cool runnings ...

Reisezeit: März 2009 - November 2010  |  von Stephanie Wiesmüller

Planung für Planlose: 117 days to go

Wie findet man nur die richtige Unterkunft? Dank "Internetz" hat man ein Meer an Informationen zur Verfügung, aber ehrlich...das macht das ganze nicht einfacher. Neben Preis, Lage, Größe und den anderen "offensichtlichen" Infos stellen sich ja zig andere Fragen, Fragen von denen man erstmal noch gar nix ahnt. Wielange buch ich denn nun, wenn ich doch noch gar keine Ahnung habe, wielange ich da bleiben will? Lieber ein paar Nächte mehr, damit ich mitten in der Hauptsaison dann nicht doch am Strand schlafen muß, weil so kurzfristig kein anderes Zimmer mehr zu kriegen ist; oder doch lieber weniger Tage, wer weiß, ob das Hostel gut ist?? Nehme ich lieber ein ruhiges Hostel, weil ich den Jetlag ausschlafen muß und mich erstmal aklimatisieren muß oder lieber gleich ein Partyhostel, damit man gleich loslegen kann mit Urlaub? Zahl ich mit Kreditkarte oder wie läuft das? Hat man uns nicht beigebracht, daß man derlei empfindliche Daten nicht einfach durch's Netz schickt und wieso will dann die Frau vom Hostel meine Kreditkartennummer haben?
Bin ich etwa zu alt für diese Reise, weil das Durchschnittsalter der "Bewerter für Hostels" auf den einschlägigen Sites so um die 20 liegt? Bin ich spießig, weil ich neben den eh überall dort heimischen cockroaches sauberes Geschirr möchte, keine bedbugs ertrage und mein Essen im Hostel-Kühlschrank nicht als Gemeinschaftsdinner dienen soll? Ist es wirklich zu viel verlangt, dass ich des Vorgängers Spuren in der Dusche widerlich finde und deshalb beseitigt wissen will? Deutscher keimfreier Putzteufel trifft den laissez-faire-way-of-life.... man gewöhnt sich ja an alles, sagt der Volksmund. Die Buchung steht. Wir sind 10 Tage im PINK HOUSE eingemietet, versuche, alles durch die pink Brille zu sehen. Immer langsam mit einer alten Frau, ich gewöhne mich schon dran

Man mag es nicht glauben, aber ich habe bereits meine erste Jobgelegenheit ausgeschlagen. Es ist zumindest ein netter Kontakt entstanden, wer weiß, wofür man den später noch brauchen kann und welch beruhigendes Gefühl, dass man eine Jobanlaufstelle hat.

Noch 63 Arbeitstage, noch 117 Tage Winter...

© Stephanie Wiesmüller, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Für alle, die sich zwischendrin Mal fragen, wo ich mich rum treibe. 12 Monate down under, in meinem Fall open end im Anschluss, als Reisepartnerin a Bratwürstl und vorab mit mächtig Schiss, ob mir nicht doch meine Mami fehlen wird ;-)
Details:
Aufbruch: 15.03.2009
Dauer: 21 Monate
Heimkehr: 30.11.2010
Reiseziele: Australien
Indonesien
Singapur
Malaysia
Thailand
Laos
Der Autor
 
Stephanie Wiesmüller berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.