El sendero del sueño

Reisezeit: Januar 2009 - Januar 2010  |  von Alessandra Hunziker

Canon del Colca

der rio colca hat mit 3191m einen der tiefsten canyons der welt gegraben, nur der canon del cotahuasi in der nachbachschaft ist noch 163m tiefer.

unsere tour begann am dritten tag um 03:00 uhr morgens mit einer 5 stuendigen busfahrt. erster halt unserer 2 taegigen trekkingtour war der cruz del condor. hier ist der canon am tiefsten und ein magischer anziehungspunkt fuer hunderte touristen. highlight hier sind die kondore die hier an den hervorstehenden felsen nisten. jeden morgen steigen sie muehelos mit der thermik nach oben, ein schauspiel das man sich nicht engehen lassen sollte. kondore koennen einen fluegelspannweite von bis zu 3m haben und wenn sie ganz nah an einem vorbeifliegen ist das schon sehr beeindruckend. wir hatten 45min zeit dieses schauspiel zu bewundern bevor es weiter ging nach cabanaconde wo der eigentliche trekk begann.

der steile abstieg fuehrte uns ueber einen schmalen, staubigen und steinigen pfad 1100 hoehenmeter ins tal hinunter. dies war fuer unsere knie bereits die erste bewaehrungsprobe. vorbei an zerkluefteten felsen, kakteen und ueber eine schwankende bruecke fuehrte unser weg wieder nach oben bis ins kleine dorf san juan de chuccho (2300m) wo wir unser mittagessen bekamen. auf dem weg nach unten begegneten uns packesel und riesige ochsen. die menschen hier haben naemlich nur eine moeglichkeit essen zu besorgen denn eine strasse gibt es nicht. einmal die woche steigen sie die 1100 hoehenmeter nach oben um ihre einkaeufe zu erledigen (scheisse wenn man etwas vergisst ). wir waren froh um die mittagspause, denn unsere beine waren doch schon ziemlich muede von dem 2,5 stuendigen ab-und aufstieg. das essen bestand aus einer art minestrone suppe und zum hauptgang gab es reis, pommes und alpaka. dies war das erste mal, dass wir alpaka hatten und es schmeckte irgendwie zwischen schweinefleisch und leber. schraege mischung aber gar nicht so uebel.

Unser Endziel des heutigen Tages, ist aber noch ein langer Weg...

Unser Endziel des heutigen Tages, ist aber noch ein langer Weg...

Hier assen wir unser erstes Alpaka

Hier assen wir unser erstes Alpaka

weiter ging es mit einem steilen aufstieg welches uns an den doefern tapay (2800m) und cosnirhua (2660m) vorbeifuehrte bis der pfad sich wieder steil nach unten begab. nach weiteren 2,5 stunden haben wir es geschafft und sind bei der oase sangalle (2180m) angekommen. die oase besteht aus ein paar uebernachtungsmoeglichkeiten mit sehr einfachen bungalows und ihren eigenen pools. die pools werden mit dem frischen wasser aus dem fluss gefuellt und sind eine wohltat fuer die unglaublich erschoepften muskeln. unsere lodge war umgeben von riesigen palmen und einer steilen felswand die am abend vom vollmond beleuchtet wurde. unser bungalow bestand aus 3 betten mit extrem durchhaengenden matrazen, bambuswaenden und einem natuerlich staubigen dreckboden . nach einer kalten dusche und einer stunde schlaf gab es abendessen und wir genossen die 2 tassen cocatee die uns wieder etwas fitter machten. das abendessen bestand wieder aus einer minestrone aendlichen suppe und reis und gemuese zum hauptgericht. nach dem essen gingen wir auch sofort ins bett denn der naechste morgen begann wieder um 04:30 uhr.

wir haben erstaundlich gut geschlafen (wahrscheindlich vor lauter erschoepfung) und sind um 05:00 uhr morgens ohne fruehstueck auch schon wieder losgelaufen. der heutige tag besteht aus einem steilen aufstieg. 1000 hoehenmeter heisst es zu bezwingen. langsam einen schritt nach dem anderen setzten wir uns in bewegung und nach knapp 3 stunden ohne pause haben wir es geschafft. die muskeln haben auf den letzten 100 metern voellig aufgegeben und die duenne hoehenluft trieb unser herz und unsere lungen zu hoechstleistungen an (zum glueck habe ich vor 4 wochen aufgehoert zu rauchen ). als wir oben ankamen, konnten wir uns kaum noch auf den beinen halten. nach einer 10 minuetigen pause machten wir uns auf den weg in ein restaurant wo uns das fruehstueck serviert wurde. dieses fruehstueck hat so richtig gut getan und uns wieder etwas energie zurueck gegeben. jedoch als wir uns wieder vom tisch erhoben, merkten wir wie der muskelkater einsetzte. wir sind den ganzen tag rumgelaufen wie 80 jaehrige frauen. wow so was habe ich auch noch nie erlebt .

Die erste Huette war unsere Villa

Die erste Huette war unsere Villa

Mit einem genialen Innenarchitekt ;o)

Mit einem genialen Innenarchitekt ;o)

nach einer stunde holte uns unser turibus wieder ab und nach einer knapp 2 stuendigen fahrt gab es einen zwischenstopp in einem tollen termalbad. dort konnten wir fuer 50min unsere muskeln etwas lockern bevor wir zum mittagessen fuhren. das mittagessen bestand aus einem riesigen buffet und wir genossen es zu essen auf was wir gerade lust hatten. nach dem essen ging die fahrt 4 stunden zurueck nach arequipa und unterwegs hielten wir noch bei zwei aussichtspunkten und konnten die wildlebenden vikunjas bewundern. vikunjas sind die bedrohten wilden vettern der lamas und alpakas. zurueck im hotel haben wir es gerade noch geschafft in einem restaurant zu abend zu essen, zweimal um den plaza de armas zu laufen bevor wir muede ins bett gefallen sind...

der ausflug war trotz schmerzen wunderschoen und die landschaft ein traum. es hat sich mehr als belohnt diesen trekk zu machen!

Vikunjas

Vikunjas

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Jede Reise beginnt mit einem Traum... 12 Monate von Kalifornien bis nach Argentinien. Die schönsten Momente im Leben sind die, in denen Gedanken Wirklichkeit werden...
Details:
Aufbruch: 05.01.2009
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Januar 2010
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Mexiko
Belize
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Isla de Ometepe
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Chile
Der Autor
 
Alessandra Hunziker berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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