Neustart

Reisezeit: Juni 2021 - Januar 2022  |  von Beatrice Feldbauer

Cala

spezielle Präsentation der Rechnung im Cala

spezielle Präsentation der Rechnung im Cala

Ich bin jetzt bereits seit zwei Wochen hier und noch nie war ich direkt am Meer. Meine Spaziergänge waren immer oben an der Kante. Nicht dass ich ins Wasser möchte, es scheint mir kalt und wild zu sein, aber ich möchte die Wellen direkt sehen. Ich will heute in einem der wenigen Restaurants direkt am Meer essen. Und ich will heute nicht laufen, ich rufe mir ein UBER zum Restaurant Bahia. Da war ich beim letzten Besuch in Lima. Ein grosses Restaurant direkt am Meer mit offener Terrasse auf die Fussgängerpassage.

Ich müsste es inzwischen wissen, je genauer ich mir meinen Tag vorstelle, je eher kommt es anders. Das Restaurant und auch alle seine Nachbarn sind geschlossen. Natürlich merke ich das erst, als das Taxi bereits wieder losgefahren ist. "Seit mehr ale einem halben Jahr ist hier alles geschlossen", erklärt mir ein Mann, der da anscheinend die Stellung hält. Vielleicht um Einbrüche zu verhindern. Tote Hose.

Ich spaziere zur Kontrolle noch einmal dem Quai entlang, aber die Restaurants sind geschlossen und machen einen vernachlässigten Eindruck. Am steinigen Strand sitzt jemand und schaut den Möwen zu.

Appartments mit Sicht aufs Meer an der Barranca

Appartments mit Sicht aufs Meer an der Barranca

Aber ich habe Hunger. Etwas weiter vorne meine ich, auf einer Terrasse Leben zu entdecken. Da sitzen Leute, das könnte eine Beiz sein, ein einfaches Lokal. Bestimmt gibt es da etwas zu Essen.

Es sind knapp 400 m aber je näher ich komme, je eleganter wird das Gebäude. Und als ich davor stehe, kann ich den Namen lesen: Cala. Ich hatte den Namen schon gehört, wusste, dass es eines der besten Restaurant ist, aber nicht, wo es steht. Na dann also das Cala, an einem normalen Montag.

Es ist besetzt aber es hat in der Lobby noch freie Tische. Ich lasse mich von sehr aufmerksamen Kellnern verwöhnen und geniesse das volle Programm.

Zuerst ein Pisco sour, das muss einfach sein.

Zuerst ein Pisco sour, das muss einfach sein.

Vorspeise: Causa popeye. 
CANGREJO POPEYE, PALTA, TOMATE CONFIT, HUEVO RALLADO, ARÚGULA
Popey-Crevetten, Kartoffelschnee, getrocknete Tomaten, Avocado, Ei, Thon

Vorspeise: Causa popeye.
CANGREJO POPEYE, PALTA, TOMATE CONFIT, HUEVO RALLADO, ARÚGULA
Popey-Crevetten, Kartoffelschnee, getrocknete Tomaten, Avocado, Ei, Thon

Hauptgang:   meunier cala.  
PESCA DEL DÍA BRASA, MEUNIER, PAPAS REVENTADAS, ESPÁRRAGOS, ARROZ DE LA CASA
Fang des Tages, Kartoffeln mit Spargeln und Champignonreis.

Hauptgang: meunier cala.
PESCA DEL DÍA BRASA, MEUNIER, PAPAS REVENTADAS, ESPÁRRAGOS, ARROZ DE LA CASA
Fang des Tages, Kartoffeln mit Spargeln und Champignonreis.

Zum Kaffee setze ich mich an einen der hohen Tische auf dem Balkon und sehe den Surfern zu, die sich durch die Wellen hinaus kämpfen und mit den Wellen zurück an den Strand reiten.

Am späten Nachmittag bin ich zurück zu Hause. Weil es kurz so aussah, als ob sich die Sonne noch zeigen könnte, fahre ich mit dem Lift hinauf aufs Dach. Der Bereich des Pools ist noch immer geschlossen, aber auf der Seite kann ich einen Blick hinaus aufs Meer ergattern. Die Sonne ist allerdings hinter der dicken Wolkenschicht geblieben und schickt nur noch einen hellen Schein über die Insel San Lorenzo vor der Küste.

Inzwischen weht ein kalter Wind, ich gehe zurück in meine Wohnung. Dort ist es zwar auch nicht wirklich warm, aber immerhin besser als draussen im Wind. In dieser Nacht brauche ich tatsächlich die Wolldecke, die im Schrank bereit liegt. Und das will was heissen. Meine Freundinnen werden unisolo bestätigen, dass es ziemlich kalt sein muss, bis ich friere.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Immer wenn der Mensch seine Zukunft plant, fällt das Schicksal im Hintergrund lachend vom Stuhl. Dieser Satz hat mich durch das Corona-Jahr begleitet. Eigentlich war mein Abflug nach Südamerika am 3. April 2020 gebucht. Doch dann kam alles anders.
Details:
Aufbruch: 20.06.2021
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 29.01.2022
Reiseziele: Peru
Kolumbien
Argentinien
Der Autor
 
Beatrice Feldbauer berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/67):
Stefan Böhm 1653478392000
Vielen Dank für das schöne und aus­führliche Rei­se­ta­ge­buch­.
Gruß aus Stut­tgar­t
Ste­fan Böhm
Gerhard 1651236869000
Hallo Beat­ri­ce,­
fantas­tisch, Wah­nsinn, ich habe deinen Rei­se­bericht in den letzten Wochen versch­lun­gen.
Gran­dios was du dir alles zu­get­raut und erlebt has­t.
Ich plane für Anfang Nov. ein paar Tage in Iquitos zu verb­rin­gen. D. h. 2-3 Tage für die Stadt und viel­leicht 3-4 Nächte in einer Dschun­gel Lod­ge!­
Ger­ne würde ich hierfür um ein paar In­for­ma­tio­nen bitten (sin­nvol­le Au­fent­hal­tsdau­er, ggf. welche Lodge in Stadt und Dschun­gel). Wärst du hierfür ber­eit­?
Vie­le Grüße
­
Ger­hard
Yvonne 1643715094000
Liebe Beat­ri­ce
­
Bin auch dan­kbar, dass Du woh­lbe­hal­ten zur­ückge­kehrt bist. Geni­es­se Deine Lie­ben.­
Und dann....... "Nach der Reise ist vor der Reise"! Es gibt ja noch Länder auf Deiner Lis­te.­..!
Ich freue mich auf Sta­tus­-Eint­räge und Berich­te von Dir aus dem In- und Aus­lan­d!
Heb's guet­!
Yvon­ne