El sendero del sueño

Reisezeit: Januar 2009 - Januar 2010  |  von Alessandra Hunziker

San Pedro de Atacama

am naechsten morgen mussten wir uns leider von chantal verabschieden, denn sie geht weiter nach buenos aires um mit ihrem freund 3 wochen durch patagonien zu reisen. nachdem wir unser oranger flitzer in empfang genommen und beladen haben, suchten wir mal einen weg raus aus santiago. das sah ja zuerst so richtig kompliziert aus vorallem weil ich seit maerz kein auto mehr gesteuert habe aber es war total einfach. zum glueck verlernt man autofahren nicht so schnell ond somit waren wir im nu auf der panamericana richtung norden. ziel der heutigen autofahrt ist das 20 stunden entfernte san pedro de atacama. gottseidank wusste unser kleiner flitzer das zu diesem zeitpunkt noch nicht ... infos dazu folgen...

unser weg fuehrte uns durch eine steppenartige, trockene gegend bis wir nach ca. 3 stunden das meer erblickten. der kueste entlang ging es weiter und immer weiter ueber zum teil schnurgerade strassen. nach weiteren stunden gab es ploetzlich einen stau und gerade dort hatten wir ein funkloch. das glueck war jedoch auf unserer seite denn jemand kam an den autos vorbei und verkaufte cd's. kurz entschlossen kauften wir 2 und waren sehr ueberrascht wie gut wir unsere wahl getroffen hatten. mit lauter latinischer rockmusik ging es weiter und langsam ging die sonne unter. immer noch fit und munter fuhren wir in die nacht hinein immer richtung norden. langsam aber sicher kam die muedigkeit und wir wechselten die plaetze etwas haeufiger. endlich kam calama in sicht und somit wussten wir, dass es noch gut 1,5 stunden geht bis wir unser ziel erreicht haben. es war fuenf uhr morgens als wir in calama die einfahrt richtung san pedro genommen haben. als ich um eine kurve einen gang runter geschaltet habe war es dann soweit... die kupplung steckte fest und schalten war ein fremdwort. scheisse... ich hielt den wagen am rand unter einer bruecke und wir fluchten was das zeug hielt... hmm was macht man um fuenf uhr morgens in einer stadt die man nicht kennt wenn man eine panne hat... uns kam sogleich die 24h sos nummer in den sinn die uns unser vermieter gegeben hatte. leider funktionnierte die nummer mit unseren schweizer handys nicht und somit blieb uns nichts anderes uebrig als hilfe zu suchen. bine blieb im auto um unser gepaeck zu bewachen und ich ging in die eiskalte, windige nacht hinaus und begann mal in richtung stadt zu laufen. ich hatte keine ahnung wen ich um fuenf uhr morgens um hilfe beten kann bis ein auto auf mich zu kam. haendefuchtelnd mitten in der strasse stehend hielt ich den wagen an. er musste fast anhalten ich stand ja im weg . ich erklaerte dem netten herrn was mein problem ist und er rief mit seinem handy die sos nummer fuer mich an. nach langem hin und her erklaerte er mir, dass sie einen abschleppdienst organisieren der so ca. zwischen 06:00 und 6:30 uhr erscheinen wird. ich bedankte mich herzlich bei ihm und ging durchgefrohren zurueck zum auto. wir versuchten etwas zu schlafen denn muede war nur der vornahme unseres befindens. eine stunde spaeter erwachten wir zitternd und da kam auch zum glueck der abschleppdienst. das auto wurde aufgeladen und wir fuhren in die stadt. leider teilte uns der fahrer mit, dass die autogarage erst um neun uhr oeffnet und alles andere in dieser stadt auch. somit wurden uns gezeigt wo sich die garage befindet und wir wurden im zentrum der stadt ausgeladen. unsere stimmung war auf dem nullpunkt denn was macht man 2,5 stunden in einer stadt wo nicht mal ein cafe offen hat. ziellos schlenderten wir durch die strassen, hielten in einem hotel um wenigstens das klo zu benutzen und um neun uhr waren wir bei der garage. aber wie ihr euch denken koennt war weit und breit kein auto... zuerst wollten sie das auto naemlich zurueck nach santiago bringen aber wir wehrten uns natuerlich und verlangten, dass sie den schaden reparieren. nach elend langer abklaerung mit der autovermietung bekamen wir das ok und unser auto traf um 11:00 uhr ein. da die chilenen das arbeiten nicht gerade erfunden haben, dauerte die ganze reparatur noch 1,5 stunden bis wir unsere perle endlich geflickt wieder zurueckerhielten. wir waren total fertig und muede und nerven hatten wir schon lange keine mehr... wir wollten einfach nur noch raus aus dieser stadt.

die restliche fahrt verlief reibungslos und nach 1,5 stunden waren wir endlich am ziel. das hostal haben wir, mit einbisschen hin und her fahren da alles einbahn ist, gefunden und auch gleich ein zimmer gekriegt. bereits in calama sagten wir uns, dass es heute ein doppelzimmer mit eigenem bad sein muss nach so einer nacht. unsere bleibe heisst hostal eden und die zimmer sind um einen wundersschoenen, gemuetlichen innenhof rangiert. das doppelzimmer kostet sagenhafte 60$ aber wir wollten uns das leisten. es gibt eine kueche, gratis internet und ein paar haengematten zum relaxen. nachdem wir den gestank an unserem koerper weggeduscht hatten, vergassen wir bereits das geschehene und stiessen mit einem glas wein auf unsere panne an . den abend verbrachten wir mit erkundigen des kleinen aber sehr niedlichen dorf und mit pasta kochen. um neun uhr lagen wir auch schon schlafend im bett.

Unser oranger Flitzer

Unser oranger Flitzer

Hostal Eden

Hostal Eden

Unsere gemuetliche Sitzecke

Unsere gemuetliche Sitzecke

Plaza de Armas

Plaza de Armas

am naechsten morgen, mit einmal den wecker auf spaeter stellen, standen wir auf und gingen zum fruehstueck. wir fuehlten uns wie achzig aber wir wollten unbedingt etwas unternehmen da wir ja den gestrigen tag verpasst hatten. nachdem wir uns ein picknick gekauft hatten gingen wir zur fahrradvermietung h2o und mieteten fuer den ganzen tag ein fahrrad fuer 10$ pro person. unser ziel ist das valle de la luna (mondtal). gemuetlich fuhren wir die 12 km lange strecke bis zur sehenswuerdigkeit nummer eins. wir stellten unsere fahrraeder ab und spazierten durch eine enge schlucht und erforschten kleine hoelen. danach durch eine breitere schlucht mit sandigem boden. die felsformationen sind einfach toll und der boden total anstrengend . mit mueden beinen ging es zurueck zu unseren fahrraedern und da die strasse dort steil nach oben geht, beschlossen wir erstmal zu schieben. wir wollten uns ja nicht ueberanstrengen ;o). nach weiteren 4 km erreichten wir die "las 3 marias" eine felsformation die aus 3 saeulen besteht. dahinter gab es eine salzhoele und danach ging die fahrt die gleiche strecke wieder zurueck. man haette auch weiter fahren koennen jedoch faehrt man dann eine strecke auf der panamericana und das fanden wir nicht so reizvoll. vorallem wollten wir diese strasse fuer einen tag nicht sehen . unterwegs hielten wir noch an um einen sandigen kleinen pfad hoch zu laufen und genossen eine herrliche aussicht auf das mondtal. nach einem kleinen picknick ging es wieder zurueck nach san pedro...

am zweiten tag haben wir zuerst mal ausgeschlafen denn wir hatten es ziemlich noetig nach unserer panne. unsere tour begann um 16:00 uhr und fuehrte uns zur laguna de cejas. diese lagune liegt mitten in der salar de atacama und ist ein besonderes erlebnis zum baden. der salzgehalt ist so hoch wie im toten meer und es war so richtig lustig mal sitzend im wasser zu schweben. nachdem uns der guide mit suesswasser abgespritzt hat damit wir nicht salzverkrustet in den bus einsteigen mussten, fuhren wir weiter zu zwei kreisrunden lagunen. diese lagunen bestehen aus suesswasser und sehen aus wie zwei augen mitten in der wueste. auch dort haetten wir baden koennen aber der wind war ziemlich kalt somit verging uns die lust nochmals nass zu werden. nachdem alle ins kalte nass gesprungen sind, ging die tour weiter zu einem anderen salzsee. dieser salzsee ist nur knoecheltief und man kann mitten auf dem see stehen und fotos machen. sieht aus als ob man uebers wasser gehen kann . in der tour inbegriffen war am schluss ein pisco sauer und chips und mit einem glas in der hand genossen wir den sonnenuntergang.

zurueck in san pedro hatten wir noch zeit um uns umzuziehen und etwas zu essen bevor die naechste tour um 23:00 uhr startete. wir machten die beruehmte sternentour. diese tour ist fast ein muss in san pedro, denn der sternenhimmel ist etwas ganz besonderes. zuerst fuhren wir in die wueste hinaus bis zum observatorium. eine nette aufgestellte frau nahm uns in empfang und zeigte uns, was wir durch die 8 teleskope sehen koennen. wir konnten den jupiter mit seinen 4 monden beobachten, die galaxie andromeda, 2 weitere galaxien von denen ich den namen vergessen habe, der stern sirius und vieles mehr. es war extrem faszinierend! danach erzaehlte er uns vieles ueber die sterne und zeigte uns verschiedene sternbilder. der astrologe hatte so viel humor, dass wir trotz der eigendlich trockenen materie, immer wieder lachen mussten. wir haben wirklich viel gelernt und es war ein traumhafter ausflug.

um 02:00 uhr morgens waren wir wieder in unserem hostal und vielen muede ins bett. morgen wollen wir naemlich wieder richtung sueden fahren und wollen nicht zu spaet aufstehen.

Die Laguna Cejas

Die Laguna Cejas

Eine Chilenische Dusche... Auf Wunsch wurde auch noch mit den Haenden nachgeholfen .

Eine Chilenische Dusche... Auf Wunsch wurde auch noch mit den Haenden nachgeholfen .

Die Lagunen los ojos

Die Lagunen los ojos

Die dritte Lagune (weiss den namen nicht )

Die dritte Lagune (weiss den namen nicht )

Fotosession

Fotosession

Waehrend dem Sonnenuntergang

Waehrend dem Sonnenuntergang

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Jede Reise beginnt mit einem Traum... 12 Monate von Kalifornien bis nach Argentinien. Die schönsten Momente im Leben sind die, in denen Gedanken Wirklichkeit werden...
Details:
Aufbruch: 05.01.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Januar 2010
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Mexiko
Belize
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Isla de Ometepe
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Chile
Der Autor
 
Alessandra Hunziker berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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