Mit dem Rucksack durch Dubai, Thailand und Australien

Reisezeit: September 2016 - Mai 2017  |  von Clara + Moritz Woelle

Ostküste (nördl. von Townsville): Cairns & Great Barrier Reef

19.04.17

Heute ging es raus aus dem Daintree NP und in Richtung Cairns. Das Wetter war besser geworden und ab und zu kam sogar die Sonne raus . Wir fuhren raus aus dem Nationalpark und hielten nach der Überquerung des Daintree Rivers an, um dort eine Krokodil Tour zu machen. Mit der 'Solar Whisper', einem sehr angenehm leisen Elektroboot, schipperten wir mit 21 weiteren Leuten eine Stunde den Fluss entlang, um Krokodile zu sehen. Wir haben uns mittlerweile oft in 'Croc Country' aufgehalten aber (zum Glück) noch nie ein Krokodil gesehen. Auf der Bootstour bekamen wir viele interessante Informationen über die Krokodile und sahen auch einige. Die Salzwasserkrokos, die im Daintree River leben, werden bis zu 9m lang (die männlichen, weibliche nur 4m) und bis zu 100 Jahre alt. Die erwachsenen Tiere können bis zu 2 Stunden unter Wasser bleiben, dementsprechend selten sieht man sie draußen. Wir sahen viele kleine Krokodile und ein etwa 4-jähriges, das ungefähr 2m lang war. Sie alle lagen reglos am Rand des Flusses oder auf Baumstämmen. Es war faszinierend, dass die kleinen, nur 50cm langen Krokodile, schon völlig auf sich gestellt sind. Die Tour war sehr informativ und hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn ohne sie hätten wir wahrscheinlich keine Krokodile in der Wildnis gesehen .
Weiter gings den Captain Cook Highway entlang, der zwischen Port Douglas und Cairns direkt am Wasser verläuft. Das Wasser war allerdings ziemlich braun und nicht so blau wie wir erwartet hatten.
Vor Cairns hielten wir kurz in Palm Cove und Clifton Beach und legten uns in Clifton Beach eine Weile an den Strand unter die Palmen und lasen, bis die Wolken wieder dichter wurden und es zu sehr nach Regen aussah. Zum schlafen fuhren wir nach Brinsmead (Cairns) in den Caravanpark.

Great Barrier Reef 20.04.17

Heute war es endlich soweit und wir fuhren tauchen ans Great Barrier Reef. Nachdem Mo alle möglichen Broschüren gewälzt hatte, haben wir uns für eine Tauchfahrt mit der 'Silverswift' entschieden, mit der Mo schonmal getaucht ist. Wir hatten drei Tauchgänge gebucht und waren voll freudiger Erwartungen . Das Boot war nicht der größte Katamaran im Hafen, aber dafür passen da auch weniger Leute drauf . Vor uns lagen nun 80min Fahrt, die wir nur mit etwas Mühe überstanden, denn die See war ziemlich rau...Während der Fahrt gab es ein Briefing für die Taucher und wir wurden den Dive Guides zugeteilt. Wir waren zusammen mit 5 anderen in einer Gruppe, was von der Größe her ganz ok war. Es gab insgesamt 3 Tauchgruppen und dann noch etwa 40 Schnorchler. Als wir das Outer Reef erreichten, wurde das Meer wieder ruhiger und direkt an den Divesites war es relativ glatt, sodass sich unsere Mägen schnell wieder beruhigten. Das mussten sie auch, denn sobald wir standen, ging es auch sofort ins Wasser. Ehe ich groß darüber nachdenken konnte, ob ich noch alles weiß, landete ich auch schon im Meer. Kaum, dass wir im Wasser waren, war aber alles ganz entspannt und ich hatte zum Glück noch nicht vergessen wie man taucht...man muss ja auch eigentlich nur atmen . Die Sicht war leider nicht ganz so berauschend und da es bewölkt war, war es nicht immer sonnig. Trotzdem war es eine tolle Unterwasserwelt, in die wir eintauchten . Gleich beim ersten Tauchgang hatten wir das Glück einen kleinen Riffhai und eine Schildkröte sehen . Zwischen dem ersten und dem zweiten Tauchgang hatten wir 45min Zeit uns auszuruhen, während wir zur zweiten Site fuhren. Der zweite Tauchgang war schon viel entspannter, man hatte sich wieder an alles gewöhnt und war schon in der Routine drin. Beim zweiten Tauchgang sahen wir zwar keinen Hai, aber dafür gleich zwei Schildkröten . Diesmal wurden wir von einem Unterwasserfotograf begleitet, der uns fotografierte und von dem wir später auch Fotos kauften. Außerdem tauchten wir durch eine kleine Korallenschlucht . Danach war Mittagspause und es gab ein leckeres Buffet, was wir auf dem Sonnendeck genossen. Vom oberen Deck aus konnte man das Riff ein bisschen von oben sehen und wie sich die Brandung an den flachen Stellen brach. Bei der dritten und letzten Site sahen wir zwar nichts besonderes, aber dafür konnten wir uns auf die tollen bunten Korallen und die vielen verschiedenen Fische konzentrieren und sahen unter anderem einen Kugelfisch und einen Unicorn Fisch, der eine Art Horn auf der Stirn hat . Außerdem waren wir zwei Leute weniger und so war es noch etwas angenehmer . Leider sah man zwischen den schönen, bunten Korallen auch viele abgestorbene Flächen, wo die Korallen abgebrochen und farblos sind. Ob diese nun dem Klimawandel oder dem letzten Zyklon zum Opfer gefallen sind, wissen wir natürlich nicht.

Insgesamt waren es drei tolle Tauchgänge und eine unvergessliche Erfahrung . Auf dem Rückweg schliefen wir beide, sodass wir keine Probleme mit Übelkeit hatten . Silverswift war eine gute Wahl, da wir drei verschiedene Tauchplätze angefahren sind und nicht zu viele Leute auf dem Boot waren. Außerdem war das Personal total nett und hilfsbereit und die Stimmung auf dem Boot gut .

Cairns 21.04.17

Am Tag nach unserem Tauchausflug waren wir immer noch ziemlich erschöpft. Morgens ließen wir uns viel Zeit, bevor wir losfuhren, um die Stadt zu erkunden. Wir parkten unser Auto auf einem günstigen Parkplatz an der Wharf Street, ganz in der nähe vom Reef Fleet Terminal, von wo aus wir am Vortag ans Riff gefahren sind.
Wir liefen zuerst zu den Rustys Markets. Auf dem Weg mussten wir öfters unter Dächer flüchten, denn es gab viele kurze, aber heftige Regenschauer und wir hatten dummerweise unseren Regenschirm im Auto glassen .
Auf den Rustys Markets wird von Freitag bis Sonntag hauptsächlich Obst und Gemüse verkauft, es gibt aber auch einige Stände die Schmuck oder ähnliches verkaufen. Die ersten paar Minuten liefen wir einfach über den Markt und bestaunten die große Auswahl an tropischem Obst und verglichen die Preise der einzelnen Stände. Das lohnt sich definitiv, denn die Preise variieren zum Teil sehr stark. Wir holten uns eine kleine Auswahl an Obst und eine Avocado und gingen dann weiter durch ein paar Einkaufsstraßen zurück in Richtung Auto. Wir waren gefühlt in jedem Touristshop, denn Clara wollte sich einen Australien Pulli kaufen und ich stöberte auch immer fleissig mit. Am Ende waren wir auch erfolgreich und wir kehrten mit einem neuen Pulli zum Auto zurück und setzten uns dann noch in ein sehr schönes Kaffee direkt am Hafen.
Mehr haben wir in Cairns dann auch gar nicht gemacht. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz fuhren wir noch durch den Vorort Machans Beach, wo ich schon einmal Urlaub gemacht hatte. Der Ort hat eigentlich nicht viel zu bieten, allerdings fanden wir per Zufall die billigste Tankstelle der ganzen Umgebung und so konnten wir für 1,30$ pro Liter statt für 1,39$ Tanken . Cairns als Stadt hat nicht so viel zu bieten, der Aufenthalt dort lohnt sich eher für Tagesausflüge in die Gegend drumherum und ans Riff. Allerdings ist die Innenstadt zum bummeln ganz nett und deutlich größer als in Towsville.

22.04.17 Kuranda Scenic Railway

Die Kuranda Scenic Railway stand schon auf unserer To-Do Liste, seit wir das erste mal in Mareeba waren. Da wir aber genau aus der falschen Richtung kamen, hat es nie so gepasst, dass wir beide mit der Bahn fahren können und dann wieder beim Auto sind. Die einzige Möglichkeit wäre gewesen, dass einer alleine Zug fährt und der andere das Auto nach Cairns fährt, denn der Zug fährt morgens zweimal von der Freshwater Station nach Kuranda in die Berge und nachmittags zweimal wieder zurück an die Küste.
Wir waren ca. um 9.30 Uhr an der Freshwater Station und waren erst einmal erstaunt, wie voll der Bahnsteig war. Überall tummelten sich Leute und wir hatten schon bedenken, ob wir noch einen Platz im Zug bekommen. Glücklicherweise bekamen wir sogar noch einen Fensterplatz und der Wagon war nur halb voll. Die Karten für die Hin- und Rückfahrt nach Kuranda kosten 76$ p.P. Während der Fahrt rechneten wir uns aus, dass das Unternehmen an einem Tag etwa 100.000$ einnimmt. Und zwar wenn jede Bahn nur halb besetzt ist....
Während der Fahrt haben wir aber nicht nur gerechnet, sondern auch rausgeschaut und bekamen etwas über die Entstehung der Eisenbahnstrecke erzählt. Der Zug fährt die meiste Zeit durch den Regenwald und man hat an ein paar Stellen eine tolle Aussicht auf Wasserfälle oder über Cairns und auf das Meer. Im Nachhinein war uns die Fahrt allerdings nicht so viel Geld wert, aber das muss ja jeder für sich selbst feststellen und ohne es gemacht zu haben, geht das nunmal nicht . In Kuranda liefen wir noch einmal etwas herum und schauten in der Kuranda Candy Kitchen zu, wie Bonbons hergestellt werden. Um 14 Uhr ging der Zug wieder in Richtung Cairns. Um 15.30 Uhr waren wir wieder beim Auto und fuhren nach Babinda, wo die Stadt einen kostenlosen Campingplatz zur Verfügung gestellt hat.
Lustigerweise traf kurz nach uns ein anderes deutsches Pärchen ein, die genau das gleiche Auto haben wie wir und so kamen wir ins Gespräch . Allerdings hatten sie trotz viel höherem Kilometerstand mehr für das Auto bezahlt als wir . Wir saßen abends dann noch im Regen unter unserer Plane und redeten und kochten zusammen.

Fritz und Vanessa

Fritz und Vanessa

© Clara + Moritz Woelle, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach dem Abitur machen wir beide (Clara und Moritz) eine Backpack-Reise mit Stopps in den Vereinigten Arabischen Emiraten (3 Wochen), Thailand (ca. 2,5 Monate) und Australien (ca. 4 Monate).
Details:
Aufbruch: 15.09.2016
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 11.05.2017
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
Thailand
Australien
Der Autor
 
Clara + Moritz Woelle berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.