El sendero del sueño

Reisezeit: Januar 2009 - Januar 2010  |  von Alessandra Hunziker

Copper Canyon und Chihuahua

die zugfahrt von los mochis nach chihuahua war wunderschoen und absolut empfehlenswert! ich wuerde jedoch im nachhinein einen zwischenstopp einlegen da 15 stunden schon ziemlich lang sein koennen und dank der klimaanlage ist es gegen abend verdammt kalt im zug.
es gibt einen erstklass zug und einen zweitklass zug. der erstklass zug faehrt um 06:00 uhr morgens los, das heisst man muss um 05:00 uhr da sein um noch ein billett zu ergattern, und kommt "mas o menos" um 09:30 abends in chihuahua an. in diesem zug befindet sich ein restaurant und eine bar und man kann die sitze verstellen um es sich etwas gemuetlicher zu machen.
der zweitklass zug faehrt erst um 07:00 uhr los und kommt so ca. um mitternacht oder noch spaeter in chihuahua an. dieser zug faehrt viel langsamer und haelt haeufiger. er hat kein restaurant aber dafuer faehrt ein snackwagen hin und her der fuer die verpflegung sorgt.
ich habe den erstklass zug gewaehlt obwohl er doppelt so teuer ist wie der zweitklass (120$). aber da ich vom bahnhof von alejandro abgeholt wurde, wollte ich ihm nicht antun mich erst nach mitternacht abholen zu muessen ;o). alejandro habe ich in costa rica kennen gelernt letztes jahr und mich entschlossen ihn zu besuchen wenn ich schon mal in mexico bin.
aber zurueck zur zugsfahrt. die ersten 3 stunden sind nicht sehr interessant da man durch flaches ziemlich oedes gelaende faehrt aber man kann einen wunderschoenen sonnenaufgang bewundern. nach diesen 3 stunden faengt der copper canyon an und der zug windet sich durch schluchten, ueber bruecken und durch tunnels. die gegend ist einfach atemberaubend denn der zug faehrt an einem bach entlang und man kann viele verschiedene felsformationen und waelder betrachten. gegen nachmittag haelt der zug fuer ca. 15min in einem kleinen ort mit ganz vielen kleinen marktstaenden und man kann von dort aus die tiefsten schluchten des copper canyon bestaunen. der copper canyon ist tiefer als der grand canyon. sobald es jedoch dunkel wird, wird es langweilig im zug und man hofft nur noch endlich anzukommen ;o). es hat sich unglaublich gelohnt diese fahrt zu machen und es heisst zurecht die fahrt durch den copper canyon sei eine der schoensten der welt!

in chihuahua angekommen wurde ich von alejandro und seiner familie sehr haerzlich empfangen und sie haben extra mit dem abendessen auf mich gewartet. ich habe mich sofort wohl gefuehlt in diesem haus und wurde behandelt wie die eigene tochter. am anfang hatte ich einbisschen muehe die eltern zu verstehen vorallem den vater denn der hatte wirlich einen slang drauf den ich im spanisch unterricht nicht gelernt habe ;o). es ging jedoch von gespraech zu gespraech besser.
am ersten tag hat mir alejandro das stadtzentrum gezeigt mit einer wunderschoenen kirche und ein paar sehenswerten alten gebaeuden und wir haben uns ein paar museen angeschaut. ansonsten ist chihuahua nichts schoenes wenn ich ehrlich bin. die stadt liegt mitten in der wueste und ist staubig und hat ueberhaupt keine gruenanlagen. nach dem mittagessen haben wir uns eine grotte angesehen die wirklich gross und beeindruckend war.

am zweiten tag sind wir 4 stunden quer durch die wueste gefahren nach paquime. paquime ist eine uralte ruinenstadt der indios und das was davon uebrig ist sieht aus wie ein labyrinth. es war unglaublich heiss und wir waren froh, dass diese stadt nicht allzu gross war ;o). am meisten hat mir jedoch das dazugehoerige museum gefallen. nachdem wir in einem park das selber mitgebrachte mittagessen zu uns genommen haben fuhren wir 2 stunden zurueck zu einer alten hacienda die auseinanderzufallen schien. der name der hacienda ist ojo caliente und dort wollten wir uebernachten.
der erste eindruck war schrecklich und der zweite auch ;o) denn das hauptgebaeude, in dem wir auch uebernachteten, war so unglaublich dreckig das koennt ihr euch gar nicht vorstellen und das badezimmer... dazu lieber kein kommentar. wir waren echt froh, dass wir unsere eigenen wolldecken mitgebracht haben. zum einen um die matratzen abzudecken und natuerlich uns selbst. das haus waere eigendlich sehr schoen und man koennte echt viel daraus machen denn die zimmer waren gross und in jedem einzelnen hat es ein cheminee.
am abend haben wir draussen ein kleines lagerfeuer gemacht unser essen grilliert, wein getrunken und ueber gott und die welt geredet. was mich am meisten beeindruckt hat war das geheul der cojoten und der woelfe. das war ein unglaubliches erlebnis! es war ein sehr schoener und gemuetlicher abend.
geschlafen habe ich wie erwartet nicht so gut denn alejandro hat mir erzaehlt, dass es gemaess aussagen von verschiedenen leuten in diesem haus geister geben soll. tja man kann ja glauben was man will aber ich habe noch nie soviel laerm in einem haus gehoert wie in dieser nacht und wir waren alleine in diesem gebaeude... hmm was auch immer das war es war doch einbisschen unheimlich.

phu endlich morgen ;o). nach dem fruehstueck an der sonne haben wir uns auf den weg zu einer ranch gemacht in der alejandro eine zeitlang gearbeitet hat. er wollte mir diese ranch unbedingt zeigen denn die sei etwas ganz besonderes. oh ja das war sie! diese ranch war einfach wunderschoen von der landschaft her und von der vielfalt der tiere. ich kam mir vor wie auf einer safari denn wir konnten schwarzbearen, bisons, woelfe, pferde und elche (bin mir nicht sicher ob das wirklich elche waren ;o)) beobachten.

und schon hat der letzte tag in chihuahua begonnen. alejandro hat einen quat organisiert und ich durfte zum ersten mal das feeling erleben einen quat zu fahren. das hat unglaublich spass gemacht! wir sind quer durch die wueste und durch einen canyon gefahren ueber stock und stein ;o). das war echt toll!
am abend habe ich als dankeschoen fuer die ganze familie gekocht. ich habe einen zopf gebacken, salat mit allem drum und dran und risotto gekocht. der zopf wahr sehr beliebt denn es ging nicht lange war der ganze aufgegessen. und glaubt mir es war ein ziemlich grosser zopf ;o). zum dessert gab es flambierte bananen mit glace.
der abschied von chihuahua selber ist mir nicht sonderlich schwehr gefallen aber von der familie schon einbisschen. seine mutter wollte mich gar nicht wirklich gehen lassen und hat immer wieder gesagt das ihr haus auch mein haus sei und wenn ich wieder mal zurueck kommen moechte sei ich mehr als willkommen.
eigendlich wollte ich ja mit dem bus nach mexico city fahren. ich habe mich aber schnell umentschieden denn mit dem flieger war es halb so teuer und dauerte erst nur 2 stunden und nicht 22 ;o). ich habe fuer den flug etwas mehr als 50$ bezahlt und der bus haette mich 100$ gekostet. da muss man nicht lange ueberlegen ;o).

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Jede Reise beginnt mit einem Traum... 12 Monate von Kalifornien bis nach Argentinien. Die schönsten Momente im Leben sind die, in denen Gedanken Wirklichkeit werden...
Details:
Aufbruch: 05.01.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Januar 2010
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Mexiko
Belize
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Isla de Ometepe
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Chile
Der Autor
 
Alessandra Hunziker berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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