cool runnings ...

Reisezeit: März 2009 - November 2010  |  von Stephanie Wiesmüller

Philip Island

Nationalpark Philip Island, auf den hab ich mich schon sehr lange gefreut. Hier sind die kleinsten Pinguine der Welt zu Hause und machen sich jeden Abend vom Meer aus auf den Weg in ihre Nester und Höhlen.

Die ganze Insel erinnert mehr an den Film "Highlander" als an Australien und es ist der Jahreszeit angepasst ziemlich frisch, um nicht zu sagen arschkalt. Die Pinguinparade beginnt am Abend, wir haben also genug Zeit um die Seelöwenkolonie mit dem Fernglas zu erahnen (sind einfach zu weit weg, die Dinger, man kann sie nur ausmachen, wenn sie sich bewegen)

Und dann warten wir bei Eistemperaturen zwei stunden zu früh auf die Pinguine, ich musste einfach in die erste reihe, weil ich mich schon so darauf freue. Und nach 2 langen Stunden, eiskalten Füßen und blauen Lippen sehen wir den ersten tapferen kleinen Hüpper aus dem Meer kommen und er macht sich im Watschelgang über den Strand auf ins rettende Gebüsch. Absolut putzig anzusehen. Leider ist der Abend enttäuschend, denn insgesamt nur so um die zehn Pinguine kommen heute aus dem Meer, als Micha und Fab vor ein paar Wochen hier waren, haben sie noch ein paar Hunderte sehen können.

Ich bin untröstlich bis sich auf dem Rückweg zum Auto eine Menschentraube auflöst und die Sicht auf einen der kleinen Scheißerchen frei gibt. Ich darf also doch noch einen genau sehen und er ist so nahe, dass ich nur die Hand ausstrecken müsste um ihn zu streicheln (was ich aber natürlich nicht mache, der macht sich sonst nur in die federn und beißt mich dann wahrscheinlich wie der blöde Köter auf der Farm)

Leider darf man hier nicht fotografieren, da sich die Pinguine anscheinend zu Tode erschrecken vorm Blitzlicht, aber so sehen sie aus, und man will am liebsten einen mit heim nehmen, knuffige kleine Tierchen. Am Auto noch schnell einen Blick unter's Auto (kein Mensch macht das außer mir, aber die da drin haben gesagt man soll das machen, nicht dass ein kleiner verirrter Pinguin wegen mir dann sterben muss)

Den blinden Passagier hab ich aber dann doch verscheucht, er wollte einfach seinen Spritanteil nicht bezahlen

© Stephanie Wiesmüller, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Für alle, die sich zwischendrin Mal fragen, wo ich mich rum treibe. 12 Monate down under, in meinem Fall open end im Anschluss, als Reisepartnerin a Bratwürstl und vorab mit mächtig Schiss, ob mir nicht doch meine Mami fehlen wird ;-)
Details:
Aufbruch: 15.03.2009
Dauer: 21 Monate
Heimkehr: 30.11.2010
Reiseziele: Australien
Indonesien
Singapur
Malaysia
Thailand
Laos
Der Autor
 
Stephanie Wiesmüller berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.