten hostels argentiniens und ich wollte mir das natuerlich nicht entgehen lassen. das hostel-inn liegt 5 km von puerto iguazu entfernt und 15 km vom nationalpark iguazu. schon bei der ankunft sah ich auf anhieb, dass dies die richtige entscheidung war. im garten steht ein riesiger pool der umrundet ist von hohen palmen. das ehemalige kasino beherrbergt eine gaestekueche, eine bar, ein restaurant und unzaehlige dorms. da die zimmer im gebaeude nicht ausgereicht haben, bauten sie noch 3 aussen haeuser. in einem von denen bin auch ich eingezogen. das 4er dorm ist gross und das bad wirklich auch nicht schlecht. eine uebernachtung kostet hier 60 pesos inkl. fruehstueck und gratis internet. jeden abend bieten sie entweder barbecue mit tango show 30 pesos, buffet 20 pesos oder brasilien night 30 pesos an. alle 3 sachen habe ich natuerlich probiert und die stimmung unter den reisenden war super. am letzen abend nach der smba-show fand eine riesige poolparty stadt und desshalb ging auch ich noch um mitternacht ins lauwarme nass .

ich wuerde dieses hostel wirklich jedem empfehlen ob jung oder aelter denn man fuehlt sich hier wie im paradies. hat was von einem beachresort nur ohne beach .

am ersten tag besichtigte ich den grund meines besuches und machte mich auf den weg zu der argentinische seite der iguazu faelle. der eintritt zum nationalpark kostet 60 pesos dafuehr kann man sich nicht nur zu fuss im park bewegen, sondern auch mit einem kleinen zug.

wasserfaelle so meinen manche, sollen negative ionen und damit gluecksgefuehle erzeugen. ihr glaubt das nicht? dann ab zu den iguazu faellen. ich habe in meinem leben noch nie etwas so schoenes gesehn. die kraft die diese wasserfaelle ausstrahlen, die groesse und die enorme geraeuschkulisse ist unbeschreiblich. man kommt aus dem staunen nicht mehr heraus und trotz den vielen touristen koennte man stundenlang einfach nur dastehen und dieses naturschauspiel bewundern.

glaubt man einer legende der guarani, sind die iguazu-faelle wie folgt entstanden: ein eifersuechtiger waldgott zuernte einem krieger, der zusammen mit einem jungen maedchen in einem kanu flussabwaerts fluechtete. direkt vor dem paar riss der gott das flussbett auf und schuf so die steilwandigen wasserfaelle. das maedchen stuerzte in die tiefe und verwandelte sich unten angekommen in einen felsen. von oben muss der krieger, seitdem in der gestalt eines baumes gefangen, tagein tagaus auf seine gefallene geliebte herabblicken.
die geologische entstehungsgeschichte der faelle klingt dagegen etwas nuechterner. im suedlichen brasilien fliesst der rio iguazu ueber ein basaltplateau, das abrupt vor dem zusammenfluss mit dem parana endet. unmittelbar vor der kante teilt sich das wasser in etliche kanaele, die fuer die diversen cataratas verantwortlich sind.
mir persoendlich gefaellt die erste geschichte besser ;o).

im nationalpark angekommen habe ich mich auch gleich in den zug gesetzt und bin zum halbkreisfoermigen garganta del diablo gefahren. ueber laufstege die ueber den fluss fuehren erreicht man den teufelsschlund. man sieht den wassernebel schon von weitem und je naeher man kommt desto lauter wird das tobende geraeusch des wassers. es ist unglaublich! man kann sich den teufelsschlund so vorstellen. man laeuft ueber einen relativ ruhigen fluss und ploetzlich steht man vor einem riesigen loch wo das wasser runter stuerzt. einfach wahnsinn! auf dem weg dorthin wird man von hunderten von schmetterlingen verfolgt die so richtig laestig werden koennen . sie setzen sich auf deine haare, deinen rucksack, auf die arme einfach ueberall hin. ich glaube ich war ein besonders beliebtes opfer .

als ich mich endlich von diesem anblick loesen konnte, machte ich mich auf den weg zu den naechsten wasserfaellen. auch zu den unzaehligen anderen laeuft man ueber laufstege und kann die schoenheit der natur von ganz nahem bewundern. auf dem weg zum ersten wasserfall begegnete mir ein ziemlich hungriger nasenbaer, wieder zahlreiche schmetterlinge und natuerlich unglaublich viele touristen .
jeder einzelne wasserfall den ich bewundern durfte ist einmalig und man kommt aus dem staunen gar nicht mehr heraus. ob von ganz nahem oder als panoramablick es ist unglaublich faszinierend. bei einem wasserfall kann man so nahe gehen, dass man innert 3 sekunden klitsch nass ist. habe ich natuerlich auch gemacht denn eine erfrischung bei 38 grad kann ja nicht schaden ;o).

ich koennte jetzt sicher ueber 50 fotos reinstellen, denn alle sind so wunderschoen. aber ich will euch ja nicht langweilen desshalb habe ich mal die qual der wahl getroffen .

Ein Foto nur fuer dich mein Engel

Ein Foto nur fuer dich mein Engel

da ich noch nicht genug von wasserfaellen hatte, ging ich am naechsten tag auf die brasilianische seite der iguazu-faelle. um 08:00 uhr morgens holte mich ein bus ab und nach 10 min fahren waren wir auch schon an der grenze. schnell einen neuen stempel in den pass druecken lassen und schon ging die fahrt weiter bis zum nationalpark. irgendwie schon verrueckt mal fuer 3 stunden nach brasilien zu fahren, schnell die zeit umstellen, wasserfaelle angucken und wieder zurueck fahren .

der eintritt in den nationalpark ist teuer als der auf der argentinieschen seite. 80 pesos. es hat sich jedoch mehr als gelohnt auch wenn man, ausser an einer stelle, lange nicht so nah an die wasserfaelle rankommt wie auf der seite des nachbarlandes. speziell an der brasilianischen seite ist, dass man die ganze groesse der wasserfaelle bewundern kann und einen wunderschoenen panorama blick hat. beim teuferlsrachen gibt es sogar einen lift auf eine plattform hoch von wo aus man einen genialen blick hat ohne nass zu werden .

nach 3 stunden mussten wir auch schon wieder auf den bus und zurueck ueber die grenze. gemaess pass kann ich jetzt jedem erzaehlen, dass ich in brasilien war . leider ist der ein-und ausreisestempel vom gleichen tag ;o).

und ich werde immer noch verfolgt

und ich werde immer noch verfolgt

Blick auf den Teufelsrachen

Blick auf den Teufelsrachen

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Jede Reise beginnt mit einem Traum... 12 Monate von Kalifornien bis nach Argentinien. Die schönsten Momente im Leben sind die, in denen Gedanken Wirklichkeit werden...
Details:
Aufbruch: 05.01.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Januar 2010
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Mexiko
Belize
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Isla de Ometepe
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Chile
Der Autor
 
Alessandra Hunziker berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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