Mit dem Rucksack durch Dubai, Thailand und Australien

Reisezeit: September 2016 - Mai 2017  |  von Clara + Moritz Woelle

Thailand: Tauchen auf Koh Tao und Koh Nangyuan

Tauchen auf Koh Tao und Koh Nangyuan

Nach einer sehr langen und nicht sehr erholsamen Nachtfahrt mit dem Bus nach Chumphon, hatten wir dort 2 Stunden Aufenthalt, bevor es um 7 Uhr morgens mit dem High Speed Catamaran nach Koh Tao ging. Die Fahrt war recht schön, aber wir sind zwischendurch immer wieder eingeschlafen...Um 9 Uhr am 13.11. kamen wir dann müde aber glücklich am Mae Haad Pier auf Koh Tao an. Wir hatten noch nichts gebucht und da wir schon wieder von lauter Taxifahrern genervt wurden, setzten wir uns erstmal ins erstbeste Café und frühstückten. Dabei schmiedeten wir Pläne. Ich wollte hier gerne meinen PADI Open Water Diver machen, damit wir dann in Australien zusammen tauchen gehen können (Mo hat den schon). Koh Tao ist bekannt fürs tauchen und es gibt hier auch einige deutschsprachige Tauchschulen. Da ich mich vorher schon mal schlau gemacht hatte, wusste ich, dass die Preise alle ungefähr gleich sind und so ging es nur noch um die Lage der Tauchschule. Wir entschieden uns zu Ban's Diving Resort zu laufen, was nur einen Kilometer entfernt am Sairee Beach lag und haben damit auch eine sehr gute Entscheidung getroffen. Zwar direkt am Hauptstrand gelegen, der jetzt nicht der schönste ist, aber dafür mit kostenlosem Zimmer während des Kurses und einem 7/11 direkt nebenan ist Ban's ein guter Ausgangspunkt. Wir wurden total freundlich empfangen und bekamen sofort ein Zimmer und auch mein Tauchkurs fing direkt abends an. So einfach geht das hier wohl nur, weil eigentlich gerade Regenzeit ist. Als wir ankamen wae allerdings strahlend blauer Himmel und Sonnenschein
Völlig erschöpft fielen wir erstmal kurz ins Bett. Am Nachmittag erkundeten wir noch den Strand und gingen schwimmen. Der Strand ist bei Ebbe ganz schön, bei Flut ist vom Strand leider kaum was übrig.

Abends ging es für mich und auch für Mo, der einen Auffrischungskurs gebucht hatte, zur ersten Theorielektion. Die Theorie musste Mo nicht machen, aber er war trotzdem immer dabei. Mein Kurs bestand aus einem weiteren Pärchen und noch einer Alleinreisenden in unserem Alter. Mit 4 Personen also eine sehr angenehme Größe. Die nächsten drei Tage hatten wir eine Lektion im Schwimmbad, noch zwei Theorielektionen und 4 Tauchgänge im Meer. Mos Auffrischungskurs bestand nur aus der Swimmingpool Lektion, aber er konnte zwei der vier Tauchgänge im Meer als Fundives mitmachen.
Der Kurs hat total viel Spaß gemacht, vor allem die Tauchgänge im Meer waren super schön. Unter Wasser ist man schwerelos und irgendwie ein Teil der Unterwasserwelt. Ich schwimme nicht so gerne im Meer, wenn ich nicht so genau sehe, was unter mir ist. Beim tauchen ist das völlig anders, man sieht wo man hinschwimmt und nichts ist unheimlich oder unangenehm. Auch das Atmen unter Wasser kommt einem sehr schnell ganz normal vor und ich habe schnell Vertrauen in meine Ausrüstung aufgebaut. Die Welt unter Wasser ist eine ganz eigene und wunderschön.
Abends nach dem Kurs genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand oder trafen uns mit dem Kurs in der Strandbar .
Nachdem mein Kurs fertig war, beschloss Mo noch den Advanced Open Water Diver zu machen, welcher nochmal fünf Tauchgänge umfasst (Tieftauchgang auf 30m am Warack der HTMS Sattakut, Navigation, Nachttauchgang, Tarierungs übungen und Fisch Identifikation ). Ich entschied mich dagegen, da ich ja schon ziemlich viel Geld für den Open Water Diver ausgegeben hatte und mir auch noch nicht sicher war, ob ich überhaupt bis 30m tief tauchen will...

Einen Tauchgang machte ich aber mit, den Nachttauchgang. Für den Nachttauchgang fuhren wir um 18 Uhr raus und waren ca um 18.45 im Wasser. Mit je einer Taschenlampe ausgestattet begannen wir unseren Tauchgang. Viele Fische ziehen sich nachts zurück, andere kommen jetzt erst raus. Wir sahen einen schlafenden Triggerfish, eine schlafende Schildkröte und eine große Qualle unter deren Schirm sich viele kleine Fische tummelten und ein paar andere Fische. Das schönste Erlebnis hatten wir allerdings ohne die Taschenlampen. Nicki, unsere Tauchlehrerin, bat uns sich in den Sand zu knien und die Lampen auszuschalten und dann mit den Händen etwas vor unserem Gesicht zu wedeln. Durch das Wedeln gab nun der Plankton die Energie wieder ab, die er tagsüber durch die Sonne aufgenommen hat. Das ganze äußert sich in Leuchten, sodass es so aussieht, als hätte man einen Glühwürmchenschwarm vor sich. Da sitzt man nun in 10 m Tiefe und wedelt mit den Händen und die ganze Atmosphäre ist einfach nur magisch und irgendwie unwirklich aber atemberaubend (natürlich im übertragenen Sinn, ohne Luft unter Wasser wäre ein bisschen blöd ).
Im Nachhinein waren wir uns einig, dass dies mit Abstand das schönste Taucherlebnis war
Nachdem wir nun fertig mit unseren Tauchkursen waren, blieben wir noch zwei weitere Tage in Bans Diving Resort. Während den Kursen mussten wir dort nichts für die Übernachtung zahlen, sodass uns nur die letzten zwei Nächte etwas kosteten. In den zwei Tagen besichtigten wir die Insel. Am ersten Tag liehen wir uns zwei Mountainbikes und fuhren erst zu einem Aussichtspunkt und dann zu einem abgelegenen kleinen Strand. Die Straße zum Aussichtspunkt war irre steil und wir waren sehr erstaunt, dass die Mopeds hier hochkamen. Wir mussten an einigen Stellen laufen und kamen total durchgeschwitzt oben an...Der Aussichtspunkt war leider nicht so toll wie erwartet, da es kein wirklicher Aussichtspunkt war, sondern man hinter zwei Funkmasten einen etwas von Bäumen verstellten Blick in eine Bucht hatte. Als Belohnung für den steilen Weg, ging es jetzt bis zur Bucht nur noch bergab. Wir kamen am kleineren der zwei Strände an , der von der Flut fast ganz unter Wasser war und aßen in einem kleinen Restaurant direkt am Wasser zu mittag. Kaum saßen wir da, gab es auch schon einen Tropenregen, den wir, schön im trockenen sitzend, vorbeiziehen ließen. Danach machten wir uns auf zum größeren Strand (Sai Nuan Beach), der auch nur 100m breit, aber dafür sehr schön war. Hier sind wir auch geschnorchelt und haben es sehr genossen, dass kaum andere Leute da waren, obwohl direkt daneben ein kleines Resort mit Bungalows war.

Die Rückfahrt ging viel schneller, da der Weg von dieser Seite aus nicht so steil war...
An unserem letzten Tag auf Koh Tao waren wir auf Koh Nangyuan, einer kleinen Insel vor Koh Tao. Wir fuhren mit dem Taxiboot hin, welches uns auch um 15 Uhr wieder abholte. Die Insel gilt als eine der Schönsten weltweit und ist dementsprechend besucht. Man muss 100 Baht Eintritt zahlen und darf keine Plastikflaschen oder Dosen mitbringen. (Wir hatten natürlich trotzdem unser Wasser dabei, wir sind ja nicht so blöd und schmeißen die Flasche irgendwo hin...) Wir waren schon begeistert von dem Flaschenverbot bis uns klar wurde dass alles nur Heuchelei war...Natürlich lag am Strand leider trotzdem Müll rum und das Flaschenverbot ist wahrscheinlich nur dazu gut, dass die ihr eigenes Wasser verkaufen. Auch darf man sich nicht mit Handtuch auf den Sand legen, angeblich damit man nicht ausversehen Sand mitnimmt. Dafür soll man dann für 150 Baht eine Liege mieten. Haben wir natürlich nicht gemacht, sondern uns einen Stein zum drauf Liegen gesucht! Abgesehen davon ist die Insel wirklich traumhaftm. Das Wasser ist türkis und man kann wunderbar schnorcheln in "Japanese Garden", wo es Korallen und viele Fische gibt. Als wir ins Wasser gingen war die Insel noch recht leer, als wir wieder rauskamen leider recht voll... Vor allem Chinesen waren gekommen. Diese wollten auch alle schnorcheln, taten dies aber nur im flachen Wasser über Sand und mit Schwimmwesten, weil sie alle nicht schwimmen können. Das ganze war zwar sehr lustig mit anzusehen, aber ich frage mich warum man schnorcheln geht wenn man nicht schwimmen kann und sich deshalb nur dort bewegt wo es flach ist und man eh nix sieht. Da es jetzt recht voll war und außerdem die Flut langsam den Strand unter Wasser setzte, beschlossen wir zum Viewpoint zu laufen. Von dort aus hatte man einen tollen Blick auf die Insel, aber leider war es auch hier recht voll. Danach suchten wir uns einen anderen Stein, der etwas abseits lag, gingen nochmal woanders schnorcheln und lasen bis uns unser Taxiboot wieder abholte. Insgesamt hat sich der Besuch der Insel wirklich gelohnt, aber in der Hauptsaison empfehlen wir niemanden hierher zu kommen! Man muss die Menschen einfach ausblenden und das türkisblaue Wasser genießen, denn im Wasser sind immer am wenigsten Leute Was wir etwas schade fanden war, dass man das Eintrittsgeld anscheinend nicht dazu nutzt, den Strand sauber zu halten...Den Ruf der Trauminsel hat die Insel schon zu Recht, allerdings wäre sie ohne die vielen Sonnenliegen und Menschen viel schöner

Am nächsten morgen (21.11.) ging es dann mit dem High Speed Catamaran weiter nach Koh Samui, obwohl wir Koh Tao und Ban's Diving Resort, trotz vieler Baustellen, sehr ins Herz geschlossen haben.

Direkt vor dem Ban's Diving Rest bei Ebbe

Direkt vor dem Ban's Diving Rest bei Ebbe

Sonnenuntergang am Sairee Beach

Sonnenuntergang am Sairee Beach

Blick in die Chalok Baan Kao Bay vom 'Viewpoint'

Blick in die Chalok Baan Kao Bay vom 'Viewpoint'

Der 'Viewpoint'

Der 'Viewpoint'

Blick in den Regen in der Sai Nuan Bay 2

Blick in den Regen in der Sai Nuan Bay 2

Schnorcheln am Sai Nuan Beach 1

Schnorcheln am Sai Nuan Beach 1

Viele Strände hier sind voller Korallen

Viele Strände hier sind voller Korallen

Ebenfalls Sai Nuan Beach 1

Ebenfalls Sai Nuan Beach 1

Auf dem Weg nach Koh Nangyuan im Taxiboot

Auf dem Weg nach Koh Nangyuan im Taxiboot

Die Bungalows dort kann man mieten

Die Bungalows dort kann man mieten

Ban's Tauchboot ist das mittlere

Ban's Tauchboot ist das mittlere

Müll...

Müll...

Chinesen beim Schnorcheln in Schwimmwesten...

Chinesen beim Schnorcheln in Schwimmwesten...

Blick vom Viewpoint auf Koh Nagyuan

Blick vom Viewpoint auf Koh Nagyuan

Blick auf Koh Tao

Blick auf Koh Tao

Sairee Beach

Sairee Beach

© Clara + Moritz Woelle, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach dem Abitur machen wir beide (Clara und Moritz) eine Backpack-Reise mit Stopps in den Vereinigten Arabischen Emiraten (3 Wochen), Thailand (ca. 2,5 Monate) und Australien (ca. 4 Monate).
Details:
Aufbruch: 15.09.2016
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 11.05.2017
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
Thailand
Australien
Der Autor
 
Clara + Moritz Woelle berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.